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Unfall im Tunnel Förtha – zum Glück nur eine Übung

Es ist Samstag 0.30 Uhr bei vielen Frauen und Männern von Freiwilligen Feuerwehren, DRK und ASB laufen die Meldeempfänger an, Sirenen sind zu hören. Was ist geschehen. Der Triebwagen RB 16555 von Eisenach nach Bad Salzungen brennt im Tunnel, 10 bis 15 Menschen sind verletzt.
Der Zugführer kann noch die Meldung absetzten, informiert den Fahrdienstleiter im Bahnhof Förtha, dieser dann die Notrufleitstelle der Bahn AG in Leipzig und diese die Leitstelle Wartburgkreis.
In kurzer Zeit stehen rund 150 Helfer bereit. Sie kommen von den Freiwilligen Feuerwehren Marksuhl, Förtha, Bad Salzungen und Unkeroda. Zusätzlich wurde eine technische Einsatzleitung gebildet und DRK Sanitätsgruppen aus Eisenach und Bad Salzungen sowie die technische Gruppe des ASB Eisenach alarmiert.
Hinzu kamen noch Kräfte vom Löschzug Wasser aus Geisa, der Bundespolizei und des Notfallmanagements der Bahn.
Durch die Johanniter Unfallhilfe wurden 19 Frauen und Männer aus dem Bereich Gotha geschminkt und auf ihren Rollen vorbereitet.
Den ersten Kameraden vor Ort im Zug bot sich ein realistisches Bild. Die Helfer mussten rund 400 Meter über die Gleisanlagen zum Brandort laufen, Licht musste eingerichtet und die Sanitätspunkte errichtet werden. Der leitende Notarzt Dr. Günter Spahn hatte mit seinen Sanitätern viel zu tun. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren leisteten unter Atemschutz eine anstrengende Arbeit.
Das Eisenacher THW kam in dieser Nacht zum Einsatz war aber mit Übungsbeobachtern am Einsatzort.
Landrat Reinhard Krebs dankte nach der Übung allen Kräften für ihre hohe Einsatzbereitschaft und den guten Verlauf der Übung. Diese gelte es nun auszuwerten und Schlussfolgerungen zu ziehen.
U.a. wurde die Zusammenarbeit der verschiedenen Wehren und Bereichen überprüft, die Ausrückezeiten erfasst, die Führungstätigkeit und die Bedingungen am Tunnel Förtha bewertet.
Nach der Übung wurden alle Teilnehmer gegen 3 Uhr mit Getränken von der FF Gumpelstadt und der Essen der Bahn AG versorgt.Danach rückten die Verbände in die Unterkünfte und stellten ihre Einsatzbereitschaft wieder her.

Verletztentransport

Rainer Beichler |

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