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Stadt-Umland-Planung: Eisenach und Gera tauschen Erfahrungen aus

„Interkommunale Zusammenarbeit“ ist die Antwort auf einen immer stärker werdenden Wettbewerb der Regionen. Dazu haben sich in Thüringen bereits mehrere Kommunale Arbeitsgemeinschaften gegründet, in denen unterschiedliche Kommunen zusammen arbeiten und gemeinsame, auf die jeweilige Region abgestimmte Zielsetzungen für die weitere Entwicklung erarbeiten. Beispielgebend für die Zusammenarbeit einer zentral bedeutsamen Stadt mit ihren Umlandgemeinden ist die Kommunale Arbeitsgemeinschaft „Region Gera“. Die Präsentation der ersten Ergebnisse dieser Arbeitsgemeinschaft Anfang Juli in Wünschendorf/Elster nutzte Baudezernentin Gisela Rexrodt zum Erfahrungsaustausch.

Eisenach hat mit den Gemeinden des Umlandes in ersten Gesprächsrunden über die Erarbeitung eines gemeinsamen Entwicklungskonzeptes diskutiert. Darüber berichtet die Baudezernentin während des Erfahrungsaustausches. Unter dem Aspekt des Bevölkerungsrückgangs und der damit verbundenen Ausdünnung der sozialen und technischen Infrastruktur wird es besonders wichtig angesehen, zwischen der Stadt Eisenach und ihrem Umland eine abgestimmte Entwicklungs- und Anpassungsstrategie zu entwickeln. Die Sicherung der Funktions- und Leistungsfähigkeit der Stadt und der Region sollte im Interesse aller Beteiligten liegen. Eine Vorstudie zu einem solchen Strategiepapier wurde bereits im Mai in Auftrag gegeben. Sie soll konkrete Angaben zu Inhalt, Aufgabenstellung und Handlungsfeldern aufzeigen, um für das Untersuchungsgebiet eine effiziente Bearbeitung und anschließende Umsetzung zu sichern.

Für die Eisenacher war es interessant, dass in der Region Gera die Kommunalen Arbeitsgemeinschaften aus dem Umland auf die Stadt Gera zugegangen sind und eine intensivere Zusammenarbeit anregten.
Zur Region gehören die Stadt Gera und die separaten Kommunalen Arbeitsgemeinschaften „Elstertal“ und „Wismutregion“ mit ihren Gemeinden sowie die Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal. Insgesamt wollen dort die Vertreter von ca. 164000 Einwohnern gemeinsam durch gezielte Zusammenarbeit die regionale Handlungskompetenz stärken. Als nächster Schritt ist die Gründung eines Zweckverbandes der Stadt Gera mit den Umlandgemeinden geplant. Dieser Zweckverband soll zuerst ein gemeinsames regionales Gewerbeflächenmanagement und -marketing auf den Weg bringen und dann schrittweise viele weitere Aufgaben übernehmen.

Rainer Beichler | | Quelle:

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