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Bildquelle: Stadt Eisenach

Sanierung der Wartburgschule

Nach Dachsanierung Zusatzarbeiten im 2. Obergeschoss erforderlich

Die Sanierungsarbeiten im Gebäude der „Wartburgschule“ (6. Staatliche Regelschule) in der Wilhelm-Pieck-Straße laufen seit Anfang August. In den letzten acht Wochen wurden in allen Räumen, die zum Sanieren vorgesehen sind, die alten Fußböden aus- und der neue Fußbodenuntergrund eingebaut. Dabei handelt es sich um Gussasphalt, der in zwei Schichten eingebracht wurde.

Trotz dieses ungeplanten Mehraufwandes liegen wir bei diesen Arbeiten gut im Zeitplan,

sagt Oberbürgermeisterin Katja Wolf, die sich gestern über den aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten informierte. Auch das Dach des Schulgebäudes ist fertig saniert. Hierfür hatten bereits im Juni die Arbeiten begonnen und sind jetzt bis auf wenige Restarbeiten abgeschlossen.

Die Dachsanierung gestaltete sich jedoch schwieriger als erwartet und führten durch den erforderlichen Technikeinsatz zu starken Erschütterungen. Während dieser Arbeiten am Dach lösten sich dann in mehreren Räumen im 2. Obergeschoss (Dachgeschoss) an den Decken größere Putzstücken. Da zu befürchten war, dass weitere Deckenputzteile herabstürzen, mussten hier die geplanten Arbeiten unterbrochen werden. Jetzt muss in den Unterrichtsräumen im Dachgeschoss der Putz komplett von den Decken entfernt werden. Danach erfolgt die Sanierung der Betonbalkendecke.

Das bedeutet, dass die Wartburgschule wahrscheinlich im Januar 2016 noch nicht wieder in ihr Haus in der Wilhelm-Pieck-Straße einziehen kann. Erst wenn der Deckenputz im Dachgeschoss entfernt ist – voraussichtlich Ende Oktober nach den Herbstferien – kann konkret gesagt werden, welchen Mehraufwand und welchen Zeitverzug diese nicht vorhersehbaren Schäden zusätzlich erfordern.
In den Räumen im Keller, Erdgeschoss und 1. Obergeschoss gehen die Arbeiten planmäßig weiter. Der Fußbodenbelag ist zu verlegen sowie Trockenbauer und Maler haben noch zu tun. Geplant ist, dass die Räume in diesen Etagen schnellstmöglich fertig saniert werden, um zumindest dort den Wiedereinzug vorzubereiten.

Ein Teilumzug in die dann nutzbaren Räume im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss soll nach Abstimmung mit der Schulleiterin Monika Baier nicht erfolgen, sagt Katja Wolf. Ich kann gut verstehen, dass Lehrer und Schüler nach der Übergangslösung in der Peterbergschule nicht noch mal auf eine Baustelle, sondern gerne in die komplett fertig sanierte Schule umziehen möchten.

Am Erfolg der Sanierungsarbeiten gibt es keinen Zweifel mehr. Das belegt eine Kontrollmessung im Raum 119, die nach dem Entfernen des belasteten Fußbodens vorgenommen wurde. Die Messwerte in der Raumluft lagen deutlich unter dem Richtwert.

Im Gebäude der Wartburgschule in der Wilhelm-Pieck-Straße waren 2014 in verschiedenen Räumen so hohe Werte von Naphthalin und naphthalinähnlichen Verbindungen gemessen worden, dass das Schulgebäude geräumt werden musste. Die Schule zog im Oktober 2014 in ein Ausweichquartier in der Eisenacher Oststadt.

Die Arbeiten in der Wilhelm-Pieck-Straße erfolgen gemäß des im Frühjahr vorgestellten Sanierungskonzeptes der Firma Pöyry Deutschland GmbH. Demnach werden insgesamt die 52 Räume saniert, in denen sich Schüler oder Lehrer dauerhaft oder über längere Zeit aufhalten. Für die übrigen Sanitär- und Lagerräume sind separate Lüftungen vorgesehen, aber kein Austausch der Fußböden.

Für die Sanierung der Wartburgschule sind derzeit Gesamtkosten in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro veranschlagt. Im Haushalt 2014 wurden davon bereits 600.000 Euro bereitgestellt, um mit den ersten Sanierungsmaßnahmen beginnen zu können (Trockenlegung im Kellerbereich und Dachsanierung). Die weiteren für die Sanierung erforderlichen Haushaltsmittel sind im Vermögenshaushalt 2015 eingeplant.

Foto: Mario Arndt (MA Hochbauabteilung), Bolko Schumann (Leiter Amt für Tiefbau und Grünflächen), OB Katja Wolf (v.l.)

Stadt Eisenach

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Andrea T. | | Quelle:

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  • Nachdenker

    Man mag wirklich hoffen, ein „fähiger“ Anwalt kann den zuständigen Planern, Architekten, Baufirmen die ersichtlichen Fehler nachweisen um diese Personen finanziell zur Rechenschaft zu ziehen. Es ist unerträglich wenn man die immer neue entdeckten Mängel betrachtet! Zukünftig sollten nur Planer und Fachfirmen für solche Projekte gewählt werden, die auch diesbezügliche „mängelfreie“ Referenzen vorlegen können.

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