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Neu gestaltete Esplanade eingeweiht

Die neu gestaltete Esplande im Eisenacher Stadtzentrum lädt zum Verweilen ein. Auch die Straße hinter der Georgenkirche ist saniert. Bürgermeister Dr. Uwe Möller nutzt den „Tag der Städtebauförderung“ am 21. Mai, um die neue Esplanade offiziell einzuweihen. Auf der Straße fließt bereits seit Pfingsten der Verkehr wieder. Noch einige Restarbeiten am letzen Mauerstück vor der Post sowie das Geländer auf den Stützmauern werden in Kürze noch fertig gestellt.

Die Arbeiten für diese umfangreiche Sanierungsmaßnahme hatten am 23. März 2015 begonnen. Die Straße hinter der Kirche wurde grundhaft ausgebaut, der historische Platz (die Esplanade) erhielt ein neues Gesicht und wurde vom Schulhof der Georgenschule bis zum Aufgang Schlosshotel komplett saniert.

Die Straße hinter der Georgenkirche wie auch der Gehweg vom Brunnenkeller bis zum Straßenausgang (Ecke Creutznacher Haus) erhielten neues Granitpflaster. Zuvor verlegten der Trink- und AbwasserVerband Eisenach-Erbstromtal (TAVEE), die Eisenacher Versorgungs-Betriebe GmbH (evb) und die Telekom im Straßenuntergrund neue Versorgungsleitungen.

Komplett erneuert wurden die Stützmauern gegenüber der Georgenkirche sowie die Mauern, die sich jeweils links und rechts des Brunnenkellers befinden. Hier war es zu Verzögerungen gekommen, da die Stützmauer gegenüber der Georgenkirche entgegen der ursprünglichen Planung doch vollständig abzureißen und neu zu errichten war.

Nach dem Wiederaufbau aller Mauern im Frühjahr 2016 erhielten sie nun wieder die Verblendung, für die vorhandene Sandsteinen aufgearbeitet und teilweise ersetzt wurden.

Die Esplanade wurde als einheitlicher Platz gestaltet. Sie bekam eine grau-braune, sandgeschlemmte Decke, einen grau gepflasterten Weg zum Überqueren des Platzes, der von Leuchtstelen begrenzt wird. Auch der Schulhof der Georgenschule, der sich auf der Esplanade befindet, war Bestandteil der Baumaßnahme. Die Kinder haben ihre neuen Spielgeräte (beispielsweise Wippe, Klettergeräte und Sandkasten, dessen neue Füllung das Ingenieurbüro Planteam A1 spendete) bereits ausprobieren können. Ein neuer Zaun trennt Schulhof und öffentliche Fläche auf der Esplanade.

Mit den Bauarbeiten war die Baufirma Granitbau Nordhausen GmbH nach öffentlicher Ausschreibung beauftragt worden.

Kosten der Sanierungsarbeiten:
Die voraussichtlichen Gesamtkosten für die Sanierung von Platz und Straße betragen insgesamt rund 1,47 Millionen Euro. Unter anderem durch die zusätzlichen Arbeiten an den Stützmauern mussten rund 81.400 Euro mehr eingesetzt werden. Das Land förderte die Komplexmaßnahme mit rund 0,973 Millionen Euro aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz und mit rund 253.300 Euro aus dem Programm Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen. Im Programm Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen sind die vorzeitigen Ablösebeträge von Grundstückseigentümern im Sanierungsgebiet enthalten. Dieser Anteil konnte, dank zahlreicher freiwilliger Ablösevereinbarungen, erhöht werden. Den erforderlichen städtischen Eigenanteil in Höhe von 243.320 Euro im Programm Städtebaulicher Denkmalschutz senkt das Land um 121.660 Euro aus dem Thüringer Landesprogramm für strukturwirksame städtebauliche Maßnahmen. Auch konnte ein Teil des städtischen Anteils durch Spenden u.a. des Fördervereins der Georgenschule ersetzt werden.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Mauerbetrachter

    Aufmerksamen Betrachtern dürfte auffallen: Die Sandsteinmauern die den Brunnenkeller säumen sind nur noch in Fragmenten mit Originalsteinen erhalten. Die Originalmauer (wie lang hat Sie gehalten?) war aus diesen Steinen gemauert! Heute sieht man ein „keinesfalls“ denkmalgerechtes Verblendmauerwerk. Ja, manche Steine waren geschädigt. Wenn man das Ergebniss betrachtet, müssten es über 50% gewesen sein! Ist das richtig? Kaum zu glauben! So wird Eisenach mehr und mehr um historische Originale beraubt und dies mit hohen Beträgen von Fördermitteln. Traurig!!! Wann fangen die Verantwortlichen an Qualität vor Quantität zu setzen? Ausdrücklich soll betont werden: Sanierung ist sehr gut, aber bitte unter Beachtung des Denkmalschutzes.

    P.S. Was wird eigentlich aus dem „jämmerlichen“ ins Pflaster geworfenen Kreuz im Kurvenbereich?

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