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TÜV und das Grillen

Mit den ersten warmen Tagen beginnt in ganz Deutschland die Grillsaison. Damit der Grillspaß nicht durch Verletzungen verdorben wird, sollten ein paar wichtige Sicherheitshinweise beachtet werden.

Sicherer Grillgenuss beginnt mit der richtigen Ausrüstung. Wie bei allen technischen Geräten, sollte man auch beim Kauf eines Bratwurstrosts auf die Qualität achten. An einem guten Grill dürfen keine scharfen Kanten oder spitze Ecken vorhanden sein, sonst droht Verletzungsgefahr. Wichtig ist, dass er kippsicher steht, einen Windschutz und einen höhenverstellbaren Grillrost hat. Von wackeligen Konstruktionen sollte Abstand genommen werden. Beim ersten Aufbau sollten die Hinweise des Herstellers beachtet werden. «Sicherheitstechnisch geprüfte Grills tragen ein GS-Zeichen, damit ist man auf der sicheren Seite», so Ingo Vogel, Experte für Gerätesicherheit beim TÜV Thüringen. «Mit dem GS-Zeichen, kann der Verbraucher überhaupt erst erkennen, dass ein Produkt durch einen neutralen Dritten, z.B. dem TÜV, auf seine Sicherheit geprüft wurde.»

Sicheres Grillen: Als erstes ist ein fester, ebener und windgeschützter Aufstellplatz mit genügend Abstand zu brennbaren Gegenständen zu wählen. Grillgeräte niemals in geschlossenen Räumen benutzen! Kinder und Haustiere vom Grill fernhalten.
Zum Anzünden der Holzkohle ist handelsüblicher GS-geprüfter Grillanzünder zu empfehlen. Auf keinen Fall Spiritus, Benzin oder vergleichbare Flüssigkeiten verwenden! Diese Stoffe verderben nicht nur den Geschmack, sondern können zu schwersten Verbrennungen führen.
Grundsätzlich gilt für geprüfte flüssige Anzündhilfen: niemals aus der Flasche direkt in die Glut schütten, Explosionsgefahr! Am sichersten sind feste Anzündhilfen, die das Prüf- und Überwachungszeichen DIN 66358 tragen.

Nach dem Anzünden ist erst einmal Geduld gefragt, denn das Durchglühen dauert ca. eine halbe Stunde. Erst wenn die Holzkohle beginnt «weiß» auszusehen, sollte der Rost mit Grillgut belegt werden.

Sicheres löschen: Nach dem Grillen, sollte die Glut nicht mit Wasser gelöscht werden. Durch die abrupte Abkühlung kann es insbesondere bei Edelstahl zu starken Materialspannungen oder gar Rissen kommen. Besser ist es, unter Aufsicht die Glut langsam von selbst ausgehen zu lassen.

Rainer Beichler | | Quelle:

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