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Unser Theater darf nicht sterben

Mit Entsetzen müssen wir feststellen, dass der OB-Kandidat von CDU und BfE zwar Thüringens Finanzminister Voß nach Eisenach einlädt, aber statt an ihn zu appellieren, endlich dem Eisenacher Theater zu helfen, nur neue Vorschläge für runde Tische vorlegt.

Unser Theater stirbt, wenn nicht endlich gehandelt wird!

Inzwischen weiß jeder, dass Eisenach Finanzprobleme hat, die aus eigener Kraft nicht gelöst werden können: kurz eine strukturelle Unterfinanzierung. Das weis auch die Thüringer Landesregierung und der Finanzminister.

Doch statt zu handeln, empfiehlt Minister Voß den Haushalt auszugleichen – bis 30.4.2012.
Dass dies nicht möglich ist – weder bis zum 30.4. noch bis zum Jahr 2020 – weiß der Finanzminister ebenfalls. Aber dies öffentlich und in einer Dreistigkeit zu fordern, grenzt an einer Ohrfeige für alles und jeden der in den letzten Jahren in Eisenach von Einsparmaßnahmen betroffen war – von Hausbesitzern, Gewerbetreibenden, allen Bürgern sowie den Dank großen ehrenamtlichen Engagements wirkenden Vereinen aller Facetten.

Wir erinnern den CDU-Minister und CDU-OB-Bewerber nur an alle Haushaltssicherungskonzepte, die im Eisenacher Stadtrat beschlossen worden sind, zuzüglich den Erhöhungen aller Kommunalsteuern, dem Anheben aller Gebühren und der nicht Wiederbesetzung von Stellen in der Stadtverwaltung.

Im Thüringer Kabinett ist zu Wochenbeginn eine Vorlage zur Finanzierung des Eisenacher Theaters gescheitert. Am Veto vom CDU-Finanzministers, der OB-Kandidat Walk unterstützt.

Hier muss man sich allerdings die Frage stellen, ob ein OB-Kandidat, der auf diesen Finanzminister hört und beliebige Alibi-Diskussionsrunden initiiert, der richtige Mann für unser Eisenach ist.

Was wir brauchen, ist ein Oberbürgermeister der handelt, der notfalls bei der Landesregierung um Geld auch bettelt, der «Klinken putzt», der sich für unsere Stadt einsetzt – also jemanden wie unseren Oberbürgermeister Matthias Doht.

Denn was die Stadt Eisenach dringender braucht als neue Gespräche und neue Sparrunden, ist eine Lösung für das Eisenacher Theater und die Haushaltsprobleme insgesamt. Hier ist die Landesregierung gefordert, nicht die Stadt Eisenach.

Rainer Beichler |

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