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 | Bildquelle: ©May & Co Wohn- und Gewerbebauten GmbH; Planungsbüro Klaus Plumenbaum; Beyer-Schubert Architekten

Beschreibung:
Bildquelle: ©May & Co Wohn- und Gewerbebauten GmbH; Planungsbüro Klaus Plumenbaum; Beyer-Schubert Architekten

Projekt „Tor zur Stadt“ geht weiter: Eisenacher Stadtrat stimmt Investorenkonzept zu

Der Eisenacher Stadtrat hat gestern (28. April) seine Zustimmung zum Investitionskonzept der May-Gruppe für das Projekt „Tor zur Stadt“ gegeben. 28 Mitglieder stimmten für das Konzept, vier enthielten sich. Damit ist der Weg frei, damit die Stadtverwaltung den Bebauungsplan anpassen kann und Baurecht schaffen kann.

Die aus Schleswig-Holstein stammende May-Gruppe wird als Investor auf dem Gelände in der Bahnhofstraße ein SB-Warenhaus (4000 Quadratmeter Verkaufsraumfläche), ein Fachmarkt mit rund 1500 Quadratmetern im Erdgeschoss und 1500 Quadratmetern im 1. Obergeschoss sowie einen Fachmarkt mit zirka 1000 Quadratmetern Verkaufsraumfläche bauen. Hinzu kommen Gastronomieflächen – rund 400 Quadratmeter. Zum Projekt gehören außerdem Parkflächen mit zirka 450 Stellplätzen sowie ein Hotel mit 125 Zimmern und eine Multifunktionshalle inklusive Veranstaltungssaal.

„Wir arbeiten jetzt mit Hochdruck daran, den Bebauungsplan entsprechend auf Grundlage des Konzeptes fortzuführen. Wir werden alle Voraussetzungen dafür schaffen, dass das Konzept der May-Gruppe baulich-räumlich umgesetzt werden kann“, so Oberbürgermeisterin Katja Wolf.

Alle Informationen sowie die Entwurfszeichnungen zum Großprojekt „Tor zur Stadt“ sind auf der städtischen Internetseite „www.eisenach.de“ nachzulesen: Rubrik „Tor zur Stadt“.

Lisa H. | | Quelle:

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  • Christian

    Nun kommt er doch, wie gewünscht, der sozialistische Neubau mit kapitalistischem Nutzen. Die Verkaufsfläche sollte wohl mit Absicht immer noch die Verkaufsfläche aller kleinerer Läden der Karlstraße übersteigen? Wie auch immer, ich hoffe die Eisenacher werden Ihrer schönen Innenstadt treu bleiben und diesen Verkaufsklotz nicht einer schönen alten Einkaufsstraße vorziehen. Dennoch werden wohl Auswirkungen auf die bereits angeschlagene Innenstadt nicht ausbleiben. Schade.

    • Nachdenker

      Wenn man ehrlich ist, es war die letzte Möglichkeit an diesem Punkt etwas zu bauen. Über Qualität kann man immer sehr vortrefflich streiten! Würde man jetzt nicht einen Kompromiss eingehen, dass Loch würde über weitere Jahre die Stadt zieren. Und kein real denkender Mensch hat sich bisher der Illusion hingegeben, dass an dieser Stelle eine historische Gründerzeitbebauung neu erstehen wird. Auch wenn es sicher recht gut aussehen würde. Bauprojekte müssen sich rechnen, sonst werden diese nicht durchgeführt. Oder aber es gibt so hohe Förderungen, dass es sich dann auch wieder rechnet. Ursächlich an der gesamten Misere ist doch die absolut falsche Herangehensweise seit Anfang der 90 iger Jahre. Hätte man in der damaligen Zeit ein „ordentliches“ Konzept erarbeitet, die Bürger mit einbezogen, Fördermitteltöpfe angezapft…: Ja dann hätte man an dieser Stelle wirklich etwas „Qualitätsvolles“ für Generationen bauen können. Nun werden wir mit einem Kompromiss leben müssen, dieser ist aber schon bedeutend verschmerzlicher, als die bisherigen Konzepte. Ein Tipp an „Alle“ die noch immer meckern: Zukünftig rechtzeitig agieren und die Weichenstellungen beeinflussen!!!

      • Christian

        Wissen Sie, mit Kompromissen ist es manchmal so wie auf einem Basar, wenn der Händler einen viel zu hohen Preis angibt und heruntergehandelt werden will. Am Ende fühlt sich der Käufer toll wenn er weniger zahlt und der Händler hat sein Geschäft wie geplant gemacht.
        Die Frage ist doch, wem nutzt das Projekt? Etwa dem Bürger, der kritisch unterversorgt ist? Dem Erhalt der Innenstadt? Dem Geldbeutel der Stadt Eisenach? Langfristig?
        Die Architektur ist doch nur ein Nebenschauplatz des Ganzen, zeigt aber auf, wo die Prioritäten liegen.
        Es ging zudem nicht darum, das schlimme unbebaute Grundstück irgendwie zu bebauen, im Ursprung stand sogar mal der Gedanke die Eisenacher Innenstadt zu kräftigen und zu beleben. Nachdem dabei Investoren Geld rochen wurde erst nach einem geeigneten Grundstück gesucht und das Projekt möglichst groß angesetzt. Die ersten Gutachten zeigen hier schon auf, dass die Innenstadt als Konkurrenz gesehen wird.
        Und wie hätte man das Ganze denn vorher noch mehr beeinflussen können, welche Position muss man dafür inne haben? Bundeskanzler? Ich glaube es hatten einfach Alle „keinen Bock“ mehr sich weiter damit auseinander zu setzen, wozu auch …

        • Herr Christian,

          waren sie eigentlich bei der letzten Einwohnerversammlung (13.April 2015), als dieses Projekt vorgestellt wurde? Waren Sie in der Planerwerkstadt, als man Bürger der Stadt seine Wünsche und Vorstellung einbringen konnte?

          Wenn nicht wird es schwierig, denn nur zu nörgeln egal was da nun getan wird ist nicht fair, diese Löcher haben die Nikolaivorstadt in Eisenach lang genug geschädigt.

          Was jetzt entsteht ist nicht nur ein Kompromiss, es ist der beste Kompromiss den man machen konnte. Es entsteht ein Fachmarkt mit drei Märkten, – Lebensmittel, Drogerie und Textil. Also Läden wo Mensch nicht flaniert sondern nur schell mal das kauft was er braucht. Die Läden in der Innenstadt werden dadurch nicht belastet. Das ergaben die Redebeiträge des Gewerbevereins.

          Jetzt können wir nur hoffen, das dort angefangen wird zu bauen um das Hotel mit Kongresshalle sowie das Fachmaktzentrum schnell fertigt wird um nicht 2017 zum Lutherjahr noch immer eine Baustelle am Tor der Stadt zu haben.

          • Christian

            Nö. Aber muss ich das, müssen offensichtliche Dinge in die Hände der Bürger gelegt werden weil der besser plant? Zu wem muss ich bitte fair sein? Kritik ist nicht immer fair und verspricht auch nie, dies zu sein.
            Ich kann dieses Schönreden einfach nicht ertragen, jeder weiß doch was los ist.
            Sie wissen schon, was ein SB-Warenhaus ist? „Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Supermarkt finden sich zudem häufig weitläufige Non-Food-Abteilungen mit Bekleidung, Spielzeug, Sportartikeln, Elektronik, usw.“ (Quelle: Wikipedia) Ein Drogeriemarkt zielt darauf die Kundschaft des DM und Müller in der Innenstadt abzugreifen und ein großer Textilmarkt zielt darauf, junge Leute aus der Innenstadt ziehen. Egal wie man es sieht, es kann gar nicht sein dass die Innenstadt nicht belastet wird.
            Es ist doch ganz einfach, die Kaufkraft der Bürger ändert sich nicht -wird eher schwächer wegen dem Bevölkerungsrückgang – die Kaufkraft verteilt sich somit nur. Das heißt: entweder ein großes Center oder viele kleine Läden. Selbst wenn die Läden der Innenstadt diese Konkurrenz verkraften, die Entwicklung neuer Läden in der Innenstadt wird deutlich ausgebremst bzw. kommt zum Erliegen, was für mich schon eine starke Belastung darstellt, jedoch wohl nicht jedem offensichtlich ist. 1c Lagen sind doch jetzt schon von Lehrstand geprägt. Und durch was werden solche Center meist ersetzt – richtig, neue Center. Bis das soweit ist gibt es ja bestimmt endlich Platz in der Innenstadt für neue Bebauungen.

          • vigilando ascendimus

            ;-) So eine Großbaustelle zum Lutherjahr wäre eigentlich gar nicht so schlecht. Zum Lutherjahr kommen die Touristen so oder so. Die Baustelle macht sie dann neugierig, wie es fertig aussieht. Die Neugierde lässt sie dann in den kommenden Jahren wiederkommen; wie in Berlin ;-)

          • Ortsteilbewohner

            vigilando, glauben sie ernsthaft, dass auch nur irgendein Mensch seine Urlaubsplanung 2017 danach ausrichtet, dass Luther 500 Jahre vorher die Reformation angezettelt hat? Wer Eisenach sehen will, hätte es in den letzten 500 Jahren auch so getan. Ich glaube erst an die von allen vorhergesagten Touristenströme zum Lutherjubiläum, wenn sie wirklich da sind.

  • Gisela Rexrodt

    Der Vorsitzende des Gewerbevereins, Herr Jo West, hat eine Lobrede dazu im Stadtrat gehalten und auch die Mitglieder der Planerwerkstatt fanden alles prima. Da will man doch nicht mehr der Störer des Friedens und Dauernörgler sein.

  • vigilando ascendimus

    Den Architekturpreis wird Eisenach für sein neues „Tor“ wohl nicht bekommen. Da gab es in der Vergangenheit schon schönere Entwürfe. Aber mit Farbe und der ein oder anderen Nachbesserung en detail kann man noch viel machen. Schauen wir mal, wie es fertig aussieht. Schöner als das „Loch“ zur Stadt wird es allemal.

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