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Tag des offenen Denkmals 2008 mit viel Sehenswertem

Rund viereinhalb Millionen Besucher waren am Sonntag bei überwiegend kühlem Herbstwetter von der Küste bis zum Alpenrand in Sachen Tag des offenen Denkmals unterwegs.

Geöffnet hatten rund 7500 historische Bau- und Bodendenkmäler in mehr als 2600 Städten und Kommunen. Das teilte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als bundesweite Koordinatorin der Veranstaltung mit.

Unter dem Motto «Vergangenheit aufgedeckt – Archäologie und Bauforschung» widmete sich der Aktionstag in diesem Jahr insbesondere dem wissenschaftlichen Arbeiten in der Denkmalpflege. Archäologen machten laufende Ausgrabungen zugänglich.

In Eisenach wurde im Stadtschloss eine Ausstellung «Archäologische Funde im Umfeld des Stadtschlosses» eröffnet, da es gerade in der Region keine aktuellen Grabungen gibt.
Den Besuchern werden im Thüringer Museum originale und restaurierte Fundstücke aus Glas, Keramik und Holz vorgestellt. Alle gezeigten Exponate wurden bei Ausgrabungen im nahen Umfeld des Stadtschlosses gefunden. Die einzelnen Fundstücke sind in ihrer Art und Form meist zerbrechliche und unscheinbare Alltagsgegenstände, letzte erhaltene Spuren aus dem Besitz der einstigen Eisenacher Stadtbevölkerung. Zum Denkmaltag gab es einen Vortrag zu den Funden.

Man konnte mit dem Drachen Dietrich und der Feuerhexe auf Entdeckungstour durch Eisenacher Keller gehen. In der Predigerkirche gab es Führungen, ebenso im Automobilmuseum. Im Reuterhaus wurde Musik im Salon zu gehör gebracht und in der «Alten Mälzerei» veranstaltete man ein Gartenfest.
Auf der Wartburg hieß es «Dachsbeil, Wolf und Vogeltrage», Handwerker demonstrierten am Burgenbaupfad ihre historischen Arbeitstechniken.
An und in weiteren Denkmalen Eisenachs hatte konnten die Besucher viel Erleben und Erfahren. Geöffnet hatte auch das Atelier von Lydia Schindler (wieder Drehort für Dr. Kleist).
Die Schüler des Martin-Luther-Gymnasiums führten ihre Gäste persönlich durch das historische Gebäude.
Schon am Samstag stellte der Förderkreis zur Erhaltung Eisenachs ihr Projekt vor. Sie ließen durch Studenten der FH Erfurt – Fachbereich Steinsanierung – zwei barocke Sandsteinfiguren von der Esplanade sanieren. «Apoll» und «Diana» waren am Samstag und Sonntag im Stadtschloss zu sehen.

Für die Kinder hieß es Sonntag vor dem Marktbrunnen: Drachenbau. Unteranleitung von Museumsmitarbeiter konnte die Kinder Flugdrachen bauen.

Im Wartburgkreis konnten die Besucher bei speziellen Führungen Denkmale erleben. U.a. in Creuzburg, Treffurt (Normanstein), Bad Salzungen oder Geisa. Einen Einblick in den Dorfschulalltag zeigte das Museum in Schönau. Von den Backfrauen war wieder frischer Kuchen im Angebot und sie wiesen auf das Backhausfest am kommenden Sonntag hin.

Stand des Ortskuratoriums Eisenach im Museum

Rainer Beichler |

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