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Stadt würdigt ehrenamtliches Engagement:
Auszeichnungen an Personen und Projekte vergeben

Mit einer großen Festveranstaltung in den Räumen der Hörselberg-Werkstatt würdigte die Stadt Eisenach am Freitag, 5. Dezember, das Engagement und die Einsatzbereitschaft von ehrenamtlich Tätigen. Aus der Hand des Oberbürgermeisters Matthias Doht erhielten acht Eisenacherinnen und Eisenacher die „Urkunde der Stadt zur Würdigung ehrenamtlichen Engagements“ und eine Erinnerungsmedaille.
Ausgezeichnet wurden außerdem drei Projekte, die in besonderem Maße ehrenamtliches Engagement dokumentieren, Menschen für das Ehrenamt gewinnen oder motivieren, Menschen bei der Ausübung des Ehrenamtes unterstützen sowie neue Formen des Ehrenamtes entwickeln.
Für diese Projekte gab es jeweils 1000 Euro Preisgeld.
Zwei weitere Projekte erhielten den mit je 500 Euro dotierten Sonderpreis der Stadt Eisenach.
Ausgewählt worden waren die geehrten Personen und Projekte aus einer Vielzahl von Vorschlägen, die nach einem öffentlich Aufruf eingegangen waren. Der Ehrenamts-Beirat sichtete diese Vorschläge und gab der Stadtverwaltung eine entsprechende Empfehlung.

Urkunde der Stadt Eisenach zur Würdigung ehrenamtlichen Engagements und Erinnerungsmedaille

Dr. Waltraud Müller – Soroptimist International
Dr. Waltraud Müller gründete 1995 in Eisenach den Serviceclub „Soroptimist International“. In ihm engagieren sich derzeit 26 berufstätige Frauen für soziale Projekte. Großen Wert legt Frau Dr. Müller auf die Kontaktpflege zu den weltweiten Clubs der Soroptimisten. Durch diesen intensiven Austausch bringt sie Eisenach immer wieder ins Gespräch.
Stellvertretend für das Engagement von Frau Dr. Müller und der Soroptimisten können folgende Projekte genannt werden:
Schulranzen – Aktion, Lesekiste für die Bibliothek, Weihnachtspäckchen – Aktion für Bedürftige, Anschaffung einer Pflegewanne für Behinderte.
Des weiteren übernahm sie persönlich die Förderung einer begabten Musikschülerin über mehrere Jahre und finanzierte Nachhilfeunterricht für sozial schwache Kinder.

Ingeborg Franze – Volkssolidarität
Seit fast 20 Jahren gehört Ingeborg Franze zu den aktiven Mitgliedern der Ortsgruppe 3 der Volkssolidarität. Vielfältige Veranstaltungen tragen die Handschrift der ehrenamtlich tätigen Frau. Selbst gern reisend, sind ihr die Mitglieder der Ortsgruppe für die vielen erlebnisreichen Busfahrten dankbar, die sie organisiert.
Außerdem leitet Frau Franze die Wandergruppe der Volkssolidarität. Sie ist rüstig genug, um monatlich Wanderungen und Ausflüge in die nähere Umgebung zu organisieren. Dabei gelingt es Frau Franze, wandernden Senioren Mut zu machen, sich auch im Alter noch zu bewegen. Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vergessen so für einige Zeit ihre Einsamkeit und genießen das gemeinschaftliche Erlebnis.

Joachim Thurau
Die meisten Eisenacher kennen Joachim Thurau als Fotografen, der immer die Menschen ins rechte Licht setzt. Doch Joachim Thurau hat noch eine andere Passion. Als gebürtiger Eisenacher ist er fest mit den Traditionen des Automobilbaus verwurzelt. So ist es nicht verwunderlich, dass er viel Zeit und Energie dafür verwendet Oldtimer- und Dixi-Treffen in Eisenach zu organisieren. Diese Treffen finden nicht nur bei Einheimischen großen Zuspruch, auch Touristen sind von den Oldtimern fasziniert. Somit erhöht Joachim Thuraus persönliche Leidenschaft für alte Autos auch den touristischen und kulturellen Wert unserer Stadt.
Thurau ist Mitglied im Rotary-Club Eisenach und unterstützt Projekte, die sich beispielsweise um sozial benachteiligte Kinder kümmern.

Manfred Kaiser
Manfred Kaiser ist seit dem 12.04.1990 im Rennsteigverein 1896, Ortsgruppe Hörschel – Eisenach e.V. aktiv. Seit Jahrzehnten fotografiert er die Region um Hörschel und schreibt Berichte zur Chronik. In diesem Zusammenhang sammelt er Informationen, Fotos, Bilder, Ansichtskarten aber auch Geschichten, die mit dem Ortsteil Hörschel in Verbindung gebracht werden.
Im Jahre 2007 beging der Ortsteil Hörschel sein 1075-jähriges Bestehen. Monatelang recherchierte Kaiser. So entstand am Ende eine beeindruckende Ausstellung, die sich großer Beliebtheit nicht nur bei den Einwohnern von Hörschel erfreute.
Nicht nur als Ortschronist, sondern auch als Wanderführer im Rennsteigverein ist er immer die führende Kraft, und somit anerkannt und beliebt.

Bettina Fröhlich
Bettina Fröhlich ist Gründungsmitglied der Freien Turnerschaft 1990 Eisenach e.V.. Sie begann 1990 als Übungsleiterin mit einer kleinen Gruppe von Turnerinnen und Turnern und trug durch ihre Motivation und ihr Engagement dazu bei, Kinder und Jugendliche für den Sport zu begeistern.
Nachdem das Interesse an Aerobic als Freizeitsport stark gestiegen war, hat der Verein eine zweite Trainingsgruppe geschaffen, die seitdem von Bettina Fröhlich geleitet wird. Im Verlaufe der Zeit sind noch zwei Basketballgruppen unter ihrer Regie hinzugekommen. Damit ist Bettina Fröhlich zu einer tragenden Säule als Übungsleiterin in der Freien Turnerschaft geworden.
Neben ihrer Übungsleitertätigkeit ist sie auch an der Durchführung von Wettkämpfen im Turnen, bei Kreissportfesten und den Ranglistenwettkämpfen der Sportaerobic beteiligt.

Peter Weiland
Der traditionelle Wartburglauf findet seit 29 Jahren jährlich im Herbst in Eisenach statt und hat sich im Kalender vieler Lauffreunde fest etabliert. Organisiert wird diese Veranstaltung seit Beginn von Peter Weiland. Er ist für die Kennzeichnung der Strecke verantwortlich, gewinnt Sponsoren, betreut die Sportler und noch vieles mehr.
Um die Tradition des Wartburglaufs in Eisenach fortzusetzen, wird seit einigen Jahren der Bambini-Lauf ausgetragen. In Kooperation mit der Kinderbürgermeisterin nehmen Kindergarten- und Grundschulkinder an einem Rundlauf durch die Wandelhalle teil. Dabei steht der Spaß und die Freude an der Bewegung im Vordergrund.

Jens Löber
Jens Löber ist stellvertretender Chorleiter des Männergesangsvereins 1902 e.V. im Eisenacher Ortsteil Neuenhof. Der Männergesangsverein blickt auf eine fast 100-jährige Tradition zurück, bei der die Pflege und Darbietung deutschen Liedgutes im Vordergrund steht. Das umfangreiche Repertoire wird bei Sängerfesten, Auftritten zu Veranstaltungen des Ortschaftsrates und der örtlichen Vereine und der Kirchgemeinde deutlich. Der Männergesangsverein ist ein fester Bestandteil im Vereinsleben des Ortsteils Neuenhof.
Seine Kenntnisse und Fertigkeiten erwarb sich Löber in einem mehrmonatigen Chorleiter-Seminar, welches ausschließlich am Wochenende stattfand. Dank des Engagements fiel bislang keine Chorprobe oder ein Auftritt aus. Gleichzeitig tritt er auch als Solist im Chor auf, wodurch die Qualität der Auftritte wesentlich verbessert werden konnte.

Helmut Einbrodt
Helmut Einbrodt ist Mitbegründer des Ziergeflügel- und Exotenvereins Eisenach e.V. Er ist seit 65 Jahren aktiver Vogelzüchter. Trotz seines hohen Alters (90 Jahre) ist er immer noch ein begeisterter Vogelzüchter. Bei den regelmäßig stattfindenden Ausstellungen ist er für die Gestaltung der Finken-Vitrinen verantwortlich.

Ehrenamtspreis der Stadt Eisenach 2006

Eine Welt-Verein Eisenach e.V.
Im Jahr 1998 wurde der „Eine Welt-Verein Eisenach e.V.“ mit 28 Mitgliedern gegründet. Ziel des Vereins ist die Verständigung zwischen den Kulturen und den Gedanken des fairen Handels in den Köpfen der Menschen zu verankern.
Durch das Angebot an Waren aus Fairem Handel im Weltladen in der Goldschmiedenstrasse erhöht der Verein die Attraktivität der Innenstadt und vermittelt gleichzeitig auf unaufdringliche Weise den Gedanken der Einen Welt. Insbesondere durch den Verkauf des Elisabeth-Kaffees im Elisabethjahr 2007 konnte der Eine-Welt-Verein dazu beitragen, dass sich der Gedanke des fairen Handels bei vielen Menschen etabliert hat. Und der Elisabeth-Kaffee erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Der Laden wird ausschließlich von den Mitgliedern des Vereins ehrenamtlich geführt.
Für Aus- und Fortbildung seiner Mitglieder und die Gewinnung neuer Mitglieder erhält der Eine Welt Verein den Ehrenamtspreis der Stadt Eisenach 2008.

Theaterjugendclub im theaterpädagogischen Zentrum
Seit dem Jahr 2006 gibt es in Eisenach den Theaterjugendclub, der unter der Leitung des theaterpädagogischen Zentrums Angebote in der kulturellen Jugendarbeit entwickelt und verwirklicht. Ziel ist es junge Menschen an Kunst und Kultur durch eigenes Erleben heran zuführen.
Mit der Umstrukturierung des Landestheaters im August 2008 mussten neue Wege gefunden werden, um den eingeschlagenen Weg fortsetzen zu können. Unter der Trägerschaft des Stadtjugendringes begannen die beiden Theaterpädagogen Timo Bamberger und Marcus Coenen ein neues Domizil für Proben, Workshops und Aufführungen zu finden. Nur durch ihr Engagement ist es gelungen, das theaterpädagogische Zentrum weiter zu erhalten.
Die praktische und inhaltliche Arbeit gestaltet sich in der Theaterwerkstatt, in der Theaterspielkiste und Theaterschule. Die Aufführungen werden mit Jugendlichen bestritten, die allesamt ehrenamtlich tätig sind.

Tanzkreis des CVJM Eisenach e.V.
Der Tanzkreis des CVJM Eisenach e.V. besteht seit 1996 in Eisenach. Jeden Donnerstagnachmittag treffen sich 20 junge Menschen, die Freude an Gemeinschaft und Tanzen haben. Dabei geht es nicht um Wettbewerbe, sondern um gemeinsame Auftritt und die Freude am Bewegen. Regelmäßige Auftritte im St. Georg-Klinikum bringen Kranken und einsamen Menschen Freude und Abwechslung. Diesen ehrenamtlichen Dienst genießen die Teilnehmer ganz besonders gern, da sie dort ihre Freude vermitteln können.
Der Tanzkreis des CVJM ist aber auch sonst in unserer Stadt ein gern gesehener Partner, wenn es um die Mitwirkung und Ausgestaltung von Kinderfesten und anderen Veranstaltungen geht. Die Gruppe ist eine qualitative und wertvolle Tanzgruppe, in der Freundschaften, Werte und gemeinsame Perspektiven gelebt werden.
Für sein Engagement und die Unterstützung erhält der Tanzkreis des CVJM den Ehrenamtspreis 2008.

Sonderpreis der Stadt Eisenach

IG Geologie und Mineralogie
Die Interessengemeinschaft Geologie und Mineralogie begeht 2008 ihr 55-jähriges Bestehen. Zur Zeit sind 28 Mitglieder aktiv, die Interessengebiete der einzelnen Mitglieder sind sehr unterschiedlich. Das Sammeln von Mineralen und Fossilien hat bei den meisten Interessenten Vorrang.
Inhaltliche Schwerpunkte, welche die Mitglieder setzen, sind zum Beispiel die Geotoppflege und der Geotopschutz. Gegenwärtig ist die Gruppe mit der Dokumentation der geologischen Aufschlüsse entlang der Neubautrasse der Autobahn A4 beschäftigt.
Die Betreuung geologischer Aufschlüsse und geschützter Geotope sowie eine breite Öffentlichkeitsarbeit zum Geotopschutz erfolgen in Verbindung mit den unteren Naturschutzbehörden und unter Anleitung durch Fachgeologen.
Eine wichtige Aufgabe ist die Gewinnung und Begeisterung von jungen Menschen für heimatliche Geologie. Dies erfolgt in zahlreichen Schülerprojekten sowie mithilfe von Gruppenführungen zu Geotopen der näheren Umgebung.
Überzeugen kann sich derzeit jeder von den Aktivitäten der Gruppe, in dem er mal wieder dem Lutherhaus einen Besuch abstattet. Dort wird die Ausstellung „Dr. Martin Luther und der Bergbau“ gezeigt und man kann sich beispielsweise über die Förderung und Fördertechniken von Kupferschiefer im 16. Jahrhundert informieren.
Für ihr langjähriges Wirken in der Stadt Eisenach erhält die Interessengemeinschaft Geologie und Mineralogie den Sonderpreis der Stadt Eisenach.

Jazzclub Eisenach e.V.
Der Jazzclub Eisenach begeht an der Schwelle des Jahres 2009 seine 50-jährige Existenz. Im Januar 1959 von einer handvoll Enthusiasten um den Wegbereiter Manfred Blume gegründet, verschrieb sich der Eisenacher Jazzclub der Verbreitung einer Musik, die zwei Jahrzehnte vorher noch den Stempel „entartet“ trug und in der Zeit des sogenannten „kalten Krieges“ ebenso wenig erwünscht war.
Inzwischen haben drei Generationen ehrenamtlich und engagiert tätiger Musikliebhaber einen Status internationaler Anerkennung erreicht, Eisenach ist längst eine gute Adresse in Sachen Jazz.
Eine Bilanz vereint markante Daten: in fünfzig Jahren rund 2000 Konzerte, Ausstellungen, Vorträge und Filmabende organisiert; geht man dabei von einem Besucherdurchschnitt von 100 Besuchern aus, hätte der Jazzclub rund 200000 Besucher mit seinem Anliegen erreicht; die Vereinsentwicklung ist eine stetige und versammelt gegenwärtig rund 200 Mitglieder unter dem Dach des Industriedenkmals „Alte Mälzerei“, dessen Erhalt und Umnutzung sich der Jazzclub seit nunmehr zwanzig Jahren erfolgreich auf die Fahnen geschrieben hat.
Eben dort plant der Jazzclub 2009 eine kleine Ausstellung zu seiner fünfzigjährigen turbulenten Geschichte. Fünfzig Konzerte runden die Aktivitäten des Jubiläumsjahres 2009 ab.
Der Jazzclub erhält für sein langjähriges und besonderes Engagement den Sonderpreis der Stadt Eisenach.

Rainer Beichler | | Quelle:

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