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Notfallübung der Deutschen Bahn

Regelmäßig werden in den unterschiedlichen Bereichen der Deutschen Bahn AG Notfallübungen geplant und durchgeführt. U.a. auf Bahnhöfen oder wie im Wartburgkreis am und im Förthaer Tunnel.
Erstmals gab es nun eine Übung am neuen Erfurter Hauptbahnhof.

Ausgangslage: Angenommen wurde ein Brand in der Empfangshalle des Hauptbahnhofes. Betroffen sind auch ein Aufzug und die Treppenaufgänge. Reisende können nicht mehr durch die Empfangshalle das Gebäude verlassen. Die Sprinkleranlage ist gerade in Wartung, starker Rauch breitet sich überall aus, kaum Sicht. Großalarm für die Feuerwehren und den Rettungsdienst.

Gegen 1.30 Uhr löst die Brandmeldeanlage aus. Ein durchdringendes Geräusch in der gesamten Bahnhofshalle, laufend automatische Durchsagen. Die noch geöffneten Läden schließen und die Mitarbeiter wollen die Halle verlassen. Rauch (bei der Übung war es starker Nebel) überall, rund 40 Statisten (als Reisende) irren umher, stürzen, haben Panik.

Die Rettungsleitstelle und die Bahnleitstellen werden alarmiert (durch Meldeanlage). Feuerwehren werden in Marsch gesetzt. Es sind die Freiwilligen Wehren von Erfurt-Mitte und Süd (Übungsverlauf: es wurde angenommen, die Berufsfeuerwehr Erfurt ist in einem anderen Einsatz).

Zum Einsatz kommen 136 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, der SEG Rettung Erfurt, der Bundespolizei und der Landespolizei. Der Notfallmanager der Bahn ist schnell vor Ort und die Einsatzleitung hat Sabine Henkel von der BF Erfurt.

Zunächst macht sich ein Trupp in die Halle und beginnt mit den Löscharbeiten, dabei werden zahlreiche Personen gefunden. Die Rettung dieser beginnt. Sie werden über festgelegte Fluchtwege, auch über Gleise und die Lärmschutzwand, gerettet. 15 sind verletzt, zwei in der Mobilität eingeschränkt. Die Wasserversorgung im Bahnhof fällt aus, über lange Schlauchstrecken wird nun gefördert.

In der Zwischenzeit wird vor dem Bahnhof ein Verletztensammelplatz eingerichtet.
Nach anfänglichem üblichen Chaos, läuft nun der Rettungsverlauf planmäßig ab. Gegen 3 Uhr ist die Übung vor Ort beendet. In den Wehren und beim Rettungsdienst wird die Bereitschaft wieder hergestellt.

Fazit: Das Zusammenwirken der unterschiedlichen Organisationen hat geklappt. Feuerwehr, Rettungskräfte, Bundespolizei, Landespolizei, Erfurter Verkehrsbetriebe und Deutsche Bahn arbeiteten entsprechend ihrer Aufträge. Überprüft wurde gleichzeitig die Wirksamkeit von Rettungsplänen und Konzepten.
Diese Fakten werden in der Auswertung der Übung beachtet. Ein Dank ging an die ehrenamtlichen Helfern der Feuerwehr und der Rettungsorganisationen die professionell helfen konnten.

Rainer Beichler |

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