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Stadtverwaltung legt erstmals einen Energiebericht vor

Einen Energiebericht hat erstmals die Stadtverwaltung Eisenach erstellt. Darin werden alle Aspekte des Energie- und Ressourcenverbrauchs der Verwaltung untersucht – beispielsweise die Energiebilanz städtischer Gebäude oder der Papierverbrauch.

Der Stadtrat hat die Verwaltung beauftragt, einen Energiebericht zu erstellen. Ziel des Berichtes ist es, öffentliche Gebäude hinsichtlich ihres Energieverbrauchs zu untersuchen und darauf aufbauend Empfehlungen zu geben, wie Energie und damit Kosten gespart werden können. Aber auch weitere Aspekte wie der städtische Fuhrpark oder der Papierverbrauch werden in dem Bericht analysiert. Überdies enthält der Bericht einen Blick auf die Nutzung erneuerbarer Energien.
Erstellt wurde das Papier vom Referenten für Bauen, Verkehr und Umwelt, Ralf Päsler.

Anhand positiver Beispiele verdeutlicht der Bericht, dass die Stadt Eisenach in Sachen Energieeinsparung und damit für den Klimaschutz schon einiges getan hat: so wurde die Jakobschule (Grundschule) in der Karl-Marx-Straße umfassend saniert und dabei auch auf eine deutliche Verbesserung der Energiebilanz des Gebäudes geachtet. Die Stadtwerke nahmen am Umweltmanagement-System „Ökoprofit“ teil mit dem Ziel, ihren Ressourcenverbrauch zu optimieren, um ein weiteres Beispiel zu nennen.
Dass hier künftig noch mehr getan werden muss zeigen die folgenden Daten: Für öffentliche Gebäude gilt ein Verbrauchswert von weniger als 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/ m²a – der Niedrigenergiestandard liegt bei 30 bis 60 kWh/m²a) und Jahr als akzeptabel. Diesen Wert unterschreiten nur fünf städtische Gebäude. Elf Gebäude weisen Werte bis zu 180 kWh/m²a auf – hier herrscht deutlicher Handlungsbedarf. Bei 21 Gebäuden liegen die Werte gar über 180 kWh/m²a, so dass akut gehandelt werden sollte.

Die Nebenkosten für Energie und Wasser in städtischen Liegenschaften belaufen sich pro Jahr auf bis zu 2,4 Millionen Euro. Das Einsparpotential wird auf bis zu 40 Prozent geschätzt – also rund eine Million Euro pro Jahr. Dieses Ziel könnte in zehn Jahren erreicht werden. Allerdings sind dafür auch Investitionen nötig.

Energetische Sanierungsmaßnahmen städtischer Gebäude stehen auf der Prioritätenliste ganz oben, gefolgt von der weiteren Reduzierung des Elektro-Energieverbrauchs – auch mit Blick auf die Straßenbeleuchtung – sowie die Reduzierung des Wasserverbrauches durch den Einsatz von Wasserspartechnik. Im Energiebericht gibt es hierzu weitere Empfehlungen.
Der Bericht, der auch dem Stadtrat vorgelegt wurde, soll zeigen, dass Energiesparen, ein effektiverer Einsatz von Energie und der Ausbau erneuerbarer Energien möglich und sinnvoll sind und sich auf Dauer auch rechnen.
Der Energiebericht als wichtiges Instrument der Energieeinsparung sowie der Haushaltskonsolidierung soll jährlich fortgeschrieben werden.

Der Energiebericht steht auch im Internet bereit unter www.eisenach.de, Bereich „Bürgerservice“, Menüpunkt „Klimaschutz“. Erhältlich ist er außerdem beim Referenten für Bauen, Verkehr und Umwelt, Ralf Päsler, Markt 22, Tel. 670-526.

Rainer Beichler | | Quelle:

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