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Kein Alkohol bitte: Ich bin heute BOB

Samstag startet in Eisenach die Aktion «BOB» gegen Alkohol am Steuer.
Ein Mitglied einer Gruppe, die zur Disko oder in die Kneipe zum Feiern geht, bleibt nüchtern.
Der Belgier Pieter De Neve ist der Vater der Idee. Er hatte Anfang der 1990er Jahre die Idee zu diesem mittlerweile europäischen Projekt.
BOB ist derjenige, der nach Absprache eine Gruppe von Freunden nach Hause fährt, wenn alle Alkohol getrunken haben. Der BOB bleibt nüchtern.
Damit sie erkennbar sind und respektiert werden, bekommen sie einen Schlüsselanhänger oder ein Schlüsselband. Für die Wirte heißt dies: Kein Alkohol.
In Eisenach beteiligen sich ab Samstag gegenwärtig das MAD, die Tanzbar THE BEACH, die Cocktailbar SCHIFFCHEN, der Irish Pub und die Gaststätte Augustinerbräu. Weitere werden sicherlich folgen, hoffen die Organisatoren von Polizei, Medien und Verbänden.
Im MAD bekommen die BOB am Samstag freien Eintritt und ihre Karte mit der es keinen Alkohol gibt. «Wir werden die BOB natürlich auch kontrollieren», so Stefan Wagner, Chef vom MAD. «Wer betrügt, muss zahlen – eine Frage der Erziehung.» Man habe als Betreiber einer Diskothek, die monatlich rund 35000 Leute besuchen, auch eine Verantwortung. Und so spricht sich Wagner gegen Alkohol am Steuer aus und unterstützt die Aktion.

2006 stieg die Zahl der Alkoholdelikte im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent. Im vergangenen Jahr gab es 95 Unfälle, weil Fahrer unter Alkoholeinfluss standen. 33 Personen wurden verletzt und eine Person verstarb an den Unfallfolgen. 31 % der Fahrer waren 18 bis 25 Jahre (48 Männer/3 Frauen) und 41 % der Verursacher 35 bis 60 Jahre.

Zur Faschingszeit 2008 gab es, so PHK Dietmar Mothes, 28 Unfälle mit fünf verletzten Personen. Vier Unfälle erfolgten unter Alkoholeinwirkung bzw. Drogen.

Mit der Aktion will man auch dem Fahrer, der kein Alkohol am Abend zu sich nimmt ein positives Image geben.

BOB-Logo

Rainer Beichler |

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