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Sommergewinn und Frühlingsbeginn am 21. März

Am 21. März ist Frühlingsbeginn – und dafür, dass der Winter spätestens zu diesem Datum endgültig ausgespielt hat, wird vor allem in Eisenach gesorgt. Hier findet am Samstag, 21. März das größte Frühlingsfest Deutschlands statt, der Sommergewinn. Dieses Fest findet seinen traditionellen Höhepunkt in einem Streitgespräch zwischen der strahlenden Frau Sunna (Sonne) und dem eisiggrauen Winter. Der sinkt am Ende besiegt zu Boden, wird in Form einer Strohpuppe endgültig verbrannt und dann kann es Frühling werden. Es steht auch 2009 fest, er hat keine Chance.
Nur im letzten Jahr gab es einen Versuch mit Sturmböen, da wurde der Festzug um eine Woche verschoben. Noch heute dankt Zunftmeister Torsten Doht allen Beteiligten für ihr Engagement.

Rund um dieses berühmte Fest, das ehrenamtlich von der Sommergewinnszunft organisiert wird, gibt es viele Angebote – von den Sommergewinns-Vorabenden (Kommersche) über die Festwoche mit dem Rummelplatz bis hin zu Gottesdiensten.

Die Vorbereitungen im Domizil der Zunft in der Eisenacher Gargasse laufen auf Hochtouren. Vor allem für den Festzug am 21. März, ab 14 Uhr, wird hier emsig gearbeitet. Schließlich werden fast 1000 Menschen in 42 Laufgruppen, 31 Wagen (Pferdegespanne), 22 Reiter, eine Fahrradgruppe und acht Kutschen/Kremser sowie zehn Kapellen an dem Zug durch die Innenstadt teilnehmen.

Motto: „Steine und ihre Geschichte“
Das Motto des Festumzugs zum Sommergewinn lautet in diesem Jahr „Steine und ihre Geschichte“. Der Zug besteht aus insgesamt über 100 Einzelteilen. Auf den themenbezogenen Wagen werden berühmte und sagenträchtige Steine aus der Region und ihre Geschichte zu sehen sein. Die Wagen im Thementeil befassen sich mit „Heerleins Grab“, mit dem Velsbachstein, dem Poststein im Mosewald und dem Hellwigs-Denkmal bei Wutha. Der Wagen dieses Steines wird von Truppen in preußischen und napoleonischen Uniformen (dargestellt vom Schützenverein Eisenach und der „Arbeitsgemeinschaft 1806 Jena“) begleitet.
Als Besonderheiten werden in diesem Teil des Festzugs eine echte Groß-Steinschleuder mit einem Ochsengespann zu sehen sein. Das „Treffurter Spinnrad“ – ebenfalls ein Gedenkstein – wird begleitet von einer Gruppe des Heimatvereins Treffurt, die „Wilde Sau“ und der „Bäckerstein“ werden ebenfalls ihre Geschichten erzählen.
Alles über die historischen Gedenksteine in Eisenach und Umgebung wird natürlich auch in der Festschrift nachzulesen sein, die Ende Februar erscheint.
Auch im traditionellen Teil des Festzugs, der sich um die Jahreszeiten, um Bräuche und um den bevorstehenden Frühling ranken, gibt es Neuerungen: So wird eine Gruppe von 15 Pyrenäenberghunden erstmals im Zug zu sehen sein und hier den winterlichen Teil bereichern. Örtliche Mitglieder des Pyrenäenberghunde-Clubs Deutschland bringen sich so erstmals zum Sommergewinn mit ein.

So werden die Festwagen in der Gargasse nun jeden Abend aufgebaut. Neu wird der Wagen des Winters gestaltet. Auch die Tischler des tbz-Wilhelmsthal sind aktiv beim Bau dabei, in den Werkstätten Wilhemsthal entstehen zwei Festwagenteile.

Bauarbeiten in der Johannisstraße: Festzugsstrecke leicht geändert
Wegen der Teil-Sanierung der Johannisstraße verläuft die Festzugsstrecke am 21. März folgendermaßen: Adam-Opel-Straße (Aufstellung des Zuges), Kasseler Straße, Frankfurter Straße, Ehrensteig (Stiegk), Katharinenstraße, Georgenstraße, Hinter der Mauer, Sophienstraße, Nikolaistraße, Karlsplatz, Johannisstraße, Löberstraße, Kleine Löbergasse, Johannisplatz, Schmelzerstraße, Markt, Georgenstraße, Hospitalstraße (dort Auflösung des Festzuges). Am Kaufhaus „Schwager biegt der Zug, der vom Karlsplatz her kommt, also nicht wie bisher rechts ab, sondern fährt über die Löberstraße und die kleine Löbergasse zum Johannisplatz. Auch wird in diesem Jahr wieder die Schmelzerstraße statt der Goldschmiedenstraße genutzt.

Rainer Beichler |

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