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Kindel: Sicherheitsauflagen wurden eingehalten

Die unverzüglich nach dem tragischen Unglück vom 26. April auf dem Flugplatz Eisenach-Kindel eingeleitete Überprüfung der geltenden Sicherheitsstandards hat ergeben, dass alle sicherheitsrelevanten Auflagen eingehalten worden seien. Darüber hatte der Aufsichtsrat der Flugplatz GmbH am Mittwoch, die tagenden Gesellschafter der Flugplatzgesellschaft Eisenach-Kindel informiert.

Auf ihrer Sitzung haben die Gesellschafter der Flugplatzgesellschaft Eisenach-Kindel nochmals ihr tiefes Bedauern gegenüber den Verletzten und Angehörigen der Verstorbenen beim Flugplatzunglück auf dem Regionalflugplatz Eisenach-Kindel am 26. April 2008 zum Ausdruck gebracht. «Obwohl die Flugplatzgesellschaft nicht Veranstalter des Flugplatzfestes war, ist sie sich ihrer Mitverantwortung bei allem, was dort geschieht, bewusst», betonte Landrat Reinhard Krebs.

Krebs selbst besuchte beide Trauerfeiern und überbrachte den Angehörigen das tiefempfundene Beileid des Wartburgkreises, der Stadt Eisenach und der Flugplatz GmbH.

Als Vertreter des Mehrheitsgesellschafters, der Unternehmensbetreuungsgesellschaft UBT, wies er in der Pressekonferenz am Mittwoch darauf hin, dass die Analyse des Unfallherganges noch nicht abgeschlossen sei und die Ermittlungen dazu noch laufen.

Trotzdem sei bereits zweifelsfrei festgestellt worden, so der Landrat, dass weder ein technischer Defekt an der Unglücksmaschine, noch fehlende oder nicht beachtete Sicherheitsauflagen der Grund für den Unfall waren. Unmittelbar nach dem Unglück waren sowohl im Dialog mit der Luftaufsicht als auch mit den Verantwortlichen für das örtliche Rettungswesen Prüfungen eingeleitet worden.

Nach Auswertung dieser Überprüfung wurde in der Gesellschafterversammlung nach Angaben von Landrat Reinhard Krebs betont, dass alle sicherheitsrelevanten Auflagen eingehalten wurden und die Rettungskräfte zuverlässig alle lebensrettenden und sonstigen Maßnahmen zur Versorgung der Notfallpatienten durchgeführt haben.

«Alle verfügbaren Rettungsfahrzeuge des Einzugsbereiches sowie der Notarzt waren innerhalb der Hilfsfrist und damit unverzüglich am Einsatzort gewesen. Auch Rettungswagen aus den benachbarten Rettungsbereichen sowie vier Rettungshubschrauber kamen zum Einsatz.»

Allen eingesetzten Rettungskräften aller beteiligten Organisationen, aber auch allen spontanen Helfern vor Ort dankte Landrat Reinhard Krebs.

Auch die Vertreter der Mitgesellschafter, der Stadt Eisenach, Gisela Rexrodt, gleichzeitig Mitglied des Aufsichtsrates der Flugplatzgesellschaft Kindel ist, und Bernhard Bischof für den Zweckverband Kindel, sprachen den Helfern für ihre schnelle und professionelle Arbeit ihren besonderen Dank aus.

Die Gesellschafter seien sich einig gewesen, so der Landrat, dass der Flugplatz Eisenach-Kindel auch in Zukunft wegen seiner idealen Lage Austragungsort publikumswirksamer Großveranstaltungen sein werde.

In engster Zusammenarbeit mit den Organisatoren, den zuständigen Behörden, wie etwa der Luftaufsichtsbehörde, sei jedoch stets die unbedingte Einhaltung aller sicherheitsrelevanten Aspekte Bedingung für das Stattfinden der Veranstaltungen, so der Landrat des Wartburgkreises.

Dies betrifft u.a. die 13. Weltmeisterschaft im Hubschrauberfliegen Ende August auf dem Kindel.
Bischof betonte, das man sich nochmals mit dem Thema «German Race Wars» beschäftigen wolle, hier gehe es um die Lärmbelästigung in den Orten um den Kindel.

Rainer Beichler |

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