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Foto: lomingen - Fotolia.com

Rücksichtnahme ist Trumpf

Die ersten Sonnenstrahlen locken die Menschen wieder zahlreich in Gärten und Wälder. Leider sind damit auch immer wieder Konflikte verbunden, die sich mit gutem Willen und Rücksichtnahme vermeiden lassen: rund um die Kleingartenanlagen entwickeln sich im Wald wieder Grünschnittdeponien. Das Forstamt weist darauf hin, dass verrottende, oft gärende und fäulnisbildende Gartenabfälle Boden und Grundwasser mit Nitrat belasten. In Billigzierpflanzen befinden sich Pestizidrückstände, die das Ökosystem belasten. Gebietsfremde Pflanzen wie Japanknöterich oder Bärenklau verdrängen die heimische Flora. Wildschweine werden von diesen Komposthaufen angelockt, was regelmäßig zu Problemen in Stadtnähe führt. Die „billige“ Entsorgung des Einzelnen führt zur teuren Beräumung auf Kosten des Steuerzahlers.

Hundehalter werden gebeten, Ihre Hunde im Wald anzuleinen, so wie es das Waldgesetz fordert. Hundehalter sollten akzeptieren, dass andere Waldbesucher vor Hunden Respekt oder sogar Angst haben. Wildtiere werden in Kürze ihre Jungen setzen, auch daher sollten die Hunde nicht im Wald streunen. Einige Wildschweine haben bereits ihre Frischlinge geworfen. „Hunde, die mit führenden Bachen in Kontakt kommen, können schmerzhafte Erfahrungen machen, die manchmal sogar tödlich enden,“ gibt Forstamtsleiter Ansgar Pape zu bedenken.

Eine Bitte an die Reiter lautet, nicht querfeldein zu reiten. In Eisenach ist leider zu beobachten, dass in jüngster Zeit die frisch sanierte Wichmannpromenade von Reitern frequentiert wird. Es handelt sich um keinen Reitweg und die Schotterbauweise ist nicht für den Huftritt ausgelegt. Die Promenade sollte für den Deutschen Wandertag in einem einwandfreien Zustand bleiben.

Leider häufen sich in jüngster Zeit Beschwerden über rücksichtslose Mountainbiker. Mit dem Radsportverein Eisenach pflegt das Forstamt eine sehr konstruktive Zusammenarbeit und möchte die an sich sinnvolle Freizeitnutzung unterstützen. Waldflächen wurden für die Trainingsarbeit an den Verein verpachtet, das Enduro-Rennen im Einvernehmen geplant und genehmigt.

Steffen E. | | Quelle:

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