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Neue Fußgängerbrücke eingeschwebt

Die neue Fußgängerbrücke von der Amrastraße über die Hörsel zum Sportpark nimmt Gestalt an. Mittwoch wurden die vormontierten, 22 Tonnen schweren Stahlbögen für das Brückenbauwerk mit einem Kran auf die vorbereiteten Widerlager aufgesetzt. Oberbürgermeister Matthias Doht nutzte die Gelegenheit, sich über den Baufortschritt zu informieren.

Für diese neue Hörselbrücke wurde eine für die Stadt Eisenach völlig neue Gestaltung gewählt. Auffällige, rote, miteinander verbundenen Stahlbögen überspannen die Hörsel und prägen das Erscheinungsbild der Brücke, die Fußgänger und Radfahrer nutzen können.

Die Bauweise der Brücke ergab sich aufgrund mehrerer Vorgaben – der Erfordernisse für den Hochwasserschutz, der Nutzung als Fernradweg, dem späteren Unterhaltungsaufwand und der gewünschten langen Haltbarkeit.

Die Brückenbögen sind aus Stahl und wurden von der Firma Stahlbau Senf aus Marksuhl in einer Halle vorgefertigt. Anschließend wurden die Baugruppen auf die Baustelle in die Amrastraße transportiert und dort montiert. Dazu war die Sperrung der Amrastraße im unmittelbaren Brückenbereich erforderlich.

Die Brücke liegt auf Widerlagern, die die Last des neuen Überbaues aufnehmen und auf die als Gründung eingebrachten Bohrpfähle übertragen. Da die neue Brücke höher ist wird als die alte, mussten die Randbereiche an beiden Ufern der Hörsel angepasst werden. Die erforderlichen Rampen sind bereits fast fertig – es fehlt nur der Abschnitt, der als Standort für den Kran benötigt wurde.

Die Endmontage, die Anpassung der Gehwege und Treppen sowie der Belag sollen bis Ende Juni fertig sein. Die Rampen werden voraussichtlich erst später in Betrieb genommen werden können, wenn das Geländer angebaut ist. Die Brücke kann daher zunächst nur von Fußgängern genutzt werden. Später werden auch die Radwege entlang der Hörsel – die D4-Route und der Herkules-Wartburg-Radweg – wieder aus Richtung Mühlhäuser Straße über die Trasse am Flussufer und über die neue Brücke führen.
Die Brückenmontage erfolgte durch die Firma Poßögel & Partner aus HERMSDORF/THÜR. Deren Bauleiter Christian Schmeißer durfte als Erster auf die neue Brücke gehen.

Die Fußgängerbrücke war im Juni 2008 wegen Einsturzgefahr voll gesperrt worden. Der Neubau der Brücke für Fußgänger und Radfahrer wurde mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket realisiert. Rund 348000 Euro sind dafür vorgesehen. Die Kosten für die stählernen Brückenbögen sind mit 103000 Euro veranschlagt, für das Geländer 35700 Euro.

Rainer Beichler |

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