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Wartburgstadion: Denkmalschutz soll Modernisierung nicht behindern

Die Aufnahme des Eisenacher Wartburgstadions in die Thüringer Denkmalliste veranlasste die Stadtverwaltung, gemeinsam mit dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Erfurt die konkreten Schutzbestimmungen für das neue Denkmal zu erörtern und im Stadion zu besichtigen.
Priorität hatte dabei die von der Stadt geplante Sanierung und Modernisierung des Wartburgstadions und die nun von der Denkmalschutzbehörde zu erwartenden Auflagen bzw. dadurch erforderlichen Planänderungen. „Wichtig ist, dass es durch den neuen Denkmalschutzstatus und damit verbundene zusätzliche Genehmigungen keine zeitlichen Verzögerungen gibt“, betonten Bürgermeisterin Ute Lieske und Baudezernentin Gisela Rexrodt mit Blick auf eventuelle Mittel aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung.

Dr. Matthias Schmidt vom Landesamt für Denkmalpflege verwies auf die architektonischen Besonderheiten der Sportanlage aus den 1950-er Jahren, die deutliche Parallelen zu den 1930-er Jahren zeige. Das Wartburgstadion mit seinen charakteristischen Bauten – dem Tribünengebäude, dem Schiedsrichterturm, den gemauerten Eingangsportalen mit den Treppenanlagen und der Weiheschale – sei ein Teil der Eisenacher Sportgeschichte, die es zu erhalten gilt. Schmidt betonte aber zugleich, dass er eine Modernisierung des Wartburgstadions keinesfalls verhindern wolle.

Während der Besichtigung im Wartburgstadion wurde deutlich, dass vor allem die baulichen Anlagen als schutzwürdig eingestuft werden sollen. Hier wird unter anderem die Sanierung des Tribünengebäudes mit der unverzichtbaren Wärmedämmung genau begutachtet werden müssen. Für die geplante Umgestaltung des Stadionrunds nach modernen sportlichen Gesichtspunkten sieht Dr. Schmidt keinen Hinderungsgrund, wenn das Gesamtbild der Sportanlage nicht zerstört wird. „Das Wartburgstadion muss natürlich bespielbar sein und dafür werden wir einen Kompromiss finden“, sagte der Denkmalschutz-Fachmann aus Erfurt. Jetzt gelte es, die Bauakten des Stadions sowie die konkreten Modernisierungspläne der Stadtverwaltung zu prüfen.

Rainer Beichler | | Quelle:

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