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 | Bildquelle: Abgeordnetenbüro Kranz

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Bildquelle: Abgeordnetenbüro Kranz

Vorbereitung des Lutherjahres 2017 in der Wartburgstadt

Martin Luther ist mit Johann Sebastian Bach die berühmteste Persönlichkeit, die in Eisenach gelebt und gewirkt hat. Das Jubiläum „500 Jahre Reformation“, das 2017 bundesweit begangen wird, wirft deshalb auch schon in der Wartburgstadt seine Schatten voraus. Auf Initiative des Oberbürgermeisters Matthias Doht trafen sich bereits jetzt alle Akteure, die sich mit dem großen Reformator beschäftigen, im Eisenacher Rathaus.
Sie bereiteten unter anderem Material für eine Anhörung im Tourismus-Ausschuss des Deutschen Bundestags vor, die sich mit dem Luther-Jubiläum befasst. Der OB ist Mittwoch zu dieser Anhörung nach Berlin gefahren.

Das Luther-Jubiläum 2017 soll in Eisenach attraktiv gestaltet werden – darüber war sich die Runde einig, die kürzlich im Eisenacher Rathaus zusammenkam. Am Tisch saßen Vertreter von Wartburg, Lutherhaus, Evangelisch-Lutherischer Kirche, Luther-Verein, Tourismus GmbH und Stadtverwaltung mit Kulturamt und Thüringer Museum.
Deutlich wurde, dass vorbereitende Aktivitäten für das Reformations-Jubiläum bereits an vielen Stellen laufen. So informierte der Burghauptmann Günter Schuchardt darüber, dass die Wartburg bereits einen Plan mit Bau- und Denkmalprojekten bis 2017 beim Land eingereicht habe; überdies gibt es im Wirtschaftsministerium einen Arbeitskreis, der Marketingmaßnahmen für 2017 vorbereitet. Und auch der Verein „Wege zu Luther“, in dem sich die Tourismus GmbH stark engagiert, hat bereits einen Arbeitsplan bis 2017 erstellt.

Verwundert waren die Anwesenden darüber, dass bei einer Anhörung im Tourismus-Ausschuss des Bundestages zum Luther-Jubiläum Mittwoch in Berlin kein Vertreter aus Thüringen eingeladen war. Der OB erreichte über den örtlichen Bundestagsabgeordneten Ernst Kranz, dass aus Eisenach zumindest eine schriftliche Stellungnahme an die Abgeordneten des Ausschusses verteilt wird. Diese Stellungnahme wurde in der Luther-Runde im Rathaus besprochen und festgelegt.
Verwiesen wird in dem Papier unter anderem darauf, das Eisenach unter den Luther-Städten eine bedeutende Rolle zukommt, vor allem, weil Luthers Übersetzung des Neuen Testaments auf der Wartburg den Weg für eine einheitliche deutsche Sprache ebnete. Aber es gibt auch viele weitere Bezüge: So im Lutherhaus, wo der Reformator einst als Schüler lebte, im ehemaligen Dominikanerkloster (heute Luther-Gymnasium und Museum Predigerkirche), wo er zur Schule ging – bis hin zum Luther-Fest mit Luther-Schauspiel, das seit einigen Jahren Besucher von weit her nach Eisenach lockt.

Beschlossen wurde, dass die Runde, die sich mit dem Luther-Jubiläum 2017 befasst, sich ab jetzt regelmäßig trifft und weitere Beteiligte hinzuzieht. „Ziel ist es, die im Elisabeth-Jahr gemachten, guten Erfahrungen fortzuführen und das bedeutende Ereignis gemeinsam langfristig vorzubereiten. Ich bin zuversichtlich, dass Eisenach zu diesem Jubiläum ein attraktives Programm bieten wird und im Konzert der Luther-Städte, die an den gemeinsamen Vorbereitungen beteiligt sind, eine herausragende Rolle spielen wird“, sagte OB Matthias Doht.

Rainer Beichler | | Quelle:

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