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 | Bildquelle: © Landratsamt Wartburgkreis

Beschreibung:
Bildquelle: © Landratsamt Wartburgkreis

Wohnkomplex für Flüchtlinge entsteht

Einen Wohnkomplex in Containerbauweise wird das Landratsamt Wartburgkreis für rund 200 Flüchtlinge in Bad Salzungen errichten. Die Stadt Bad Salzungen hat dafür dem Landkreis ein Grundstück hinter dem Herkulesmarkt mit rund 9000 Quadratmetern Fläche für fünf Jahre vermietet. Auf diesem Areal werden fünf zweigeschossige Wohngebäude sowie zwei Sozialkomplexe mit Waschräumen, Toiletten und Gemeinschaftsküchen entstehen. Weitere Räumlichkeiten sind für die soziale Betreuung, Büros und den Wachschutz vorgesehen. Bis August soll die Fläche erschlossen und hergerichtet werden. Dazu müssen Wege geschottert, Fundamente gesetzt und ein Trafohäuschen für die Stromversorgung errichtet werden. Das Grundstück wird eingezäunt und mit einem Tor versehen. Eine Bewachung rund um die Uhr ist ebenso vorgesehen, wie eine soziale Betreuung und ein Leiter der Einrichtung vor Ort.

Gemeinsam mit der Stadt Bad Salzungen möchte das Landratsamt in den nächsten Wochen die Bürger und insbesondere die Anwohner ausführlich informieren. Spätestens im April ist eine öffentliche Infoveranstaltung dazu geplant, für die unmittelbaren Anwohner wird es schon vorher eine nichtöffentliche Versammlung geben.

Fast 1000 Asylbewerber sind aktuell im Wartburgkreis untergebracht. Die Zahl der Zuweisungen von Landeseite ist zwar gegenwärtig rückläufig, Prognosen für den weiteren Jahresverlauf sind jedoch derzeit nicht möglich.

Wir müssen vorbereitet sein, dass es wieder so einen Ansturm wie im letzten Herbst geben könnte. Sich nicht vorzubereiten, wäre grob fahrlässig. Ein erneuter Unterbringungsnotstand würde bedeuten, auf Sporthallen und Dorfgemeinschaftshäuser zurückzugreifen. Dies ist aber weder für die Flüchtlinge noch für die Menschen im Kreis zumutbar, äußert sich Landrat Krebs zur Errichtung des neuen Wohnkomplexes.

Auf dem Foto ist Hermann Abel, Leiter der Gerstunger Flüchtlingsunterkunft, bei der Vorbereitung eines neuen Einzuges in die Wohnunterkunft zu sehen.

© Landratsamt Wartburgkreis

Foto: © Landratsamt Wartburgkreis

Andrea T. | | Quelle:

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  • vigilando ascendimus

    Schade, dass die Unterbringung der Flüchtlinge nicht dezentral in leerstehenden Wohnungen in der Stadt, z. B. in der Plattenbausiedlung Salzungen-Allendorf (101) erfolgen kann. Warum eigentlich nicht?

    • Salzunger

      Soviel Leerstand gibt es in Bad Salzungen nicht. Die 101 wird schon rege zur dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen benutzt.

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