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 | Bildquelle: Stadt Eisenach

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Bildquelle: Stadt Eisenach

Projekt „Willkommensklassen“ startet in Eisenach

In dieser Woche wurde in Eisenach das Projekt „Willkommensklassen“ für ausländische Schülerinnen und Schüler gestartet. Sie können in den extra eingerichteten Willkommensklassen die deutsche Sprache intensiv erlernen. Auch Kenntnisse über die deutsche Kultur und Lebensweise hier werden vermittelt.

Oberbürgermeisterin Katja Wolf begleitete gestern den Start des Projektes.

Das Lernen der deutschen Sprache ist ein wichtiger Schritt für die Schülerinnen und Schüler, damit wir miteinander sprechen, uns verstehen und uns kennen lernen können, sagt Oberbürgermeisterin Katja Wolf. Ich bin sicher, dass mit den Willkommensklassen für die Kinder und Jugendlichen die Chancen auf Bildung und für eine Integration deutlich erhöht werden.

Das Angebot richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche der 5. bis 10. Klassen der Eisenacher Schulen. Rund 35 Schülerinnen und Schüler aus der Eisenacher Gemeinschaftsschule „Oststadtschule“ und den staatlichen Regelschulen „Goetheschule“, „Wartburgschule“ und „Geschwister-Scholl-Schule“ haben sich bereits für die Willkommensklassen angemeldet.

Der Unterricht wird in der Volkshochschule Eisenach stattfinden. In voraussichtlich drei Gruppen werden die Kinder und Jugendlichen von montags bis donnerstags, jeweils an den Vormittagen, von zwei ausgebildeten Pädagoginnen unterrichtet. Die beiden Fachlehrerinnen hatten sich auf die Stellenausschreibung des Staatlichen Schulamtes beworben. Als Fachlehrerinnen für Deutsch und auch mit Auslandserfahrungen werden sie den Schülern „Deutsch als Fremdsprache“ vermitteln. Der Sprachunterricht ist Teil des regulären Schulunterrichts an den einzelnen Schulen, der nachmittags und freitags weiter für die Schüler an ihrer Stammschule obligatorisch ist.

Die Lehrer müssen sehr flexibel arbeiten, denn die Schülerinnen und Schüler sprechen bis zu 15 verschiedene Sprachen und haben auch einen unterschiedlichen Bildungsstand,

erklärte Kerstin Lüder, die Direktorin der Eisenacher Gemeinschaftsschule, aus der allein 15 Kinder und Jugendliche in den Willkommensklassen lernen.

Initiiert hat das Projekt „Willkommensklassen“ das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. Den Schulamtsbezirken wurden entsprechende Stellen für zusätzliche Lehrkräfte zugeteilt. Der Schulamtsbereich Westthüringen, zu dem Eisenach gehört, kann danach 8,75 Vollzeitstellen besetzen. Davon erhielt die Wartburgstadt 1,5 Stellen mit insgesamt 39 Unterrichtsstunden pro Woche. Neben der Einstellung von Fachlehrern unterstützt das Land auch die Beschaffung von Unterrichtsmaterial.

Für die organisatorische Vorbereitung und die Realisierung des Projektes in Eisenach arbeiteten die Eisenacher Gemeinschaftsschule und die Regelschulen, das Staatliche Schulamt, die städtische Schulverwaltung und die Volkshochschule eng zusammen. Neben der Raumplanung galt es, die Anmeldungen der Schüler zu koordinieren, die Arbeitsmaterialien zu besorgen und auch die Ausstattung der Unterrichtsräume zu sichern. Für die Schulen bedeutete es außerdem, die Stundenpläne anzupassen, damit der Sprachunterricht integriert funktioniert.

Andrea T. | | Quelle:

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  • besorgter Eisenacher

    Respekt, Frau Wolf. Solche Angebiote sind richtig und wichtig, um den hier gestrandeten Jugendlichen eine Perspektive und Integration zu bieten. So kann man vermeiden, dass sie anfällig für Kriminalität und Radikalisierung werden.

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