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Beschreibung:
Bildquelle: TMLNU

Wartha: Hochwasserschutzanlagen fertig

Die komplexe Hochwasserschutzanlage für den Eisenacher Ortsteil Wartha ist fertig gestellt. Seit dem Baubeginn im Herbst 2005 wurde diese Schutzmaßnahme in drei Bauabschnitten realisiert. Dazu gehören eine Hochwasserschutzmauer entlang der Werra im Bereich der Ortslage, die Rekonstruktion des Damms im oberen Werraabschnitt sowie eine Ringeindeichung der gesamten Ortslage. Die Ringeindeichung schließt drei Straßen- und Wegeüberfahrten ein. Errichtet wurden außerdem die erforderlichen technischen Anlagen wie ein Schöpfwerk, ein 420 Meter langes, massives Überlaufbauwerk und ein Sammelbecken mit den entsprechenden Nebenanlagen. Zudem musste eine etwa 750 Meter lange Abwasserleitung neu verlegt werden.

Die Hochwasserschutzmauer in Wartha ist rund 300 Meter lang, 1,20 Meter hoch und mit einer Toranlage ausgestattet. Sie besteht aus Stahlspundbohlen und beidseitiger Natursteinverkleidung. Die Dammanlage (Ringdeich) hat eine Länge von rund 730 Metern. Erneuert wurde auch der Werra-Uferweg einschließlich der Straßenbeleuchtung.

Bauherr ist das Staatliche Umweltamt, jetzt Landesamt für Umwelt und Geologie, im Auftrag des Landes Thüringen. Das Vorhaben kostet rund 2,85 Millionen Euro.

Anlass für den umfangreichen Hochwasserschutz in Wartha waren aufgetretene Hochwasser in der Vergangenheit. Zuletzt stand der Eisenacher Ortsteil Anfang des Jahres 2003 unter Wasser.

«Mit der gewählten Form der Ringeindeichung von Wartha wird einerseits die Flächenvorsorge in der Werraaue vor Ort optimiert, andererseits wurden in einem für Thüringen pilotartigen Vorhaben die Handlungsabläufe für vergleichbare Fälle getestet und Erfahrungen gesammelt», stellte Stefan Baldus, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, fest. Die Ringeindeichung von Wartha garantiert der Gemeinde einen sehr guten Hochwasserschutz, ohne dass die Unterlieger Nachteile zu erwarten haben.

Die Landesregierung hat im Freistaat Thüringen im Januar 2004 ein landesweites Handlungskonzept zum Hochwasserschutz ausgearbeitet. Es wird alle zwei Jahre fortgeschrieben und stellt die Richtschnur für inhaltliche und finanzielle Akzente dar. Ziel ist ein umweltgerechter und nachhaltiger Hochwasserschutz, insbesondere durch Flächenvorsorgemaßnahmen. In den vergangenen fünf Jahren gab der Freistaat insgesamt 79,6 Millionen Euro für investive Hochwasserschutzmaßnahmen aus.

Rainer Beichler | | Quelle:

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