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Warten auf ein neues Rosenwunder

Das unsere Stadt Eisenach finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, trotz des vorhandenen Rosenwunders und deren erfolgreichen Vermarktung im vergangenen Jahres, ist wohl jedem Bürger, ob Klein oder Groß, bestens bekannt.

Da wird ständig nach Einsparpotentialen gesucht, um neue Einnahmen in Form von Erhöhungen gerungen, Ausgaben gesenkt und Besserungen für die nächsten Jahre in Aussicht gestellt, die einem Wunder gleichen würden.

Im Rahmen dieser Kraftanstrengungen, die von Stadträten, Verwaltung und Bürgern unternommen werden erscheint eine kleine Meldung, unscheinbar, ein Lapsus oder beinhaltet diese Unvermögen.

Der Spatenstich für die Brücke in der Mühlhäuserstrasse kann am 03. November diesen Jahres nicht erfolgen, da offensichtlich ein eklatanter Fehler in der Ausschreibung zu den Baumaßnahmen durch die Rechtsaufsicht beanstandet worden ist und diese aufgehoben wurde.

Um dies deutlich zu machen, wir sprechen über eine Brücke die eine der höchsten Verkehrsbelastungen in Eisenach aufweist, eine Brücke die sich im Herzen unserer Stadt befindet, eine Brücke die bereits seit längerer Zeit für bestimmte Fahrzeugkategorien gesperrt wurde. In naher Erinnerung ist uns allen die Brücke in der Naumannstrasse.

Die Baukosten für diese Brücke betragen 3,2 Millionen Euro, wobei im Juni dieses Jahres bereits 700.000,00 EUR Mehrausgaben beschlossen wurden. 75% sollten entsprechend der vertraglichen Vereinbarung vom Land kommen.

Aber dies war alles gestern, da eine neue Ausschreibung erfolgt, ein neues Projekt erstellt werden muss, ein neuer Vertrag mit dem Land verhandelt und geschlossen wird. Dies in der Hoffnung, es geschieht ein Wunder, vielleicht auch ein Rosenwunder, ist es zu bedenken, dass bereits geplante Kosten in die neuen Haushalte überführt werden.

Alles was bleibt ist ein fahler Beigeschmack, keine offizielle Reaktion, keine Entschuldigung, keine Benennung von Verantwortlichen, kein Haftung, keine Transparenz wie einst versprochen.

Einzige Reaktion, Streichung der Mehrausgabe von 440000 EUR für den provisorischen Brückenbau von der Tagesordnung der letzten Stadtratsitzung. Was für ein Glück oder Unglück ist dieser Brückenbau in weite Ferne gerückt.

Zur Erinnerung, die staatlich garantierten Beihilfen von 500 Milliarden Euro sind für die Banken bestimmt, nicht für einen Lapsus im Brückenneubau der Stadt Eisenach.

Rainer Beichler |

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