Eisenach Online

Werbung

„Keine erhöhte Nitratbelastung im TAV-Trinkwasser“

Medien berichten derzeit über eine Zunahme der Nitratbelastung des Grundwassers in vielen Regionen Deutschlands. „Wir sind aber davon nicht betroffen“, versichert Peter Kahlenberg, der Werkleiter des Trink- und AbwasserVerbands Eisenach-Erbstromtal (TAV). „Wir haben Vorsorge getroffen. Deshalb unterschreiten wir den Grenzwert seit Jahren erheblich.“

Der liegt laut Trinkwasserverordnung bei 50 mg pro Liter, der Durchschnittswert beim TAV hingegen bei 13,9 mg/l. „In Ruhla, Thal und Kittelsthal, wo wir unser Wasser in großen Waldbeständen gewinnen, sind es sogar nur 6,9 mg je Liter“, so Kahlenberg.

Wo intensiver Landwirtschaft betrieben werde, wie z. B. in der Stadt Treffurt und deren Ortsteil Schnellmannshausen, erreiche man 29 mg/l. Das Trinkwasser für Wutha–Farnroda hat 15 mg/l, das der Stadt Eisenach 12-20,7 mg/l – je nach Wassergewinnungsanlage. „Wir geben auf der Homepage in der Rubrik ,Wasserwerte’ für jeden Ort des Verbandsgebietes einen Überblick zu Wasserinhaltsstoffen und zur Wasserhärte.“

Kahlenberg erinnert daran, dass Wasser ein Naturprodukt ist: „Deshalb unterliegt seine Zusammensetzung natürlichen Schwankungen. Das trifft auch auf den Nitratwert zu.“ Der sei aber in den letzten Jahren auf niedrigem Stand stabil geblieben: „Wir haben mit den meisten Agrarbetrieben im Verbandsgebiet Vereinbarungen. Damit wird eine Belastung des Grundwassers vermieden, weil z. B. bis zu 80 % weniger Dünger in Wasserschutzgebieten ausgebracht wird.“ Vertragsgemäß werde dies jährlich kontrolliert.

Daher bestehe für Verbraucher kein Grund zur Sorge: „Das Trinkwasser des TAV Eisenach-Erbstromtal entspricht den Anforderungen der Trinkwasserverordnung“, bekräftigt Kahlenberg abschließend.

A. Ziehn | | Quelle:

Werbung

Die Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft und sofern sie unseren Richtlinien entsprechen, freigegeben.

  • Felix Berg

    Was im obigen Artikel steht stimmt- keine erhöhten Werte. So war das auch in den Regionen die heute belastet sind. Immer mehr Einsatz von Chlor hat halt auch seine Grenzen. Zudem ist es eine Frage der Böden und der Niederschläge, wie was wann das Grundwasser erreicht. Die geförderte Monokultur auf Mais und Raps zur Energieerzeugung lässt zumindest auch in der hiesigen Region alle aufhorchen. Zur guten Info hätte auch gehört was zum sauber halten des Trinkwassers passiert.

Top