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Stromtrassen-Vorhaben SuedLink: Einwohner können bis 29. November Anregungen geben

Ende Oktober konnten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger bei einer Informationsveranstaltung über das geplante Vorhaben SuedLink (Gleichstromtrasse, die als Erdkabel ausgebaut werden soll) informieren. Anlass waren die Ende September durch die Netzbetreiber TenneT und TransnetBW veröffentlichen Vorschläge für die Trassenkorridore von SuedLink, von denen auch Westthüringen einschließlich der Stadt Eisenach betroffen ist.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind nun aufgerufen, sich bis zum 29. November 2016 an der SuedLink-Planung frühzeitig zu beteiligen. Die Vorhabenträger haben dafür die Möglichkeit geschaffen, über eine online-basierte Plattform Hinweise zur Optimierung der Erdkabel-Korridore einzureichen. Auf dieser Plattform kann man den vorgeschlagenen Verlauf der Erdkabel-Korridore sowie die Raumwiderstände und regionale topographische Gegebenheiten in Karten ansehen.

Die Plattform ist direkt über https://gis.ilf.com/K509/synserver?project=K509 oder über die Projekt-Webseiten http://www.suedlink.tennet.eu<http://www.tennet.eu/de/unser-netz/onshore-projekte-deutschland/suedlink/> und https://www.transnetbw.de/de/suedlink/ aufrufbar.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, sich schriftlich an der Planung zu beteiligen. Die schriftliche Stellungnahme kann über das Amt für Stadtentwicklung der Stadtverwaltung Eisenach abgegeben werden. Die Mitarbeiter leiten alle eingegangenen Stellungnahmen der Bürger gebündelt an die Vorhabenträger weiter.

Hinweisen und Einwendungen können auch direkt an die Vorhabenträger geschickt werden:

TenneTTSO GmbH
Bernecker Straße 70
95448 Bayreuth
T +49 921 507 40 5000
suedlink@tennet.eu, www.tennet.eu

TransnetBW GmbH
Pariser Platz Osloer Straße 15-17
70173 Stuttgart
T +49 711 21858 0
info@transnetbw.de, www.transnetbw.de

Andrea T. | | Quelle:

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  • Hans Klemm

    Wer sich ein wenig über den Tellerrand
    hinaus mit verschiedenen Meldungen beschäftigt, dem wird aufgefallen
    sein, dass die derzeitig immer häufiger festgestellten
    Gegenargumente zu dem geplanten Großobjekt einen bedeutenden
    „Partner“ erhalten hat, der aber eher die Ampel vorerst auf
    „Gelb“ stellt. Die Behörde ist überraschend die gleiche, die
    auch den Planungsauftrag für die umstrittene Stromtrasse von Nord
    nach Süd startete und später entscheiden wird, wo und ob überhaupt
    die Gedankengänge der beauftragten Unternehmen in die Tat umzusetzen
    sind! Sie ist die „Bundesnetzagentur“ und riet den nördlichen
    Bundesländern, bei dem Bau der Windkraftanlagen nur noch mit „halber
    Kraft“ (Gesamtleistung nicht über ca. 900 Megawatt!) zu fahren, da
    derzeitig die verschiedenen Stromnetze bereits teilweise völlig
    überlastet sind! Der überdurchschnittlich im Norden ankommende
    Strom erreicht somit oftmals gar nicht die Verbraucher, weil eine
    vorübergehende Abschaltung unumgänglich ist!

    Die Energiewende zu den „Erneuerbaren“
    ist wohl eines der wichtigsten Vorhaben der gegenwärtigen Regierung.
    Sie sieht sich allerdings mit verschiedenen Schwierigkeiten
    konfrontiert, zu denen u.a. das zügige Weiterbauen aller möglicher
    „Schmutzfänger“ in den Nachbarstaaten zu beobachten ist, wobei
    deren Regierungen beim Gewinnen von „saubereren, grünen Strom“
    auf das Verabschieden von Kohle, Gas und Oel (noch) verzichten.

    Jeder, der sich wundert, dass trotz der
    fallenden Preise bei der „Leipziger Energiebörse“ die
    Stromkosten steigen, sollte wissen, dass durch die noch beiderseitige
    parallele überdurchschnittlich hohe Förderung die ansteigende
    Differenz zu den gesetzlich festgelegten Vergütungen des alten EEG –
    Wertes auf uns Stromkunden umgelegt werden müssen!

    Durch die noch fehlende Hauptleitung zu
    den jetzt noch aktiven Atomkraftwerken im bayrischen Süden wird
    vermutlich nur ein bisher noch nicht gefundener Kompromiss herhalten
    müssen, wo auch zu dem späteren Netzbetreiber „Tenne T“ sowie
    „Transnet BW“ ergänzende Vorschläge sehr kurzfristig zu
    unterbreiten sind, um den Planern von „SuedLink“ zur richtigen
    Spur zu verhelfen, dass für alle Beteiligte irgendwann einmal
    Zufriedenheit zu registrieren ist………

    Vermutlich wird aber die gewagte und mutige Verlegung der „Monsterleitung“
    in der Praxis noch einen steinigen Weg zu überwinden haben!

  • Jäger

    Es gibt Nachbarländer in denen Familien Kwh geschenkt bekommen um die Erzeugerspitzen in D abzufangen. Der verschenkte Strom wird in D vom kleinen Endverbraucher bezahlt, analog auch die Kwh die gar nicht erst produziert werden. Fazit – Energie gehört nicht in private Hände. Solaranlagen und Windmühlen sind aber privat, Jene privaten Eigner schrieben dann auch fleißig mit am Energiegesetz. Je größer das Netz, je mehr Anlagen um so mehr wird der kleine Endverbraucher geschröpft. ( Vertragslaufzeiten) Die Energiewende ist gut , nur das Drehbuch zur Umsetzung schrieb Satan. Satan liebt zudem wie bekannt das Feuer, von daher plant man das die zu erstellende Leitung gleich ein par mal die Hauptgasleitung in Thüringen queren soll.

    • vigilando ascendimus

      Der Satan hätte einen zuende durchdachten Plan gehabt für das Scheitern der Energiewende in D gehabt! Die Politiker die die deutschen Energiewendegesetze beschlossen haben, haben aber keinen zuende durchdachten Plan.

      So wird nach Bahn, Post und Telekommunikation nun durch erzwungen Marktliberalisierung und falsche Förderpolitik auch die deutsche Energiewirtschaft in ein Chaos versetzt.

      Ist es durch diese Politik für uns preiswerter geworden? Ist die Stromversorgung heute noch sicher? Die Aktualisierung Lebensmittelbevorratungempfehlung der Bundesregierung ist nicht von Kriegsangst, sondern in erster Linie von Stromausfallangst getrieben.

      Der letzte große Stromausfall (bis zu einer Woche) war in unserer Region, ich glaube, Anfang der 1980er Jahre bei -15 bis -20 Grad Celsius.

      Man stelle sich das Szenario mal heute vor. Kein Strom, keine Heizung, eine ausfallende Trinkwasserversorgung, keine Kaufhalle, kein Geld am Automaten oder auf der Bank, EC-Karten zahlen nicht möglich etc.

      p. s. (Ich glaube als nächstes steht wohl das deutsche Autobahnnetz vor der
      Privatisierung und Diversifizierung. Mit der geplanten Maut schafft man
      jetzt die Vorarbeit. Die Autoscheibe wird bald voll von Aufklebern und
      elektronischen Mautzählern sein, wie heute schon die LKW oder die Autos
      in Italien, Slowenien, der Schweiz, Osterrreich Tschechei, Slowakei und
      Polen. Man steht heute in Europa nicht mehr vor Grenz- aber ständig vor
      Mautstationen.)

      • Jakob

        Nachdem es keinen Satan gibt, werden Ihre Horrorszenarien wohl auch nicht eintreten. Haben Sie ein wenig Gottvertrauen.

        • vigilando ascendimus

          Der liebe Gott (monoistisches Denkmodell – oder für Nichtgläubige der Kollege Selbstlauf) regelt wohl nicht alles. Um die Gefahr eines „black out“-Stromausfall zu minimieren, werden sich wohl kluge Leute schon etwas einfallen lassen müssen, um die deutsche Bürokratie zu überlisten, z. b. eine Stromtrasse bauen oder ein Speicherkraftwerk oder das ein oder andere Kohlekraftwerk für die Grundlast am Netz lassen …

          p.s. Lässt sich unser Atommüll vielleicht doch noch für die Energieversorgung verwenden und dabei vielleicht sogar ungefählicher werden, als er in irgendwelchen deutschen Gruben oder Lagerhallen (Zwischenlager) für die nächsten 100.000 Jahre ist? Stichwort Transmutation?

          Atommüll im dichtbesiedelten Deutschland unter die Erde kippen (analog des Salzlauge von K + S), nach dem Motto was man nicht sieht, ist auch nicht da, kann jedenfalls nicht die Lösung sein. Aber ich bin zuversichtlich, da wird es Lösungen geben, noch hat Deutschland und der Rest der Welt auch noch kluge Köpfe.

          p. s. Komisch, das ausgerechnet bei bei der Stromtrasse der schwarze Landrat und die rote Oberbürgermeisterin, von Bodo dem Roten ganz zu schweigen, plötzlich ihr grünens Gewissen entdecken.

          • Jakob

            Die „Transmutation“ funktioniert bisher höchstens im Labor. Bis eine derartige Idee Wirklichkeit sein könnte, muss der Atommüll irgenwo sicher verbleiben. Und so lange würde man auch besser davon ausgehen, dass Gott nicht irgendwann die geniale Superlösung vom Himmel wirft für das wahnsinnige Atommüllproblem, auf dem wir sitzen, sondern dass es weiterhin ein Wahnsinnsproblem bleibt. Auch insofern war die Entscheidung für den Atomausstieg gut.

            „Speicherkraftwerk“ – sehr gute Idee, am besten in Thüringen. Die Südlink-Trasse hier bei uns anzapfen, den Strom hier speichern und bei Bedarf wieder abgeben – und damit Steuereinnahmen für Thüringen generieren. Platz genug hätten wir. Solche Ideen würde ich mir von der Landesregierung wünschen.

            Wer die Trassenführung durch Thüringen wirklich verhindern will, der müsste das Spiel nach den vorgegebenen Spielregeln spielen. Wenn hier der Leitung etwas im Weg liegt, was nach den Zielvorgaben nicht aus dem Weg zu räumen ist, dann wird in Hessen gebaut. Oder die Thüringer würden der Planungsgesellschaft mehr ernsthafte Einwände vor die Füße werfen, als die Hessen, so dass die denken: Mit den Thüringern werden wir viel mehr Ärger und Verzögerungen haben als mit den Hessen, also bauen wir in Hessen. Dabei ginge es aber um ernsthafte Einwände. Bei ein paar Fledermäusen oder Feldhasen sagen die einfach, das unterbohren wir oder das gleichen wir wieder aus. So ein komplett bereits bestehendes Naturschutzgebiet wäre so ein Hindernis, nicht nur ein grünes Bändchen. Irgendwelche diffusen Ideen oder Planungen reichen nicht. Bin gespannt, welche Strategie die Gegner sich da noch ausdenken.

            Irgendwie scheint mir diese Planung aber auch nur halbtransparent zu sein. Jeder Laie darf sein Pünktchen in die Planungskarte eintragen und es wird schön veröffentlicht, welche Einwände es gibt. Aber wovon die bisherigen Planungen ausgehen, wo es technische Hindernisse gibt, welche Abwägungen bisher getroffen wurden etc, das habe ich bisher nicht zufriedenstellend herausgefunden. Ich seh nur, dass die Strecke durch Thüringen doch ein ordentlicher Umweg wäre. Das widerspricht dem Planungsgrundsatz der kürzest möglichen Trassenführung.

            Vielleicht gelingt es aber Südlink auch, die Kritiker – ob in Hessen, Bayern oder Thüringen davon zu überzeugen, dass so ein Stromkabelchen zwar ganz doll viel Strom transportiert, aber keine tickende Zeitbombe ist, die irgendwann explodiert. Ist das Ding erst mal unter der Erde, sieht man nicht mehr viel davon. Und Gefahren gehen auch keine von ihm aus.

          • vigilando ascendimus

            Eine der geplante Trassen (siehe Kreisjournal) wäre doch auch die ideale Linienführung für eine gebündelte B 19/B 84 neu-Straße, die der Landrat doch für sooo wichtig hält!

          • Jakob

            Südlink scheint eine Rennsteigquerung zu scheuen und möchte das Kabel deshalb westlich von Eisenach verlegen. Die B19-Planer wollen aktuell den Rennsteig östlich von EA untertunneln. Zeitlich gesehen soll mit der Kabelverlegung schon 2020 begonnen werden, während ich das ungute Gefühl habe, dass wir 2030 immer noch über die Hohe Sonne gurken werden. Insofern wird das wohl nix mit der Bündelung, so sinnvoll sie auch erscheint.

          • vigilando ascendimus

            Die B 19 Rennsteigquerung wird auch 2040 und 2050 nicht kommen. Keinen Quadratmeter dieses wunsrschönen Stückchen Deutschlands zwischen Wilhelmsthal, Mosbach, Rothenhof, Fischbach und Eichrodt darf man opfern, nur damit man 10 Minuten schneller von Erfurt nach Bad Salzungen fährt!

            Ich bin dafür, dass man Salzungen endlich wieder zum Kreis Meinigen zurückschlägt. Dort war es bis 1952 bestens augehoben. Seit dem die Stadt Salzungen zu unserem Kreis gehört, haben wir doch nur Ärger mit ihr gehabt. Vor 1993, als Eisenach noch nicht einen solchen Eingemeindungs-Größenwahn gehabt hat, sind doch Stadt und Land im Kreis Eisenach prima miteinander ausgekommen.

            Aber schon bei der Gebietsreform 1993 hatte für die damalige Landesregierung zum Ziel: „Teile und herrsche!“ Und die jetzige will erst recht vorrangig die „Mochtfroage“ (Walter Ulbricht) klären. Dabei muss es lediglich „demokratisch aussehen“ (auch frei nach Walter Ulbricht)

          • Das Gewissen

            Nach der heutigen Pressemitteilung wird die Umverlegung nun doch früher kommen, zumindest darf mit denn Planungen nun begonnen werden. Hier irrt „Bleibt wachsam“ wieder einmal, wie auch mit der Westumfahrung von Eisenach.

          • Jakob

            Südlink schreibt zum TKS 166, das an Eisenach vorbeiführen soll:
            „(…) müssen Querungen von erosionsgefährdeten und verdichtungsempfindlichen Böden, Vorranggebieten Landwirtschaft, Überschwemmungsgebieten und Wasserschutzgebieten Zone III in Kauf genommen werden. Diese Flächen erstrecken sich nahezu vollständig über den gesamten Korridor und können nicht umgangen werden.“ – FALSCH. Diese Flächen können umgangen werden, indem man auf die Auswahl dieses Korridors verzichtet.

      • Jäger

        Logisch, die geplante Maut geht jedoch dem Bund bei privatisierten Autobahnen verloren, damit sinken die Einnahmen um dem Betrag der gesenkten KFZ Steuer. Spätestens ein Jahr später wird die KFZ Steuer angehoben, nur das wir nun ein par Begünstigte Verdiener mehr haben die ihr Geld bei der deutschen Bank für Spekulationen zur Verfügung stellen können. / den letzten Stromausfall hatte Thüringen infolge eines Eisregens in den 80ern. – ende der 90er traf dies das Münsterland, für einige Wochen.

  • Jakob

    Scharfsinnig wie immer. Und sicher vollständig wissenschaftlich nachgewiesen? Mein Menschenbild ist allerdings positiver. Nach meiner Erfahrung sind die meisten unter uns guten Willens.

  • Das Gewissen

    Wem nützt denn der durchgeleitete Strom. Den Bayern. Dafür werden bei uns Durchleitungsgebühren auf den Preis aufgeschlagen. Also ab mit der Leitung nach Hessen. Das wäre doch mal eine echte Solidarität.

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