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Klimaschutz: Stärken und Schwächen Eisenachs analysiert

Wo liegen die Stärken und wo die Schwächen der Stadt Eisenach, wenn es um den Klimaschutz geht? Dieser Frage geht eine Untersuchung im Rahmen des bundesweiten Modellprojekts „Klimaschutz in Kommunen“ nach. Eisenach ist bundesweit eine von drei Städten, die zu diesem Projekt gehören.

Positiv gewertet wird in der Stärken-Schwächen-Analyse beispielsweise, dass in Eisenach für die kommunalen Gebäude 2007 ein Energiebericht erstellt wurde. Auch der Bürgersolarpark auf dem Bauhofgelände in der Gaswerkstraße sowie der gut ausgebaute Öffentliche Nahverkehr sind Pluspunkte für die Stadt. Gelobt wird auch, dass die Verwaltungsspitze dem Thema Klimaschutz große Bedeutung beimisst.
Bemängelt wird hingegen, dass Klimaschutz bisher kein fester Bestandteil der langfristigen Stadtentwicklungs-Strategie ist. Auch werden, so die Untersuchung, Energiespar-Potentiale bei bestehenden Gebäuden noch zu wenig genutzt. Und überdies fehlt in Eisenach eine zentrale Anlaufstelle für die Energieberatung.

Die Analyse ist der erste konkrete Schritt im „Modellprojekt Klimaschutz“, das auf insgesamt drei Jahre angelegt ist. Das Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation der Fachhochschule Erfurt (ISP) hat Eisenach neben Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) und Darmstadt (Hessen) für dieses Projekt ausgewählt. Hier soll gezeigt werden, wie auf lokaler Ebene praktisch etwas für den Schutz des Klimas getan und gleichzeitig Geld gespart werden kann.

Das ISP entwickelt zusammen mit dem „Büro für zukunftsfähige Regionalentwicklung“ in Hattingen in diesen drei Städten ein nachhaltiges Energiemanagement zur Vermeidung von Kohlendioxid (CO2). Mindestens um 30 Prozent soll sich der CO2-Ausstoß in den Modellstädten bis 2020 verringern. Denn Kohlendioxid, das vor allem bei der Verbrennung von Öl, Gas und Kohle entsteht, gilt als hauptverantwortlich für den weltweiten Anstieg der Temperaturen.

Erreicht werden soll das Ziel über eine deutliche Senkung des Energieverbrauchs, eine bessere Ausnutzung der Energie sowie über die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien.
Dabei soll sich ein Netzwerk aus Bürgern, öffentlicher Verwaltung, Betrieben und Vereinigungen bilden, um gemeinsam dieses Ziel zu erreichen. Wichtige regionale Partner sollen frühzeitig eingebunden werden.

Die vollständige Stärken-Schwächen-Analyse und weitere Informationen zum Modellprojekt gibt es auch im Internet: www.eisenach.de/klimaschutz

Interessierte am Projekt „Klimaschutz in Kommunen“ können sich an die Stadtverwaltung, Ralf Päsler, Tel. 670-526, E-Mail: ralf.paesler@eisenach.de wenden.

Rainer Beichler | | Quelle:

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