Eisenach Online

Werbung
 | Bildquelle: © Gesundheitsamt / Landratsamt Wartburgkreis

Beschreibung:
Bildquelle: © Gesundheitsamt / Landratsamt Wartburgkreis

Seelische Gesundheit macht Schule

Verrückt? Na und! Unter diesem Motto führte die Regelschule Stadtlengsfeld zwei Projekttage durch, an denen sich die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen mit dem Thema „Seelische Gesundheit“ auseinander setzen konnten.

Mit dem Projekt wollen wir noch immer bestehende Tabus brechen und die Schüler für das Thema sensibilisieren, sagt Ronny Krug, Schulsozialarbeiter an der Regelschule Stadtlengsfeld.

Das Projekt des Gesundheitsamtes Wartburgkreis hat sich genau dieses zum Ziel gesetzt. Über Gespräche zu den Themen Glück und Krisen, über Austausch und Diskussionen, sollen die Schüler die Angst verlieren, über ihre Gefühle, Nöte und Ängste zu sprechen. Sie sollen dafür sensibilisiert werden, auf sich selbst, aber auch auf andere zu achten.

Durchgeführt wurde das Projekt von drei Moderatorinnen der Regionalgruppe „Verrückt? Na und! Seelisch fit in Schule und Ausbildung“ des Wartburgkreises, unter Federführung des Gesundheitsamtes. Das Moderatorenteam hat durch Offenheit, Feingefühl und Hintergrundwissen einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Tages geleistet. Um mit den Schüler ins Gespräch zu kommen, wurden verschiedene Methoden genutzt. Eindrucksvoll war es, mit den Schüler über ihre Stars aus Film, Musik, Sport und dem Internet zu sprechen. Die Schüler zeigten sich sichtlich überrascht, wie viele ihrer Idole mit seelischen Problemen zu kämpfen haben. In den Medien bekommen wir das aber nicht zu sehen. Dass auch sie an psychischen Krankheiten, wie Depression oder Zwangsstörungen leiden, bleibt für uns unsichtbar und wird vom Licht der Scheinwerfer überblendet.

Den Abschluss des Tages bildete eine Diskussionsrunde, bei der ein Gast, der eine seelische Krise gemeistert hat, seine Geschichte erzählt. Die Schüler hatten nun die Möglichkeit, Fragen zur Krankheit, zur Behandlung oder zu seinen Gefühlen zu stellen. Besonders in diesem Teil war die Spannung auf einem Höhepunkt – alle hörten konzentriert zu und stellten Fragen.

Dieses Projekt sollte jedes Jahr an unserer Schule angeboten werden, meinte eine Schülerin im Anschluss an den Projekttag.

Auch die Klassenlehrerinnen waren begeistert, „Verrückt? Na und!“ an ihrer Schule zu Gast zu haben. Andrea Rothamel, Klassenlehrerin und Beratungslehrerin der Regelschule Stadtlengsfeld meinte:

Nachdem wir in den vergangenen Jahren nicht die Mittel aufbringen konnten, um „Verrückt? Na und!“ an unserer Schule durchführen zu können, bin ich froh, dass es in diesem Jahr geklappt hat.

Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der Projekttag nun kostenfrei angeboten wird.

Ich denke, dass es den Schülern eine Menge gebracht hat und hoffe, dass sie ihre Furcht abgelegt haben und sich Hilfe suchen, sollten sie einmal in eine solche Situation geraten, so Andrea Rothamel.

Andrea T. | | Quelle:

Werbung

Die Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft und sofern sie unseren Richtlinien entsprechen, freigegeben.

Top