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Sanierung Wartburgstadion: Das Machbare ist das Gebot der Stunde!

Das Konjunkturpaket der CDU/SPD-Bundesregierung macht es möglich, die längst überfällige Sanierung des Eisenacher Wartburgstadions zu realisieren. Damit kann die Stadtpolitik die Zusage einhalten, nach dem zum Schmuckkästchen gewordenen Sport- und Freizeitbad «aquaplex», das beispielsweise mit vielfältigen Veranstaltungen in den Saunabereich lockt, nun eine Sanierung und Umbau des Wartburgstadions zu vollziehen. Aus eigener Kraft und mit Fördermitteln des Landes Thüringen wäre dies bei dem leeren Stadtsäckel derzeit kaum möglich gewesen. Infolge von Mindereinnahmen bei den Gewerbesteuern (um etwa 45 %) und Mehrausgaben für Sozialleistungen (ca. 12 %) klafft aktuell ein Mehr-Millionen-Loch im städtischen Haushalt.
Erst ein gemeinsamer Vorstoß von Eisenachs Oberbürgermeister Matthias Doht (SPD) mit den Landtagsabgeordneten Heiko Gentzel (SPD) und Christian Köckert (CDU) auf Landesebene wegen der Bereitstellung eigener finanzieller Mittel ermöglichte grünes Licht für die Umbaumaßnahme!
Damit wird der Sportkomplex Katzenaue (um den Eisenach nicht wenige beneiden!) in seiner Vielfalt an einem Ort weiter aufgewertet. Seit 1990 ringe ich als Mitglied des Eisenacher Stadtrates um diesen Sportkomplex; oftmals mit Ungeduld, weil mir die Umsetzung mancher dringend erforderlichen Veränderung (Freibad) einfach zu lange dauerte. Ich bin froh, dass der Eisenacher Stadtrat nun mit großer Mehrheit (bei einigen Enthaltungen aus der Fraktion «Die Linke») dem geschnürten Konjunkturpaket zugestimmt hat, und mit diesem Paket den Weg für die Generalsanierung/Umbau des Wartburgstadion freigemacht hat.
Kommunalpolitik, ganz besonders in Eisenach, auch angesichts eines hohen Investitionsstaus in den Schulen, ist kein Wunschkonzert. Das hat der Ausschuss für Schuler und Sport auch während seiner öffentlichen Tagungen im Wartburgstadion im Beisein von Vertretern der Sportvereine immer wieder unterstrichen.

Zum Wartburgstadion: Das Machbare ist das Gebot der Stunde, kein unerfüllbarer Forderungskatalog! Ich selbst stehe bezüglich des Wartburgstadion seit vielen Jahren in stetigem Kontakt zu unmittelbar betroffenen Sportlern und Trainern. Endlich soll die museumsreife Aschenbahn verschwinden. Wünsche, der das Stadion nutzenden Schulen und Sportler gibt es garantiert viele; die Fußballer wünschten sich bestimmt eine Rasenheizung. Durch die Bündelung von Mitteln aus mehreren Fördertöpfen sollen nun Nägel mit Köpfen gemacht werden. Konkret: 4 Einzelbahnen (Rundlaufbahnen) a 400 Meter, 6 Kurzstreckenbahnen a 100 Meter, 6 Kurzstreckenbahnen a 110 Meter Hürden, eine Speerwurfanlage, zwei Mal Hochsprung, ein Kugelstoßkreis (optional) und eine Vorbereitung für den Hammerwurf-Diskuskreis.
An der Verfeinerung der Planung an dieser Wettkampfanlage (!!) werden die Sportler natürlich eingebunden. Ihre aktive Mithilfe (bei Abbruch- oder Pflasterarbeiten) wäre bei der praktischen Umsetzung sehr wünschenswert, um die Gesamtinvestitionssumme von ca. 650000 € komplett zur Verfügung zu haben.

Bitte jetzt nicht schmollen, weil Wünsche nicht umgesetzt werden (können). Stattdessen bitte konstruktiv bei dem nun eingeschlagenen Weg mitwirken.
Eine der ersten Beratungen des neu gewählten Ausschusses des Stadtrates für Soziale Angelegenheiten, Bildung, Sport und Gesundheitswesen wird sich vor Ort, im Wartburgstadion – so werde ich es im Namen der SPD-Fraktion beantragen – mit dem Thema Wartburgstadion beschäftigen.

Rainer Beichler |

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