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Standseilbahn zur Wartburg

Es ist kein Aprilscherz, die Wartburg plant eine Standseilbahn zur Wartburg. Der Stiftungsrat habe dieser bereits zugestimmt und die Fördermittel dazu seien schon beantragt. Erst dann könne man mit der konkreten Planung beginnen. Rund fünf Millionen Euro soll die Bahn kosten. Damit werde eine große Forderung gegenüber der Wartburg abgebaut – die Barrierefreiheit muss auf der Burg gesichert werden. Und unter dieser Prämisse wurde das Geld auch beantragt. Neben der Bahn werden weitere Verbesserungen für die behinderten Besucher in der Burg realisiert.
Die Standseilbahn vom Parkplatz Schleife bis zur Schanze rollt auf Schienen. Eine Kabine wird die 430 Meter und 70 Meter Höhenunterschied bewältigen. Rund sieben Minuten sind für eine Fahrt geplant (mit Ein- und Aussteigen). Rund 50 Personen fasst die Kabine.
Die Strecke werde entlang des Fußweges zu Burg geführt. Eine Untertunnelung der Schanze an der Zugbrücke sei erforderlich. Die Bahn werde kaum sichtbar sein, den Anblick der Wartburg nicht verschandeln. Übrigens hatte man schon 1899 Ideen für eine Seilbahn. Mit der Bahn würden dann auch alle Versorgungsfahrten ausgeführt.
Gegenwärtig prüft eine UNESCO-Kommission die Idee der Standseilbahn, damit das Welterbe nicht gefährdet werde. In Graz oder auch bei Augustusburg verkehren solche Standseilbahnen mit Erfolg.
Gerade das österreichische Graz habe viel in Sachen Tourismus und Barrierefreiheit unternommen.
Werden die EU-Mittel bereitgestellt, könnte 2008 geplant werden und bis 2013 in Jahresscheiben gebaut werden, immerhin muss die Wartburg 25 Prozent der Kosten selbst tragen.

Rainer Beichler |

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