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Staubniederschlagsmessungen im Raum Gerstungen

Die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) hat im April begonnen, an drei Standorten im Raum Gerstungen Staubniederschlagsmessungen durchzuführen. Als Standorte wurden im Einvernehmen mit dem Bürgermeister drei Messorte ausgewählt. Die Staubniederschläge wurden mit Auffanggefäßen jeweils über einen Monat gesammelt und im Labor der TLUG analysiert. Gemessen wurden neben dem Staubniederschlag auch Blei (Pb), Cadmium (Cd), Arsen (As) sowie Nickel (Ni). Für diese Luftschadstoffe sind in der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) Immissionswerte (Jahresmittelwerte) zum Schutz vor erheblichen Belästigungen oder erheblichen Nachteilen sowie vor schädlichen Umwelteinwirkungen festgeschrieben.

Nach der bisherigen Messzeit von sechs Monaten zeigt es sich, dass die Immissionswerte der TA Luft an den drei Messorten sicher eingehalten werden. Der Immissionswert von 0,35 g/(m²d) für Staubniederschlag wird mit Werten von 0,06 g/(m²d) bis 0,11 g/(m²d) sicher eingehalten (Gramm pro Quadratmeter und Tag). Die Staubniederschlagswerte erreichen somit 17 % bis 31 % des TA Luft Immissionswertes.

Für Blei (Pb) im Staubniederschlag liegen die gemessenen Pb-Depositionen mit 3 µg/(m²d) bis 4 µg/(m²d) sehr deutlich unter dem Wert der TA Luft (Mikrogramm pro Quadratmeter und Tag). Dies entspricht lediglich 3 % bis 4 % des Immissionswertes. Für Arsen wurden Halbjahresmittelwerte von 0,3 µg/(m²d) bis 0,7 µg/(m²d) ermittelt. Dies sind 8 % bis 18 % des Immissionswertes der TA Luft. Für Cadmium liegen die Werte bei 0,1 µg/(m²d) bis 0,2 µg/(m²d) und somit 5 % bis 10 % des entsprechenden Immissionswertes. Ähnlich stellt sich die Situation für Nickel dar. Hier liegen die bisher ermittelten Depositionswerte bei 1,0 µg/(m²d) bis 1,6 µg/(m²d) und damit bei 7 % bis 11 % des zulässigen Immissionswertes.

Soweit dies aus den bisherigen Messungen abschätzbar ist, ist die Immissionssituation für alle drei Standorte ähnlich. Vergleichbare Immissionswerte sind auch an zwei Standorten im weiteren Umfeld im Raum Unterbreizbach festgestellt worden. Vorgesehen ist es, die Messungen über insgesamt ein Jahr durchzuführen. Nach Beendigung der Messungen im März 2008 werden die Daten zusammenfassend ausgewertet und stehen ab Mai zur Information bereit.

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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