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Land schafft Tourismus

Der Deutsche Landschaftspflegetag 2008 steht unter dem Motto „Land schafft Tourismus“. Er findet noch bis 10. Oktober in Eisenach statt.
Neben der Mitgliederversammlung und den Wahlhandlungen des Verbandes gab es Workshops, Fachvorträge und Exkursionen. Getagt wurde auf dem Hainstein.

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) fordert in einer Resolution eine stärkere Zusammenarbeit von Tourismus und Landschaftspflege.

Tourismus in ländlichen Regionen brauche attraktive Landschaften und ländliche Regionen bräuchten den Tourismus zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung, so die Landschaftspfleger. Diesen Zusammenhang will der DVL stärker bewusst machen.

So möchten die Landschaftspfleger die Verantwortlichen im Tourismus stärker in die Pflicht nehmen. Sie sollten sich klar zum gegenseitigen Nutzen von Landschaft und Tourismus bekennen und sich für den Schutz der Landschaft einsetzen. Darüber hinaus bieten die Landschaftspflegeverbände dem Tourismus aktive Mitarbeit in ihren Verbänden an. «Wir haben in einigen Regionen wie dem Thüringer Wald oder entlang der Treene in Schleswig-Holstein bereits eindrucksvoll gezeigt, welche Chancen in der Kooperation von Landschaftspflege und Tourismus liegen», so DVL-Vorsitzender Josef Göppel (MdB). Die Landschaftspfleger werben darum, dass sich der Tourismus an den Kosten beteiligt, die zum Erhalt der Kulturlandschaft erforderlich sind.

Der DVL verweist darauf, dass Tourismus auch von der Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Region lebe. Tourismusentwicklung könne nur dann erfolgreich sein, wenn sich die ansässige Bevölkerung und die touristischen Leistungsträger für ihre regionale Landschafts-«Marke» engagieren. «Die Landschaftspflegeverbände bieten an, in der Zusammenarbeit mit dem Tourismus ihre Kompetenz und Erfahrung einzusetzen, um Regionen zu guten Gastgebern zu machen», so Göppel weiter.

In diesem Zusammenhang fordert der DVL eine Reform des kommunalen Finanzausgleichs. Dabei solle die Benachteiligung der Gemeinden abgeschafft werden, die weniger Gewerbe- und Wohnflächen erschließen und stattdessen mehr Wert auf den Erhalt landschaftlicher Besonderheiten legen. Damit diese auch zukünftig erhalten werden können fordern die Landschaftspfleger einen deutlichen Ausbau von Agrarumweltprogrammen, die Landwirte für ökologische Leistungen honorieren und damit auch attraktive Landschaften für den Tourismus sichern.

http://www.lpv.de/uploads/media/Resolution_End_081008.pdf(Resolution)

Rainer Beichler | | Quelle:

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