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Wartburgkreis profitiert vom neuen Finanzausgleich 2018 erheblich – Fast 4 Millionen Euro mehr Landeszuweisungen

Ein weiteres Mal hat Rot-Rot-Grün Wort gehalten und wird die Finanzausgleichsmasse 2018 um weitere 50 Millionen Euro auf 1,96 Milliarden Euro erhöhen. Durch die Veränderungen in der inneren Struktur profitiert insbesondere auch der Wartburgkreis, erklärt die Landtagsabgeordnete Anja Müller (DIE LINKE).

Rot-Rot-Grün habe somit weitere Maßnahmen ergriffen, um den Finanzausgleich gerechter und ausgewogener zu gestalten. Thüringen habe einen bedarfsorientierten Finanzausgleich. Der 2015 ermittelte Bedarf unter Berücksichtigung der Einnahmen wurde durch Berücksichtigung der Kostenentwicklungen fortgeschrieben. Neue Bedarfe wurden ebenfalls berücksichtigt. Der Mindestbedarf wurde durch Gutachten auf rund 1,75 Milliarden Euro bestimmt. Die Landesregierung hat im Entwurf des Landeshaushaltes für 2018 hingegen 1,96 Milliarden Euro als Finanzausgleichsmasse festgesetzt.

Auch auf Grund zahlreicher Hinweise und Forderungen der Kommunen habe Rot-Rot-Grün Veränderungen bei der Verteilung der Finanzausgleichsmasse vorgenommen, um so besondere Bedarfe einzelner Kommunen besser zu berücksichtigen.

Diese Veränderungen wie die stärkere Gewichtung der Kreisaufgaben bei der Verteilung der Schlüsselzuweisungen und die Erhöhung der Einwohnerpauschale bei den Finanzzuweisungen im Rahmen des Mehrbelastungsausgleichs von 89 auf 95 Euro haben zwangsläufig eine Umverteilungswirkung. Der Wartburgkreis erhält in der Folge mehr Geld. Diese Umverteilung ergibt sich aus den unterschiedlichen Belastungen im Rahmen der Aufgabenwahrnehmung, sagt Müller.

Der Wartburgkreis erhalte demnach laut einer Modellrechnung des Thüringer Innen- und Kommunalministeriums Schlüsselzuweisungen für Kreisaufgaben im kommenden Jahr in Höhe von 34.160.840 Euro. Im Jahr 2017 betrug diese Zuweisung eine Höhe von 30.935.040 Euro. Beim sogenannten Mehrbelastungsausgleich erhalte der Kreis im Jahr 2018 11.937.225 Euro im Vergleich zu 11.308.950 Euro in 2017.

Der Wartburgkreis erhält somit fast 4 Millionen Euro mehr Zuweisungen vom Land profitiert von dem neuen Finanzausgleich. Mit Blick auf die Landeszuweisungen im Rahmen des Kommunalen Finanzausgleichs für das Jahr 2018 besteht jetzt Planungssicherheit, betont Anja Müller abschließend.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Felix Berg

    Das ist eine sehr gute Nachricht. Nun müsste sich der Landrat nur noch dazu entscheiden dieses zusätzliche Geld in Gemeinden anzuwenden die noch nie einen Pfennig ( Cent) nach 1990 erhalten haben um es den Bürgern erträglicher zu gestalten. Die CDU hat es seinerzeit als Sinnvoll betrachtet soziale und oder kulturelle Einrichtungen im großen Stil einzuebnen um schwarze Zahlen in Blicknähe zu haben. Es ist schon ein feiner Unterschied ob Politiker für das Wohl des Landes sind oder für das Wohl der Bürger. Man achte einmal darauf wenn Politiker am Mikrophon stehen und Reden schwingen. Der erste der die Politiker ermahnt hat das sie dem Bürger und dessen Wohl verpflichtet sind war der Tage unser Bundespräsident. Er hat damit durch die Blume gesagt das unser demokratischer Parlamentarismus nicht dafür da ist das Einzelne immer vermögender werden und da für die Masse im Armenhaus landet, immerhin kommen auf jeden Parlamentsabgeordneten ca. 27 Lobbyisten welche politische Entscheidungen in ihrem Sinne geregelt haben wollen. Da die Jamaika Parteien aber unterschiedliche Lobbyisten haben konnte eine Einigung schon vom Kern her nicht gelingen. Irgendwie hängt eben doch alles ein bisschen zusammen. Meine Meinung.

  • Jakob

    In einer Idealvorstellung von einem gut funktionierenden föderalen Staat kann jede föderale Ebene die ihr zugewiesenen Aufgaben mit eigenen Mitteln finanzieren und ist nicht auf die Gnade von Zuweisungen anderer angewiesen. Wie heißt es so schön: Wer zahlt, schafft an. Und eigentlich sollten die Kreise in ihrem Aufgabenbereich selbst bestimmen. Insofern kann man R2G über das mächtige mediale Eigenlob hier hinaus nur sehr begrenzt loben …

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