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Bildquelle: Stadtverwaltung

Tag des Baumes: OB pflanzte eine Schwarzpappel

Anlässlich des Tag des Baumes, der seit 1952 deutschlandweit alljährlich begangen wird, pflanzte Oberbürgermeister Gerhard Schneider am Dienstag auf einer Feuchtwiese im Ortsteil Madelungen einen Baum. Ausgewählt wurde dafür der Baum des Jahres 2006 – die Schwarzpappel (Populus nigra).
Unterstützt wurde der Oberbürgermeister beim Pflanzen der Pappel von der neunjährigen Jaclyn Meisel, der Tochter des Madelunger Ortsbürgermeisters. Die Schülerin der Mosewaldschule hat die Patenschaft für den jungen Baum übernommen.

Der Pflanzort in Madelungen, am Ende der Max-Kürschner-Straße, ca. 500 Meter nach dem Ortsende in Richtung Ütteroda, wurde in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde ausgewählt. Die dortige Feuchtwiese bietet dieser Baumart beste Bedingungen. Die periodischen Überschwemmungen begünstigen ebenso wie der optimale Lichteinfall das Wachstum der Schwarzpappel an dieser Stelle.

Die Schwarzpappel ist als Flussbegleiter in den gemäßigten Klimabereichen weiter Teile Europas zu finden. Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich im Süden bis nach Nordafrika und im Osten nach Asien hinein. Pappeln gehören zu den schnellstwüchsigen Baumarten der gemäßigten Breiten und können in 20 Jahren eine Höhe von 20 Metern erreichen. Die Gattung der Weidengewächse (Salicaceae) umfasst auf der nördlichen Halbkugel unter anderem 35 Pappelarten, von denen in Mitteleuropa außer der Schwarzpappel nur noch die Silberpappel (Populus alba) und die Zitterpappel (Populus tremula) zu finden sind.

In Deutschland ist die Schwarzpappel in den Roten Listen der Farn- und Blütenpflanzen bundesweit als gefährdet eingestuft. 1998 konnten nur noch etwa 2500 Altbäume gefunden werden. Das Hauptaugenmerk gilt der Sicherung der noch vorhandenen Individuen und der in ihnen enthaltenen genetischen Informationen. Zur Erhaltung der Baumart werden daher hauptsächlich die vegetative Vermehrung der Altbäume und die Anlage von sogenannten Klonsammlungen vorgenommen.
Die europaweite Gefährdung hat zu einem Netzwerk geführt, an welchem 17 europäische Länder beteiligt sind. In diesem Netzwerk werden regelmäßig Informationen ausgetauscht und Erhaltungsmaßnahmen koordiniert.

Wer Weiteres zum Baum des Jahres 2006 erfahren möchte, erhält Informationen im Verwaltungsgebäude der Stadtverwaltung, Markt 22, Aufsteller vor dem Bürgerbüro. Infomaterialien zu Bäumen liegen bis zum 29. April aus.

Rainer Beichler | | Quelle:

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