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Storchen- und Wettercam Gerstungen ist online

Seit einiger Zeit liefert eine am Turm der Katharinenkirche befindliche Internetkamera im fünfminütigen Takt aktuelle Fotos vom Wahrzeichen Gerstungens, dem von Störchen besetzten Schlossgiebel.

Einige Hürden waren von Beginn des Jahres an zu bewältigen, um das schon länger gehegte Projekt zu realisieren. Grundlegendstes Problem war der Anbringungsort, denn bauliche Veränderungen am Schlossgebäude sollten und konnten nicht vorgenommen werden.

Lichtverhältnisse und eine mögliche Störung des Anfluges der Störche sowie der Ansicht waren zu beachten. Aufgrund der vorgegebenen örtlichen Bedingungen war nur der hiesige Kirchturm als Kamerastandort praktikabel.

Von da oben werden die Bilder zur EDV-Anlage der Bibliothek im Gerstunger Schloss und von dort ins Internet übertragen. (siehe Homepage der Gemeinde, Klick auf Storchenbild oder Button)

www.gerstungen.de

Storchen-TV in der Gerstunger Bibliothek
Die Mitarbeiterinnen der Gerstunger Bibliothek laden künftig Einheimische als auch Touristen herzlich dazu ein, zu den Öffnungszeiten Storchen-TV live zu erleben. Denn in deren Räumen besteht die Möglichkeit, an einem PC direkten «Video-Livestream» vom Storchennest zu verfolgen.

Danksagungen
Danken möchten wir vielen Bürgerinnen und Bürgern, die das Projekt mit einer kleinen Spende unterstützten.
Besonders hervorheben möchten wir vor allem aber die Stiftung Naturschutz Erfurt, welche einen Großteil der Finanzierung und damit das Vorhaben «Webcam» befürwortete. Die Stiftung fördert Maßnahmen und Bestrebungen zum Schutze der Natur und Landschaftspflege sowie das Verständnis für Natur- und Landschaftspflege in der Öffentlichkeit.
Weiterhin darf nicht versäumt werden, ein großes Lob an Elektromeister Gerhard Eisenträger, Gerstungen sowie Karl-Heinz Brack, Fa. IGV Eisenach, auszusprechen, denn die beiden Herren sorgten mit viel Mut und körperlichem Einsatz in luftiger Höhe des Kirchturms für die Installation von Elektro- und Kameratechnik.

Bestrebungen
Außer der Beobachtung des Gerstunger Storchenlebens aus Artenschutzgründen, sollen die Bilder vom Gerstunger Schlossgiebel durch Verlinkungen auf verschiedenste landes- und bundesweit bedeutsamen Internetseiten künftig den Fremdenverkehr unterstützen.

Radler und Wanderer können jetzt bei einer «Rast unter dem Storchenturm» nicht nur das interessante Werratalmuseum besuchen, sondern auch Storchen-TV in der Bibliothek sehen.

Die mit der Webcam aufgenommenen Bilder könnten künftig auch für Bildungsprojekte von Kindergärten und Schulen genutzt werden und so die Bindung an den Heimatort mit dem bunten Wappenvogel verstärken.

Der «Franzose» im Brutgeschäft»
Seit zirka drei Wochen ist unser Storchennest ständig besetzt, der «Franzose» und seine Dame bebrüten im Wechsel das Eigelege. Mit einer Brutdauer von bis zu 32 Tagen kann es nicht mehr lange bis zum Schlupf dauern. Bis jedoch das erste oder die ersten Köpfchen zu sehen sein werden, wird noch einige Zeit vergehen, denn direkte Nesteinsicht liefert unsere Kamera leider nicht. Die Beobachtung der Alt- und Jungstörche mit unserem Kamerastandort dennoch absolut gewährleistet. Aber etwas Privatsphäre sei auch den Gerstunger Adebars gegönnt.

Abgesehen davon, dass die Saison der Storchenbeobachtung nur bis Mitte/Ende August des Jahres andauert, arbeitet die Kamera natürlich ganzjährig auch als «Wettercam», die im 5 Minuten Rhythmus Bilder mit schön bewaldetem Landschaftshintergrund liefert.

Foto: ©Gerstungen

Rainer Beichler | | Quelle:

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