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Start der Haushaltsbefragung „Mobilität in Städten“ in Eisenach

Die alltägliche Mobilität der Eisenacherinnen und Eisenacher steht im Mittelpunkt einer Haushaltsbefragung, die von der Technischen Universität (TU) Dresden zum Beginn des Jahres 2018 gestartet wurde. Die Untersuchung ist Teil des Forschungsprojektes „Mobilität in Städten – SrV 2018“, das in mehr als 120 deutschen Städten und Gemeinden zeitgleich läuft. (SrV = System repräsentativer Verkehrsbefragungen). Das Projekt liefert wichtige Erkenntnisse und Grunddaten für die örtliche und regionale Verkehrsplanung.

Wir hoffen, dass viele Eisenacher an der Befragung teilnehmen. Das hilft uns, das Verkehrskonzept der Stadt mehr den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger anzupassen und letztlich auch die Verkehrsverhältnisse zu verbessern, wirbt Oberbürgermeisterin Katja Wolf für das Projekt und die Befragung.

Derzeit werden im städtischen Amt für Stadtentwicklung der Verkehrsentwicklungsplan aus dem Jahr 1994 und das Mittelfristige Verkehrskonzept für Eisenach aus dem Jahr 2002 grundlegend überarbeitet und aktualisiert. In diesem Rahmen hatte sich Eisenach für die Aufnahme in das Projekt beworben. Dies gelang über eine Kooperation mit dem Verkehrsverbund Mittelthüringen, wobei auch die Thüringer Städte Erfurt, Gera und Jena mit dabei sind.

Inhalte der Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten
Die Befragung richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger. Es geht unter anderem darum, ob und mit welchen Verkehrsmitteln sie im Alltag unterwegs sind und welche Entfernungen dabei zurückgelegt werden. Neben den Standardfragen für alle Teilnehmenden Städte und Gemeinden werden für die Eisenacher auch Spezialfragen zur Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und des Fahrrads abgefragt. Da die Voraussetzungen für die Mobilität individuell sehr unterschiedlich sein können, wird beispielsweise auch nach Führerscheinbesitz, Erreichbarkeit von Haltestellen und dem Zeitaufwand für die täglichen Wege gefragt.

Die anonymisierte Auswertung der erhobenen Daten liefert ein aktuelles Bild der stadtspezifischen Verkehrsentwicklung. Es wird ergänzt durch den Vergleich mit Städten ähnlicher Größenordnung. Die Gesamtstichprobe des Projekts von mehr als 150.000 Personen erlaubt darüber hinaus stadtübergreifende Trends zu analysieren, die von der Verkehrsplanung zu berücksichtigen sind. Hierzu gehört beispielsweise auch die allgemeine Nutzung von Carsharing-Angeboten und Elektrofahrrädern.

Ablauf für ausgewählte Haushalte
Die Befragung hat zum Jahresanfang 2018 begonnen und wird sich auf ein Jahr erstrecken. So kann auch erfasst werden, ob die Menschen während der verschiedenen Jahreszeiten unterschiedlich mobil unterwegs sind. Die rund 6000 Adressen der ausgewählten Haushalte wurden per Zufallsverfahren aus dem Einwohnermelderegister gezogen. Diese Haushalte erhalten ein Ankündigungsschreiben, das sie über die Befragung informiert und um ihre Mitwirkung bittet. Die Teilnahme ist freiwillig.

Die Erhebung wird als telefonisch-schriftliche Befragung durchgeführt. Für die komfortable Erfassung der Antworten steht am Telefon geschultes Interviewpersonal zur Verfügung. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Fragen über einen Online-Zugang im Internet zu beantworten. Auch eine Telefonhotline und ein Webchat sind eingerichtet. Die TU Dresden hat das Leipziger Institut Omnitrend GmbH mit der Befragung beauftragt. Dort werden alle Daten erfasst, anonymisiert und zur Auswertung an die TU Dresden übergeben. Die Einhaltung der Bestimmungen des Datenschutzes ist gewährleistet.

Repräsentative Daten durch aktive Mitwirkung
Die Stadt Eisenach nimmt erstmalig an dem Projekt teil und hofft, wichtige Erkenntnisse für das Mobilitätsverhalten der Eisenacher Bürgerinnen und Bürger zu erhalten.

Das als „System repräsentativer Verkehrsbefragungen“ (SrV) konzipierte Projekt wurde an der TU Dresden bereits 1972 entwickelt. Durch die regelmäßige Wiederholung dieser Untersuchung im Abstand von fünf Jahren liegen Erkenntnisse zur Verkehrsentwicklung über einen Zeithorizont von mehr als 40 Jahren vor. Sie zeigen unter anderem, dass Mobilität und Verkehr stadt- und gemeindespezifisch große Unterschiede aufweisen können. Umso wichtiger ist es, die örtliche Verkehrsplanung durch regelmäßige Aktualisierung der Datengrundlagen zu unterstützen. Weitere Bürgerbeteiligungen sind im Zusammenhang mit der Erstellung eines neuen Verkehrsentwicklungsplans vorgesehen.

Die Stadtverwaltung Eisenach und die TU Dresden bitten daher alle ausgewählten Haushalte, sich an der Befragung zu beteiligen. Jeder Haushalt steht stellvertretend für einen Teil der gesamten Bevölkerung und wird deshalb gebraucht. Nur durch die aktive Mitwirkung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger können repräsentative Daten gewonnen werden, die für eine bedarfsgerechte Verkehrsplanung unerlässlich sind. Auch Personen, die nur selten unterwegs sind, werden ausdrücklich zur Mitwirkung aufgerufen, da das Verkehrsverhalten der gesamten Wohnbevölkerung erfasst werden soll. Allen Teilnehmenden sei schon jetzt für ihre Mitwirkung herzlich gedankt.

Weiterführende Informationen sind unter http://tu-dresden.de/srv2018 zu finden. Für Rückfragen steht unter 0800 / 830 1 830 ein kostenloses Infotelefon zur Verfügung.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Felix Berg

    Das ist ja alles ganz schön und gut, aber solange eine jede Straße auch gleichzeitig als Parkplatz dient macht das alles keinen Sinn. Gerade Eisenach verschlechtert sich damit die Luft selber- hausgemacht sozusagen. Ein Motor läuft, ob er steht oder fährt, fährt er aber ist die Zeit der Luftverschmutzung geringer. Einst gab es aus diesem Grund ein Gesetz in den neuen Ländern- das Parken in Ortsdurchgangsstraßen war verboten. Ein sehr fortschrittliches Gesetz seinerzeit als das Fahrzeugaufkommen noch geringer war, man mit dem öffentlichen Verkehrsmittel zu jederzeit überall hin kommen konnte.

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