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Schnelles Internet für Eisenacher Ortsteile und die gesamte Kernstadt

Die Weichen für den Breitbandausbau in der Stadt Eisenach sind gestellt. Fördermittel wurden beantragt, gebaut werden soll von September 2017 bis September 2018. Ab Oktober 2018 sollen sowohl die Ortsteile als auch die Kernstadt vom Breitband profitieren.

Voraussichtlich ab Oktober 2018 wird es schnelles Internet nicht nur in der gesamten Eisenacher Kernstadt, sondern auch in den Ortsteilen geben. Das teilte Oberbürgermeisterin Katja Wolf heute (24. März) in einem Pressegespräch mit. Alle Weichen für das Großprojekt sind gestellt, die Fördermittel beantragt.

Der Breitband-Ausbau ist für uns ein wichtiger Schritt. Derzeit haben wir 1185 unterversorgte Haushalte, Liegenschaften und Gewerbetreibende. Damit sich die Region weiterentwickeln kann, brauchen wir schnelles Internet. Das ist im heutigen Zeitalter der Digitalisierung unverzichtbar und ein wichtiges Kriterium der Wettbewerbsfähigkeit der Stadt, sagte Katja Wolf.

Das Thema schnelles Internet gehört zu den wichtigsten Projekten, denen sich die Oberbürgermeisterin widmet.

Breitband gehört definitiv zu den kommunalen Aufgaben, so wie früher die Thematik der Wasserleitungen, betonte Katja Wolf.

Das Internet hat in den letzten Jahren die Art wie wir arbeiten, wie wir einkaufen, wie wir uns informieren, wie wir lernen und wie wir miteinander kommunizieren stark verändert. Dies gilt sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Umfeld. Der Einfluss auf den Wandel der Wirtschaft, aber auch der Gesellschaft ist unbestreitbar.

Wir werden als Stadt dieser veränderten Situation gerecht und engagieren uns dafür in Zusammenarbeit mit Partnern, so Katja Wolf zum Großprojekt.

Hochleistungsnetz ist das Ziel
Grundlegendes Ziel der Stadt Eisenach ist es, mithilfe des Breitbandausbaus flächendeckend zu einem Hochleistungsnetz mit mindestens 50 MBit/s bis 2018 zu kommen. Mittelfristig soll flächendeckend das Glasfasernetz ausgebaut, um den Wirtschafts- und Lebensstandort für Gewerbetreibende, Gewerbe- und Dienstleistungsansiedlungen sowie Bürger noch attraktiver zu machen. Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei rund 3,1 Millionen Euro. Unterstützung in Form von Fördermitteln erhält die Stadt vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft sowie vom Bund. Aus einem Landesföderprogramm kommen rund 1,37 Millionen Euro, die Bundesförderung beträgt ebenfalls rund 1,37 Millionen Euro. Die Stadt zahlt einen Eigenanteil in Höhe von rund 400.000 Euro.

Diese Summe finanzieren wir in Abstimmung mit dem Landesverwaltungsamt vor. Wir erwirtschaften unseren Eigenanteil allerdings nach Inbetriebnahme des Projektes wieder zurück, erklärte Katja Wolf.

Funktionieren wird das über das sogenannte Betreibermodell, für das sich die Stadt entschieden hat. Es bedeutet, dass die Stadt oder eine Eigengesellschaft der Stadt eine öffentliche Ausschreibung vorbereiten wird, die das Verpachten und Betreiben des Hochleistungsnetzes beinhalten wird.

Wir prüfen derzeit, welche städtische Gesellschaft / welches städtische Unternehmen diese Aufgabe übernehmen kann, teilte die Oberbürgermeisterin mit.

Der von Seiten der Stadt vorfinanzierte Eigenanteil soll in einem Zeitraum von sechs bis sieben Jahren in Form von Pachterlösen des Netzbetreibers wieder eingenommen werden.

Weiterer Zeitplan
Die nächsten Schritte auf dem Weg zum schnellen Internet sind klar abgesteckt. Die Stadt erwartet den positiven Bescheid über die notwendigen Fördermittel etwa im Mai 2017. Im Sommer – Juni bis August – soll das Projekt ausgeschrieben werden. Gebaut werden soll in der Zeit zwischen September 2017 und September 2018. Projektende und Startschuss für schnelles Internet in der Kernstadt und den Ortsteilen soll im Oktober 2018 sein. Damit diese Schritte zeitlich eingehalten werden können, wird die Stadt vor allem in organisatorischen Fragen von einer Fachfirma unterstützt. Die Firma K.GREENTECH GmbH aus München übernimmt diese Aufgabe.

Wir sind optimistisch, dass wir den Zeitplan einhalten. Breitband-Internet erschließt neue Märkte und Angebote. Es sorgt für wirtschaftliches Wachstum sowie neue Arbeitsplätze. Für den Verbraucher heißt das mehr Komfort. Aus diesen Gründen wollen wir die vorhandenen Lücken im Netz schnellstmöglich schließen, fasste Katja Wolf zusammen.

Hintergrundinformationen
106 Kilometer Glasfasernetz ist bereits vorhanden, 36 Kilometer Glasfaserkabel werden mithilfe von Tiefbauarbeiten neu verlegt. Die vorhandene Infrastruktur (TEAG, evb, Telekom) wird mitgenutzt, um Kosten zu sparen und Synergieeffekte zu erzielen. Im Gebiet der Stadt können rund 90 Prozent der Haushalte mit Bandbreiten von über 30 Mbit/s versorgt werden. Mithilfe von bestimmten Technologien sind in einigen Bereichen sogar Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s möglich. Zirka 10 Prozent aller Haushalte können noch nicht auf Geschwindigkeiten hochleistungsfähiger Netze zurückgreifen.

Andrea T. | | Quelle:

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