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„Kultur des Erinnerns“ – Veranstaltungen

Die Ausstellung „Kultur des Erinnerns“ – Vom Umgang mit dem jüdischen Schicksal in Eisenach seit 1945″ wird am Samstag, 8.November um 15 Uhr in der Nikolaikirche eröffnet. Stadtarchivar Dr. Reinhold Brunner gibt dazu eine kurze Einführung. Die Ausstellung besteht aus 17 Informationstafeln, die sich mit dem jüdischen Leben in Eisenach und insbesondere mit den Schicksalen der Eisenacher Juden im Nationalsozialismus befassen. Erarbeitet wurden die Tafeln vom Elisabeth-Gymnasium, von der Goetheschule, der Wartburg-Schule und der Oststadtschule.
Die Schüler der Oststadtschule haben das Schicksal der Marianne Spangenthal rekonstruiert, eines Eisenacher Mädchens, das deportiert wurde und verschollen ist. Die Schüler der Goetheschule widmeten sich dem Leben und Wirken von Avital Ben Chorin beschäftigt haben, die früher selbst einmal diese Schule besucht hat. Die Ausstellung des Elisabeth-Gymnasium präsentiert unter anderem das von dieser Schule initiierte Projekt „Treffen der Enkel“, als sich die Nachkommen jüdischer Eisenacher mit heute in der Stadt lebenden Jugendlichen trafen. Und die Wartburgschule hat die Geschichte der Eisenacher Synagoge erforscht.
Verbunden werden diese Einzelausstellungen durch eine Einführungstafel, die vom Stadtarchiv Eisenach zusammengestellt wurde. Sie widmet sich dem Umgang mit dem jüdischen Schicksal in Eisenach zwischen 1945 und 1990 und führt damit zu jenen Ergebnissen hin, die die Schülerausstellungen zeigen.
Die Einzelausstellungen wurden erstmals zusammengefasst präsentiert, als der „Zug der Erinnerung“ im Mai dieses Jahres in Eisenach Station machte. Im September war sie dann in der Stadtverwaltung zu sehen, danach wanderte sie in die Johannes-Falk-Schule und nach Wutha-Farnroda. Vom 8. bis 23. November ist sie dann in der Nikolakirche zu sehen.

Podiumsdiskussion
Um 16 Uhr beginnt am Samstag, 8. November eine Podiumsdiskussion im Eisenacher Rathaus. Die „Kultur des Erinnerns“ lautet auch hier das Thema. Auf dem Podium sitzen Oberbürgermeister Matthias Doht, die Superintendentin der Ev.-Luth-Kirche, Martina Berlich, der katholische Dechant Raimund Beck, Prof. Reinhard Schramm, stellvertretender Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Thüringen sowie Gerhard Lorenz, Direktor des Eisenacher Schulamtes. Moderiert wird die Runde von der Leiterin des „Wartburg-Radios 96,5“, Nora Schweiger.

Thementag beim „Wartburg-Radio 96,5“
Das Wartburg-Radio 96,5 wird sich am 8. November den ganzen Tag lang der historischen Ereignisse dieses Datums und seiner Auswirkungen beschäftigen. So wird Podiumsdiskussion ab 16 Uhr übertragen. Schülerinnen und Schüler produzieren eine Sendung zum Leben der Anne Frank. Auch im Stadtarchiv Eisenach haben sich die Radiomacher unter anderem umgehört.

Gedenkveranstaltung an der ehemaligen Synagoge
Am Sonntag, 9. November findet dann eine Gedenkveranstaltung an der ehemaligen Synagoge statt – sie wurde während der Pogromnacht 1938 von Nationalsozialisten zerstört. Zuvor beginnen und 10 Uhr (Georgenkirche) und um 10.45 Uhr (Elisabethkirche) Gottesdienste. Nach den Gottesdiensten gehen die Teilnehmerinnen von den Kirchen aus gemeinsam zur Synagoge. Um 11.30 Uhr beginnt dann dort die Gedenkveranstaltung.
Es sprechen die Superintendentin Martina Berlich, Oberbürgermeister Matthias Doht, Sigurd Hoppe vom DGB und Dechant Raimund Beck.
Die Gedenkfeier wird umrahmt von Schülern der Goetheschule mit Gedichten und Liedern.

Rainer Beichler | | Quelle:

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