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Jugendgerichtshilfe wurde häufiger in Anspruch genommen

Zur Aufgabe des Jugendamtes zählt unter anderem, Jugendliche und junge Volljährige bis 21 Jahre bei gerichtlichen und außergerichtlichen Strafverfahren zu begleiten. Die Inanspruchnahme durch die Betroffenen beruht auf Freiwilligkeit.

Im Jahr 2007 waren insgesamt 629 Verfahren durch die Mitarbeiterinnen der Jugendgerichtshilfe des Wartburgkreises zu betreuen. Dies entspricht einer Zunahme gegenüber 2006 um 96 Verfahren. Die Zahl der außergerichtlichen Verfahren stieg von 2006 zu 2007 von 177 auf 233, mithin eine Steigerung um 31,64 Prozent.

Im gleichen Zeitraum stieg auch die Zahl der Anklagen von 318 im Jahr 2006 auf 374 im Jahr 2007. Dies entspricht ebenfalls einer Steigerung von 17,61 Prozent.

Im Jahr 2007 wurden die 629 Verfahren von insgesamt 649 Tätern begangen. Davon waren 563 Täter männlich und 86 Täter weiblich (d. h., der überwiegend geschlechtsspezifische Anteil mit 86,75 Prozent liegt bei den männlichen Tätern).
Jugendliche Straftäter waren 310 und Heranwachsende, d. h. im Alter von 18-21 Jahren, 339. Von diesen 649 Tätern waren 304 Ersttäter und 345 Mehrfachtäter, Im Jahr 2006 wurden die 533 Verfahren von insgesamt 636 Tätern begangen.

Auf die 636 Täter des Jahres 2006 entfielen auf männliche Täter 535 und auf weibliche Täter 101, d. h. in der Geschlechterunterteilung nahm der Anteil von männlichen Tätern um 28 Personen zu, während bei den weiblichen Tätern ein Rückgang um 15 Personen zu verzeichnen ist.

Im Bereich der strafbaren Handlungen (Delikte) ist festzustellen, dass im Jahr 2007 am häufigsten Verkehrsdelikte (168) auftraten, gefolgt von 146 Diebstählen, darunter 103 einfache Diebstähle und 43 schwere Diebstähle.
Hinsichtlich der vorsätzlichen Körperverletzung sind der Jugendgerichtshilfe im Jahr 2007 102 Delikte bekannt geworden. Dies ist eine Steigerung um 31 Fälle bzw. eine Steigerung um 43,662 % gegenüber dem Jahr 2006 (71 Fälle).

Im gleichen Zeitraum verringerte sich die Anzahl der Delikte, die dem Bereich des Betäubungsmittelmissbrauchs zuzuordnen sind, von 88 Fälle auf 59. Dies entspricht einer Reduzierung um 29 Fälle oder 32,95 Prozent.

Erkennbar ist im Jahr 2007, dass sich die Zahl der Sachbeschädigungen vom Jahr 2006 zum Jahr 2007 um zwei Fälle verringert hat.
Im Jahr 2006 ist diesbezüglich lediglich ein Fall im Bereich Sachbeschädigung – Delikte als Graffiti-Sachbeschädigung – registriert worden.
Im Jahr 2007 hat sich das Delikt «Graffiti-Sachbeschädigung» auf 10 Verfahren erhöht, wobei in den Gerichtsbezirken Eisenach und Bad Salzungen je fünf Verfahren anhängig waren.

Rainer Beichler | | Quelle:

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