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OB-Grüße zu den Feiertagen und zum Jahreswechsel

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Wartburgstadt Eisenach,

beim Rückblick auf das ablaufende Jahr zeigt sich für uns in Eisenach, dass wir trotz der schwierigen Finanzsituation Erfolg hatten und gut vorangekommen sind.
Leider ist die finanzielle Ausstattung der Stadt weiterhin angespannt. Manches Notwendige und Wünschenswerte konnte nicht sofort umgesetzt werden. Es ist aber gewiss auch kein Schönreden, wenn wir zufrieden auf das gemeinsam Erreichte blicken und zuversichtlich sind. Wir hatten 2008 viele Gelegenheiten dies zu zeigen. Von den Großereignissen bleibt sicherlich das Stadtfest „20 Jahre Städtepartnerschaft mit Marburg“ in guter Erinnerung. Zudem haben wir im 15. Jahr der Städtepartnerschaft mit Skanderborg den Vertrag erneuert und mit Sàrospatak in Ungarn eine neue Städtepartnerschaft hinzu gewonnen.

Unter dem Motto „Eisenach – die Wartburgstadt glänzte schon immer durch Musik“ hatten wir neben den Telemann-Tagen und dem Sängerkriegsfestival viele weitere Veranstaltungen wie die regelmäßigen Konzerte der Mitteldeutschen Barock Compagney oder die Konzerte auf der Wartburg mit denen wir an die Erfolge des Elisabethjahres angeknüpft haben.

Aber es gibt nicht nur positive Nachrichten. Wir alle waren bestürzt, als Anfang des Jahres im Wartburgkreis ein Kind an Vernachlässigung starb. So etwas darf nicht passieren. Zudem gibt es auch in unserer Stadt zu viele Kinder, die in Armut leben. Hier sind wir als Gemeinschaft gefordert, aus Solidarität. Denn Kinder sind unser wichtigstes Gut. Wir wollen diese Herausforderung mit mehr Chancengleichheit und vor allem mehr Bildung annehmen.

Unsere Prioritäten sind klar.

1. Mehr Ausbildungsplätze.
2. Die Erweiterung der Berufsakademie – der Beginn der Baumaßnahme war hier ein wichtiger Schritt. Wir hoffen, dass das neue Gebäude mit Laborräumen und einer Mensa bereits zum nächsten Herbstsemester fertig gestellt sein wird.
3. der Neubau der Berufsschule sowie
4. die Sanierung unserer Schulgebäude.

Allein schaffen wir das nicht. Ich strebe deshalb einen überparteilichen Konsens für private Investitionen oder PPP-Modelle an.

Sicher, die Finanzsituation in Eisenach ist angespannt und wir können nicht alle Projekte verwirklichen, die wir uns vornehmen. Daran Schuld ist vor allem die Landespolitik, die zentrale Orte finanziell nicht ausreichend unterstützt. Deshalb brauchen wir langfristig eine Gebiets- und Funktionalreform.
Eisenach ist auch trotz der Krise der Automobilbranche gut aufgestellt, hat sich als Wirtschaftsstandort im letzten Jahr gut entwickelt: die Zahl der Arbeitslosen ist im November auf 9,7 Prozent gesunken und Unternehmen wie beispielsweise „NK-Autoteile“ investierten hier am Standort. Daneben gibt es neue Firmen wie die „Mueller Building Automation“, die sich hier ansiedeln. Daher hoffe ich, dass wir den Auswirkungen der globalen Finanzkrise gewachsen sind.

Das Bauprojekt „Tor zur Stadt“ in der Bahnhofstraße wurde weiter entwickelt. Es wird den Standort Eisenach attraktiver machen und die hohe Kaufkraft am Ort binden.
Gleichzeitig wurde ein Parkraumkonzept aufgestellt, dass in den nächsten Jahren schrittweise realisiert wird.

Eisenach ist einer der wichtigsten Industriestandorte in Thüringen und eben auch ein wichtiger kultureller Standort: für Thüringen und für Deutschland und mit internationaler Ausrichtung.
Eisenach ist eine Kulturstadt in der Natur. Deshalb werden wir verstärkt Kultur- und Städtetouristen anwerben und dem alles unterordnen. Unser Vorteil muss gestärkt werden. Wir werden auch im Jahr 2009 die Zusammenarbeit mit dem Wartburgkreis im Bereich Tourismus fortsetzen.

Weite Teile des Thüringer Museums wurden im letzten Jahr aufgewertet. Das Schloß bekam eine neue Fassade und erstmals konnte der Rokokosaal wieder für ein Konzert genutzt werden. Ich hoffe, dass die Eisenacher Museen unsere Innenstadt beleben werden – die Sanierung war erst der Anfang.

Und ich freue mich über viele weitere, große und kleine Erfolge des vergangenen Jahres. Ich weiß, dass diese Fortschritte Eisenach noch lebenswerter machen.
Das ehrenamtliche Engagement unser Eisenacher Bürger ist vorbildlich und trug erheblich zum Erfolg des vergangenen Jahres in vielen Bereichen bei. Dazu gehört auch der Einsatz für Demokratie und Menschenwürde. Mit Wutha-Farnroda zusammen wurden durch das Bundesprogramm „Jugend für Demokratie, Vielfalt und Toleranz, gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ viele zusätzliche und nachhaltige Projekte realisiert.

Auch im neuen Jahr wird unsere Arbeit durch knappe finanzielle Mittel geprägt sein. Das erfordert zum einen, Prioritäten zu setzen und zum anderen, sich auch auf eigene Tugenden zu besinnen.
Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle bei all denen bedanken, die sich im Jahr 2008 für unsere Stadt und ihre Bürgerschaft eingesetzt haben: den Mitgliedern des Stadtrates und der Ortschaftsräte, den Ortsbürgermeistern ebenso wie den Kirchen, Hilfs- und Rettungs-Organisationen, den Parteien und Wählervereinigungen, vor allem auch den Vereinen, Verbänden sowie allen ehrenamtlich Tätigen – besonders denjenigen, die sich fernab von der Öffentlichkeit engagieren.

Ich wünsche allen Eisenacherinnen und Eisenachern zusammen mit ihren Familien, Freunden und Bekannten frohe und gesegnete Weihnachten, erholsame Feiertage sowie ein erfolgreiches, friedliches und gesundes neues Jahr 2009!

Rainer Beichler | | Quelle:

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