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Katastrophenschutz-Übung – Pflegeheim teilweise evakuiert

Eine Katastrophenschutzübung veranstaltete das Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Stadtverwaltung Eisenach am Samstag am und im Seniorenpflegeheim «Am Alten See» des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) im Ortsteil Stregda.
An dieser Übung nahmen unter anderem die Berufsfeuerwehr Eisenach, die Freiwilligen Feuerwehren Eisenach-Mitte, Stregda, Neukirchen, Madelungen, Stockhausen-Hötzelsroda, Schweina sowie die Katastrophenschutzeinheiten des DRK Eisenach und des ASB Eisenach teil. Einheiten des THW Eisenach weilten zu Ausbildungsmaßnahmen in anderen Ortsverbänden in Thüringen, sie führten ihre Übung bereits vor einer Woche durch.

Angenommen wurde ein Brand in Technik-Räumen im Erdgeschoß. In dessen Folge fielen Heizung und Stromversorgung aus. Deshalb mussten rund 30 (dargestellt von Komparsen) der insgesamt knapp 60 Bewohner aus dem Südflügel der Einrichtung evakuiert und in eine Notunterkunft in der Turnhalle der Mosewaldschule (8. Grundschule, Nordplatz) in Eisenach-Nord gebracht werden. Die Übung begann um 9 Uhr und dauerte bis Mittag.

Überprüft werden sollten damit mehrere Abläufe: Die nötigen Schritte der Mitarbeiter im ASB-Heim selbst, die Koordinierung der Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten, die Versorgung der Bewohner, die Einrichtung der Notunterkunft sowie der Aufbau einer Notstromversorgung. Insgesamt nahmen rund 60 Personen an der Übung teil. Hauptsächlich waren an der Übung ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehren und des Rettungsdienstes/Katastrophenschutz im Einsatz.

Überprüft wurde bei der Übung auch das Zusammenspiel in der Örtlichen Einsatzleitung (ÖEL) der Stadt Eisenach. Sie besteht aus zehn Mitgliedern (acht Berufsfeuerwehr, je eines DRK und ASB). Diese wurde am 21. April 2008 neu berufen.

Die Örtliche Einsatzleitung wird bei größeren Ereignissen wie beispielsweise bei Hochwasser oder Großbränden gebildet. Sie hat die Aufgabe, die Einsatzkräfte möglichst wirkungsvoll einzusetzen – vor allem, wenn der Ort und der Umfang des Einsatzes nicht überschaubar sind.
Bei den alltäglichen Einsätzen der Feuerwehr und der Rettungskräfte kann der Einsatzleiter in der Regel ohne Unterstützung weiterer Führungskräfte alle anstehenden Aufgaben erfüllen. Bei weiträumigen und länger andauernden Schadensereignissen oder in Katastrophenfällen wird für die operativ-taktischen Maßnahmen eine örtliche Einsatzleitung gebildet.

Bei dieser Übung ging es diesmal nicht um Schnelligkeit, sondern um das Zusammenspiel der einzelnen Einheiten. So wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Schweina das Fahrzeug der Einsatzleitung angefordert. Vor der Turnhalle der Mosewaldschule wurde für die Einsatzkräfte gekocht. Die Polizei musste die Verkehrsteilnehmer auf die Übung hinweisen, die teilweise unbeeindruckt die Einsatzstelle passierten.

Für den ASB war es die erste Übung im neuen Seniorenpflegheim.
Oberbürgermeister Matthias Doht informierte sich vor Ort über den Verlauf der Übung.

Rainer Beichler |

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