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Wildschweine in Eisenach –
immer öfter auch am Stadtrand

Vor allem Anwohner des Südviertels haben das schön häufiger erlebt – plötzlich taucht eine Rotte Wildschweine im heimischen Garten auf, um nach Nahrung zu suchen. Davon betroffen sind unter anderem Anwohner in der Bornstraße, der Straßen Am Hängetal, Am Wolfgang, Am Hainstein, der Stöhrstraße im und am Stadtpark sowie auf dem Gelände des ehemaligen Landeskirchenamts. Also überall dort, wo die Waldgrenze in unmittelbarer Nähe ist. Helfen können schon einfache Vorsichtsmaßnahmen, auf die die Untere Jagdbehörde der Eisenacher Stadtverwaltung hinweist.

Die Tiere sind im «befriedeten Bezirk» (Grundflächen, auf denen nicht gejagt werden darf) ungestört und leiden nicht an Hunger. Auch im Wald oder in dessen Umgebung abgeladene Gartenabfälle, Kompost oder Fallobst sowie altes Gemüse ziehen die Rotten an. Die Tiere gewöhnen sich schnell an diese Nahrungsquelle, ebenso deren Nachwuchs. Dadurch bleiben einzelne Rotten ganzjährig in Siedlungsgebieten, die Grundlage für die Zerstörung von Gärten und Parkanlagen ist gelegt.

Stadtrandbewohner und Gartenbesitzer sollten deshalb dringend darauf achten, ihre Komposthaufen in eingezäunten Gärten anzulegen. Auch Abfalltonnen sollten innerhalb der Umzäunung stehen. Das Füttern der Tiere ist ebenfalls zu unterlassen. Sie verlieren ansonsten ihre Scheu vor dem Menschen.

Beim Thema Gartenzaun, der die Wildschweine abhalten soll, kommt es auf die Qualität und das richtige Verlegen an. Weniger stabile Zäune können von den Wildschweinen hochgedrückt werden. Deshalb sollten standfeste Zäune zirka 40 Zentimeter tief in die Erde eingegraben und im Erdreich nach außen gebogen werden. Steht das Wildschwein dann mit seinem Gewicht auf dem Zaun, kann es diesen auch mit dem Rüssel nicht anheben. Das sind einige Vorsichtsmaßnahmen, die allerdings schon zum Erfolg führen können.

Sollten Anwohner einem Wildschwein begegnen, heißt es Ruhe bewahren. Denn die Tiere greifen Menschen in der Regel nicht an, wenn ihnen eine Rückzugsmöglichkeit bleibt. Deshalb sollten die Wildschweine nicht in eine Haus- oder Zaunecke gedrängt werden. Langsame Bewegungen uns ausreichend Abstand sind die wichtigsten Grundregeln. Eine Bache mit Frischlingen sollte allerdings in großem Abstand umgangen werden. Falls dennoch eine unverhoffte Begegnung erfolgt, sollte ihr durch Stehen bleiben oder langsames Zurückziehen das Gefühl der Sicherheit und eine Möglichkeit zur Flucht gegeben werden.

Da einige Eisenacher Stadtgebiete nahe am Wald liegen, muss mit einem Aufeinandertreffen von Mensch und Tier gerechnet werden.

Ansprechpartner in diesen Fragen ist die Untere Jagdbehörde der Eisenach Stadtverwaltung, die Sie telefonisch unter der Nummer 03691/670341 erreichen können.

Rainer Beichler | | Quelle:

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