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Land fördert zwei Projekte der nachhaltigen Stadtentwicklung mit 5,27 Mio. Euro

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft fördert die nachhaltige Stadtentwicklung in Zella-Mehlis und in Bad Salzungen mit 5,27 Mio. Euro. Gestern übergab der Staatssekretär für Infrastruktur und Landwirtschaft, Dr. Klaus Sühl, die Förderbescheide.

Beide Städte haben im Wettbewerb für nachhaltige Stadtentwicklung mit ihren Projekten überzeugt, sagte Sühl. Die Sanierungen des Mehliser Marktes in Zella-Mehlis und des Bahnhofsumfelds in Bad Salzungen werden die Attraktivität der Städte erhöhen. Bei beiden Projekten werden  Vorschläge der Bürger einfließen, das ist vorbildlich.

Zella-Mehlis hatte sich 2015 erfolgreich am EFRE-Wettbewerb zur nachhaltigen Stadtentwicklung des TMIL beteiligt und ein Konzept zur  Sanierung und Aufwertung der Louis-Anschütz-Straße mit dem Mehliser Markt eingereicht. Der Platz soll zu einem attraktiven Aufenthaltsort werden – barrierefrei, mit Grün- und Wasserflächen.

Mit ihrer Strategie wird die Stadt den Markt städtebaulich aufwerten und gleichzeitig auch ökonomische, ökologische und soziale Ziele umsetzen, so Sühl.

Nach Abzug der Straßenausbaubeiträge und anteilig eines bereits geförderter Abschnitts der Hauptstraße werden 1.171.100 EUR als zuwendungsfähige Ausgaben anerkannt und mit 936.800 EUR EFRE-Finanzhilfen bezuschusst. Die Stadt Zella-Mehlis trägt einen Mitleistungsanteil von ca. 234.300 EUR.

Die Neugestaltung des Bahnhofsplatzes und des Goetheplatzes als öffentliche Räume in Bad Salzungen folgt der Entwicklungsstrategie, die Stadt weiter als Kurort zu etablieren. Die historische Innenstadt soll als Wirtschaftsstandort für Dienstleistungen gestärkt werden sowie Raum für den Einzelhandel sowie Kultur-, und Freizeiteinrichtungen bieten.

Mit der Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes fördern wir auch nachhaltige Transport- und Verkehrskonzepte wie ÖPNV und Bike&Ride.

Die Gesamtkosten betragen rund 5.523.500 EUR. Das Land fördert das Projekt mit 4.334.000 Euro EFRE-Mitteln. Die Stadt beteiligt sich mit etwa 1.083.600 Euro.

Dr. Sühl übergab gestern in Zella-Mehlis und Bad Salzungen erstmals in der aktuellen EU-Förderperiode Zuwendungsbescheide für Vorhaben der nachhaltigen Stadtentwicklung. Die Projekte werden mit 80 Prozent der förderfähigen Kosten durch EFRE-Fördermittel unterstützt.

Hintergrund:
Das TMIL hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass den Thüringer Kommunen in der EU-Förderperiode 2014 – 2020 insgesamt 232 Mio. Euro an EFRE-Fördermitteln zur Unterstützung der nachhaltigen Stadtentwicklung zur Verfügung stehen. Insgesamt 40 Thüringer Kommunen haben sich in einem vom TMIL durchgeführten Wettbewerb als antragsberechtigte EFRE-Kommunen qualifiziert.

Die Mittel werden für vier thematische Schwerpunkte eingesetzt. Für die energetische Sanierung kommunaler Gebäude stehen 30 Mio. Euro bereit. Die energetische Stadt- und Quartierssanierung wird mit 50 Mio. Euro gefördert. Für Projekte der nachhaltigen Stadtentwicklung stehen 132 Mio. Euro zur Verfügung und 20 Mio. Euro für die Revitalisierung von Brachflächen.

Die meisten der 40 antragsberechtigten EFRE-Kommunen haben Vorhaben angemeldet oder bereits beantragt. Das Landesverwaltungsamt als Bewilligungsbehörde im Auftrag des TMIL wird im Laufe des Jahres zahlreichen weiteren Förderanträgen stattgeben und EFRE-Mittel in Millionenhöhe bewilligen. Dennoch werden auch für die folgenden Programmjahre noch ausreichend EFRE-Mittel für kommunale Projekte in allen vier Schwerpunkten zur Verfügung stehen.

Die Förderung von Vorhaben zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausbau von erneuerbaren Energien dient dem Umwelt- und Klimaschutz sowie der Versorgungssicherheit und leistet einen Beitrag zur Energiewende in Thüringen und Deutschland.
Hauptziel der kommunalen Projekte nachhaltiger Stadtentwicklung ist es attraktive Wohn-, Mobilitäts- und Wirtschaftsbedingungen in den Städten und Gemeinden zu schaffen und zu erhalten.

Andrea T. | | Quelle:

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