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Point-Alpha-Preis für Lech Walesa

Am Sonntag nahm Landtagspräsidentin Birgit Diezel (CDU) an der Verleihung des Point-Alpha-Preises an den ehemaligen Staatspräsidenten der Republik Polen, Lech Walesa, teil. Der Ex-Gewerkschaftsführer und so genannte «Vater» der polnischen Arbeitervertretung Solidarnoœæ wurde für seine Verdienste um die Einheit Deutschlands und Europas geehrt.

Landtagspräsidentin Diezel schätzt den Mut und die Entschlossenheit des Friedensnobelpreisträgers in den 1980er Jahren innerhalb eines diktatorischen Systems: «Als Vorreiter des Umbruchs in verschiedenen Staaten der früheren sowjetischen Einflusszone nahm er auch persönliche Widrigkeiten in Kauf. Selbst angesichts des bestehenden Kriegsrechts 1981 in der damaligen Volksrepublik Polen behielt er seinen kritischen Standpunkt.»

Diezel weiter: «Die Ehrung des mutigen Freiheitskämpfers steht in diesem Jahr auch mit denjenigen in einer Reihe, die bei Volksaufständen in der DDR 1953 sowie in Polen und Ungarn 1956 unerschrocken dem jeweiligen kommunistischen Regime entgegentraten. Gerade an der ehemaligen innerdeutschen Grenze wird deutlich, wie entfernt die damaligen Lebenswelten der europäischen Staaten voneinander waren und wie nah sie sich heute sind.»

Der mit 25000 Euro dotierte Preis ist nach dem einstigen US-Stützpunkt «Point Alpha» an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen benannt. Dort wurde er am Sonntag, einen Tag vor dem 60. Gedenktag anlässlich des Volksaufstands in der DDR vom 17. Juni 1953, vergeben. Die Festrede hielt Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert. Vor der Verleihung nahm Lech Walesa an einem katholischen Gottesdienst in der Geisaer Stadtpfarrkirche teil.

Der Point-Alpha-Preis ist eine renommierte Auszeichnung, die u.a. bereits an Helmut Kohl, Michail Gorbatschow und George Bush sen. vergeben wurde. Die Veranstaltung wurde durch ein Begleitprogramm mit Symposien und weiteren Gästen aus Polen flankiert. Dabei trafen Teilnehmer der Aufstände von 1956 in Poznañ und Gdañsk (1970) mit Zeitzeugen des 17. Juni 1953 zusammen.

Foto: ©Landtag

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Rainer Beichler | | Quelle:

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