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 | Bildquelle: Stadt Eisenach

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Bildquelle: Stadt Eisenach

Wissenschaftler messen Raumluft in der Wartburgschule – Umzugsvorbereitungen laufen

Gestern (17. September) haben in der Eisenacher Wartburgschule die Luftmessungen begonnen. Zwei Chemiker des Labors „Dr. Ronald Fischer, Chemische Analytik und Umweltberatung“ aus Bad Berka werden damit noch bis Mitte nächster Woche beschäftigt sein. Anlass für die Messungen sind unangenehme Gerüche und aufgetretene Naphthalin-Konzentrationen in mehreren Räumen des Schulgebäudes in der Wilhelm-Pieck-Straße. Derzeit wird als mögliche Ursache eine teerhaltige Schicht im Fußbodenaufbau vermutet. Die nun ermittelten Luftwerte sind Grundlage für die weiteren Sanierungsmaßnahmen in der Schule.

Oberbürgermeisterin Katja Wolf informierte sich vor Ort über die Messungen. „Wir rechnen mit den Ergebnissen zirka Mitte Oktober“, sagte Katja Wolf. Bis dahin haben die Wissenschaftler einiges zu erledigen. Pro Tag wird in zirka vier bis sechs Schulräumen gemessen. Eine Messung dauert mindestens zwei Stunden. Die Schule hat insgesamt rund 60 Räume.

Katja Wolf war bei einer Messung im Biologieraum (Raum 310) dabei. Laborleiter Dr. Andreas Wagner erklärte die Messapparatur und das komplexe Verfahren. Einfach ausgedrückt wird über eine Pumpe die Raumluft in den jeweiligen Luftprobensammler gezogen. Die Probenbehälter werden verschlossen und von den Wissenschaftlern mit ins Labor genommen. Dort untersuchen sie die Proben auf die verschiedenen Inhaltsstoffe.

„Über die Ergebnisse werden wir selbstverständlich Schule und Eltern informieren“, sagte Katja Wolf. Einige Wochen wird das allerdings dauern, denn gründliches Arbeiten im Labor ist wichtig. Die in der Luft vorhandenen Substanzen müssen voneinander getrennt (extrahiert), störende Einflüsse wie zum Beispiel Fremdsubstanzen müssen ferngehalten werden. Nur absolut reine Proben dürfen untersucht werden, damit das Ergebnis nicht verfälscht wird. „Eine Durchmessung der Probe dauert mindestens 30 Minuten“, sagte Dr. Wagner. Anschließend geht es an die Auswertung der Ergebnisse. Die Werte müssen auch auf ihre Richtigkeit geprüft werden.

Anhand dieser Ergebnisse können die Fachleute beurteilen, welche Sanierungsmaßnahmen in den Räumen erfolgen müssen. Sollte die teerhaltige Schicht im Fußbodenaufbau die Ursache sein, wird in den Räumen mit hohen Naphthalin-Werten der komplette Fußboden entfernt. Anschließend wird dort ein neuer Fußboden eingebaut. Verwendet werden ökologische Baustoffe.

Sanierung beginnt am Freitagnachmittag

Bereits am Freitagnachmittag (19. September) beginnen die ersten Arbeiten. Angefangen wird mit dem Klassenraum 119 im Erdgeschoss der Schule. Dort wird Freitagnachmittag und – falls notwendig auch am Samstag – der komplette Fußboden entfernt. Zu dieser Zeit sind keine Schüler im Gebäude. Anfang nächster Woche werden in dem entkernten Raum die Luftwerte gemessen. Damit soll herausgefunden werden, ob der Fußboden für den unangenehmen Geruch tatsächlich verantwortlich ist. Sollten die Messwerte ergeben, dass kein Naphthalin vorhanden ist, geht es mit der Sanierung weiter. In einem nächsten Schritt wird der neue Fußboden eingebaut, anschließend wird erneut gemessen.

Vorbereitungen für Schulumzug laufen

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für den Umzug der Schule. Mitarbeiter der Stadtverwaltung waren inzwischen in der leer stehenden Petersbergschule. Sie wird als Ausweichquartier zur Verfügung stehen. Bis ein Teil der Schüler aus der Wartburgschule dorthin umziehen kann, gibt es noch einigen tun: unter anderem Reinigung des Gebäudes, Reparatur der Mädchentoiletten, Prüfung der Elektrik im Gebäude und die Inbetriebnahme der Heizung. Hausmeister der Stadtverwaltung sind unterdessen dabei, Umzugskartons zur Wartburgschule zu bringen. Weil im Gebäude der Petersbergschule nicht für alle 350 Schülerinnen und Schüler der Wartburgschule Platz ist, werden derzeit weitere Ausweichmöglichkeiten geprüft.

Alle Informationen rund um dieses Thema sind auf der Internetseite der Wartburgschule eingestellt, zusätzlich auf der städtischen Internetseiten www.eisenach.de – Startseite. Hinzu kommen Pressemitteilungen und Informationsbriefe, die die Schule an Schüler und Eltern verteilt.

Foto: ©Stadt Eisenach

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Frank Bode | | Quelle:

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