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Umweltminister Thüringens zu Arbeitsbesuch in Eisenach

Im Rahmen eines Arbeitsbesuchers besichtigte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Volker Sklenar, gemeinsam mit Baudezernentin Gisela Rexrodt und Vertretern der Stadtverwaltung den Bürgersolarpark in der Gaswerkstraße und das angrenzende Grundstück des ehemaligen Gaswerks.
Der Minister war beeindruckt von den Photovoltaikanlagen auf den 34 Solarsegel, die seit ihrer Inbetriebnahme im Dezember 2007 bereits 32000 Kilowattstunden Strom produzierten. Bei der Besichtigung des angrenzenden Grundstücks des ehemaligen Gaswerks erklärten die Eisenacher dem Umweltminister, wie sie sich eine künftige Nutzung dieses mit Altlasten kontaminierten, rund vier Hektar großen Areals vorstellen könnten: oberirdisch eine Erweiterung des Solarparks und gleichzeitig unterirdisch eine kontinuierliche Entgiftung des Bodens mit modernen biotechnischen Verfahren unter wissenschaftlicher Kontrolle. Da die Giftstoffe im Boden organische Stoffe sind, könnten dafür spezielle Bakterienstämme eingesetzt werden. Da derzeit das Grundstück jedoch mit einer Veränderungssperre belegt ist und eine Entkontaminierung praktisch unbezahlbar ist, warben die Eisenacher mit ihrer Präsentation um die Unterstützung des Ministers. Dieser lobte die Initiative der Verwaltung und versprach seine Unterstützung, wenn zu diesen Plänen ein fundiertes Konzept eingereicht wird. Vielleicht könne daraus ja auch ein Modellprojekt für Thüringen entwickelt werden.

Um ein Umdenken und die Suche nach intelligenten Lösungen ging es auch bei der Vorstellung des bundesweiten Modellprojektes „Modellkommune Klimaschutz“ sowie konkreter Klimaschutzaktivitäten in Eisenach. Die Stadt ist eine von drei Städten in dem Modellprojekt, bei dem eine ökologische und nachhaltige Gestaltung der Städte im Mittelpunkt steht. Zudem soll mit dem Projektpartner, der Fachhochschule Erfurt, ein nachhaltiges Energiemanagement zur Vermeidung von Kohlendioxid (CO2) entwickelt werden. Das Projekt dauert drei Jahre und startete am 1. Februar 2008.

In der Gesprächsrunde mit Minister Sklenar im Rathaus informierte Guido Spor von der Fachhochschule Erfurt über die Inhalte des Modellprojektes, erste Ergebnisse in Eisenach und die nächsten Vorhaben. Nach der Vorlage des Energieberichtes(http://www.eisenach.de/fileadmin/files_db/Buergerservice/Klimaschutz/Energiebericht_Stadt_Eisenach_-_1-2008.pdf) der Stadt wird nun derzeit an einer Stärken-Schwächen-Analyse gearbeitet. Vorbereitet wird die Erarbeitung eines CO2-Berichtes für Eisenach. Zudem soll im nächsten Jahr ein Konsultationsprozess initiiert werden, bei dem Kontakte und Diskussionsmöglichkeiten zu Themen des Klimaschutzes zwischen Bürger und sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen vermittelt und unterstützt werden.

Rainer Beichler | | Quelle:

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