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Weniger Lärm an Haupteisenbahnstrecken

Der Countdown läuft: Noch bis zum 25. August können sich die Eisenacher an der „Lärmaktionsplanung an Haupteisenbahnstrecken des Bundes“ beteiligen. Das Eisenbahn-Bundesamt hatte diese Öffentlichkeitsbeteiligung Ende Juni gestartet. Eigens für diesen Zweck wurde eine Internetplattform eingerichtet, die unter dem Link www.laermaktionsplanung-schiene.de erreichbar ist.

Worum geht es inhaltlich und warum ist eine Beteiligung wichtig?
Eisenach ist als Stadt an einer Haupteisenbahnstrecke besonders von Schienenlärm betroffen. Das geht aus den veröffentlichten Lärmkartierungen des Eisenbahn-Bundesamtes hervor. Aktuell laufen bei der Deutschen Bahn Baumaßnahmen und Planungen, um die Bahnstrecke zwischen Erfurt und Bebra für eine erhöhte Geschwindigkeit der Züge auszubauen. Dabei sind allerdings keinerlei aktive Lärmschutzmaßnahmen im gesamten Stadtgebiet von Eisenach vorgesehen. Um dies zu ändern, ist es wichtig, dass sich möglichst viele Betroffene aus der Bürgerschaft Eisenachs der betroffenen Ortsteile und Organisationen aktiv an der Lärmaktionsplanung beteiligen und ihre Vorschläge und Hinweise einbringen. Laut Informationen des Eisenbahn-Bundesamtes sind in der ersten Phase eingehende Angaben von Teilnehmern, die von Schienenlärm betroffen sind, besonders wichtig und helfen einen Lärmaktionsplan aufzustellen. Ziel soll ein (besserer) Schutz gegen Schienenlärm sein.

Was ist ein Lärmaktionsplan?
Grundlage für den Lärmaktionsplan sind Lärmkarten. Sie zeigen die Lärmbelastung – in diesem Fall entlang von Haupteisenbahnstrecken. Aufbauend auf diesen Karten werden die Lärmaktionspläne erarbeitet. Sie enthalten Maßnahmen, um den Lärm zu verringern. Die Öffentlichkeit ist zu beteiligen und erhält rechtzeitig und effektiv die Möglichkeit, an der Ausarbeitung und Überprüfung der Lärmaktionspläne mitzuarbeiten. Lärmaktionspläne sind mindestens alle fünf Jahre zu überprüfen und bei Bedarf zu überarbeiten.

Wie kann ich mich beteiligen?
Zunächst besteht die Möglichkeit, sich im Internet unter www.laermaktionsplanung-schiene.de über das Thema zu informieren. Wer danach konkrete Hinweise geben möchte, gibt den Ort an, an dem er sich durch Schienenlärm gestört fühlt. Anschließend ist ein dazugehöriger Fragebogen auszufüllen. Im Fragebogen ist konkret zu benennen, welche Geräusche stören (unter anderem Fahrgeräusche, Bremsgeräusche, Warnsignale), in welchem Zeitraum diese Geräusche stören und welche Lärmschutzmaßnahmen es am genannten Ort bereits gibt. Wer seine Hinweise und Anregungen lieber per Post senden möchte, verwendet bitte diese Anschrift: Redaktion Lärmaktionsplanung, Postfach 601230 in 14412 Potsdam. Eine Beteiligung ist nur bis zum 25. August möglich.

Ortsteilrat Hötzelsroda tagt am 31. August
Die Mitglieder des Ortsteilrates Hötzelsroda tagen das nächste Mal am Donnerstag, 31. August. Beginn der Sitzung ist um 19 Uhr im Ratszimmer Hötzelsroda. Auf der Tagesordnung stehen die Themen „Konzept für den Dorfanger“, „Vorbereitung 80 Jahre Siedlung“ und „Öffentliche Widmung des Geh- und Radweges in Eisenach OT Hötzelsroda entlang der Straße -Neue Wiese-„. Die Sitzung ist öffentlich, alle Einwohner sind herzlich eingeladen.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Felix Berg

    In Eisenach ist da ohnehin nicht viel zu machen und die neue alte Streckenlegung – selber Schuld, da gab es eine bessere ruhigere und vor allem Hochwassersichere Strecke, jene hat man aber mehr als schnell demontiert um auf den Stand von 1945 zurück zu kommen. Die Strecke wart, wie so vieles, Opfer der CDU Planung das alles was zwischen 1945 und 1989 erstellt wurde zu vernichten ist und zwar komme was da wolle. Millionen über Millionen kostet dem Thüringer nun dieser Irrwitz. Es wurden aber noch weitere Bahnstrecken renaturiert um sich an der Umweltbelastung zu beteiligen. Kluge Köpfe seinerzeit, ob deren Enkel das auch mal so sehen – da hege ich so meine Zweifel.

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