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Treffen der Seniorenbeiräte von Eisenach und Marburg

»Freunde besuchen Freunde!” so begrüßte Oberbürgermeister Matthias Doht in dieser Woche die Seniorenbeiräte aus Marburg und Eisenach im Rathaus. Die Vorsitzende des Eisenacher Seniorenbeirates, Natalie Fuckel, und ihr Marburger Amtskollege, Konrad Weihershäuser, hatten dieses erste Treffen der beiden Beiräte in Eisenach initiiert. Kontakte der beiden Gremien gibt es seit zwei Jahren. So gab es im Juni 2009 ein erstes Zusammentreffen von einigen Mitgliedern beider Beiräte in Eisenach. In diesem Jahr besuchte ein Abordnung des Eisenacher Beirats das Stadtfest »Drei Tage Marburg” der Oberstadtgemeinde.

Die Städtepartnerschaft zwischen Marburg und Eisenach lebt auf vielen Ebenen – und so waren die meisten Marburger Seniorinnen und Senioren jetzt schon zum wiederholten Mal in der Wartburgstadt. Der Seniorenbeirat hatte Verstärkung mitgebracht, denn insgesamt waren 28 Seniorinnen und Senioren aus der Partnerstadt nach Thüringen gereist.

Große und kleine Gesprächsrunden, Fotogelegenheiten, ein Spaziergang durch die Eisenacher Innenstadt und ein Besuch in der Predigerkirche des Thüringer Museums standen unter anderem auf dem Besuchs-Programm. Am Nachmittag war eine Besichtigung im Altenpflegeheim Haus »Wartburgblick” vorbereitet. Zum aktuellen Thema »Pflege im Alter” hatte der Eisenacher Seniorenbeirat den Prokurist Karsten Stüber als Referenten gewinnen können. Er stellte die Arbeit des Hauses und des gesamten Bereiches vor. Aus den Nachfragen ergab sich schnell ein Erfahrungsaustausch zwischen alten und neuen Bundesländern zu Fragen der Pflege im Alter. Denn die demographische Entwicklung ist ähnlich: Mehr ältere Menschen, die mehr Pflege brauchen, müssen versorgt werden. Der Mangel an Pflegekräften war so gemeinsames Thema. Ebenso bestand einhellige Meinung darüber, dass es ein Unding ist, Hartz-IV-Empfänger als zusätzliche Betreuungskräfte besonders bei Demenzkranken einzusetzen, weil gerade diese Betreuung eine hohe Sozialkompetenz erfordert.

Da in Hessen die Heime zu 80 Prozent ausgelastet sind, wurde dort ein Bewertungssystem für Pflegeheime als eine Orientierung angesehen. Bei der 100-prozentigen Auslastung der Heime in Thüringen muss dagegen ein Platz, der gerade frei wird, auch genommen werden.

Kosten der Heimplätze, Verdienst der Pflege- und Pflegefachkräfte, Verweildauer des Personals, Heimaufsicht und medizinischer Dienst waren weitere Punkte in der regen Diskussion. Auch die Frage: Wie kann die Jugend auf das Alter vorbereitet werden, um Einfühlungsvermögen und Verständnis zu entwickeln, wurde diskutiert.

Die Seniorinnen und Senioren beider Partnerstädte wollen nach diesem gelungenen Treffen ihre Kontakte intensivieren – denn Themen für Erfahrungsaustausche und Diskussionen gibt es noch viele.

Rainer Beichler | | Quelle:

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