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Rund 4,5 Millionen Besucher am Tag des offenen Denkmals

Rund 4,5 Millionen Menschen zog der Tag des offenen Denkmals am Sonntag an. Weit mehr als 7500 historische Bauten, Parks und archäologische Stätten waren in ganz Deutschland geöffnet. Das teilt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als bundesweite Koordinatorin der Aktion mit.

Die Besucher konnten eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert erleben. Unter dem Motto „Romantik, Realismus, Revolution – Das 19. Jahrhundert“ stand eine Zeit des politischen und gesellschaftlichen Wandels und des technischen Fortschritts im Blickpunkt. Denkmaleigentümer, Restauratoren, Architekten und Denkmalpfleger zeigten die bauliche Vielgestaltigkeit des 19. Jahrhunderts. Geöffnet waren Industrieanlagen, Arbeiterwohnquartiere, Fabrikantenvillen, Kirchen, Bahnhöfe, Brückenbauten oder Schul- und Verwaltungsgebäude dieser Zeit.

In Eisenach wurde der Tag im Eisenacher Theater eröffnet. Dort sprachen OB Matthias Doht, Erwin Meusel vom Ortskuratorium der Stiftung. Prof. Dr. Stückrad (Südstadtverein) übergab dem OB eine Dokumentation zum Eisenacher Südviertel. Musiziert haben die Kinder Gustav Fichtner, Isabella Unger und Frederik Hentrich.

Vielfältig waren auch in diesem Jahr die Veranstaltungen. Verschiedene Gebäude waren erstmals der Öffentlichkeit wieder zugänglich. Da gab es einem Blick in das Sudhaus der Eisenacher Brauerei.

Geröstet wurden in der Alten Malzmühle. Seit 1945 schnupperte man frischen Kaffee in der Mälzerei.

Die Eisenacher Freunde des Automobilbau-Museums luden zu einem Vereinsfest ein. Es gab Stadtführungen, die neuen Räume des Stadtschlosses waren zu sehen. Die einstige Forstlehranstalt war geöffnet und auch einige Schulen konnte man besichtigen.

Wie immer war der Zuspruch in Wilhelmstahl groß. Auch in den Eisenacher Ortsteilen gab es viel zu bewundern

Das Wetter meinte es ebenfalls gut mit dem Tag. Erst gegen Abend kam der große Regen und das Unwetter zog über Eisenach. So fiel der Rundgang auf dem Friedhof fast ins Wasser.

Für die Kinder gab es im Eisenacher Schloss und der Alten Posthalterei ein buntes Programm.

Dr. Rosemarie Wilcken, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, sagte anlässlich der Eröffnungsfeier in der Trierer Konstantin-Basilika zur Situation der Denkmalpflege in Deutschland: „Zugleich ist der Denkmaltag eine Aufforderung an die Politik, nicht in dem Bemühen nachzulassen, unsere Denkmäler in Stadt und Land zu schützen. Eine Kürzung der städtebaulichen Förderung durch den Bund wäre jetzt das falsche Signal.“

Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals bundesweit. Die Bonner Stiftung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Sie setzt sich mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit und der Bereitstellung finanzieller Mittel seit 1985 für den Erhalt bedrohter Baudenkmäler in Deutschland ein. Seitdem konnte sie mit mehr als 460 Millionen Euro über 3800 Denkmäler vor dem Verfall retten helfen.

Rainer Beichler |

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