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Zella zeigt Dringlichkeit der Gebietsreform

Der Kreisvorsitzende der SPD Wartburgkreis Maik Klotzbach ruft dazu auf, die Freiwilligkeitsphase der Gebietsreform zu nutzen.

Die Bürgermeisterwahlen in Zella, Brunnartshausen und Dönges sind Beispiele, die zeigen, wie dringlich die Gebietsreform ist. Es wird immer schwieriger, Bürger für die Kommunalpolitik zu gewinnen. Das liegt einerseits an der zunehmenden Komplexität, was früher auf dem kurzen Dienstweg geklärt wurde, bedarf heute langer Anträge, Prüfungen und Genehmigungen. Zum anderen lässt es der Beruf oft einfach nicht zu. Wer beruflich pendelt oder im Schichtdienst arbeitet, hat einfach nicht die notwendige Zeit, erklärt Klotzbach.

Weiter führt er aus:

In kleinen Strukturen verschärft sich die Situation noch, weil die Möglichkeit fehlt die notwendigen Fachkräfte für die Aufgaben beschäftigen zu können. So bleibt alles am Bürgermeister hängen. Und wenn dann die Finanzen noch knapp sind, wird es besonders schwer. Im Wettstreit um Gewerbe und Industrie werden neue Gewerbegebiete erschlossen. Unterbreizbach hat über 5 Mio. € in die Erweiterung des Gewerbegebietes investiert. In Geisa entstand kurz darauf ebenfalls für über 5 Mio. € ein Gewerbegebiet. Nun plant Vacha die Erschleißung neuer Gewerbeflächen. Millionenausgaben, die auf so kleinem Gebiet sicherlich über dem Bedarf liegen. Es bleibt abzuwarten, wer das in den Sand gesetzt hat. Größere Strukturen können solch einen Wettstreit vermeiden.

Zur letzten Wahl der ehrenamtlichen Bürgermeister in Thüringen blieb der Wahlzettel in 44 Kommunen leer, da sich im Vorfeld kein Kandidat fand. Und Zella, Dönges und Bunnartshausen zeigen, dass die dann vorgeschlagenen Bürger die Wahl nicht immer annehmen.

Hartung, Ziegler, Bohl, Reinz, Lämmerhirt und weitere Bürgermeister zeigen, wie man sachlich mit der Gebietsreform umgeht.

Ich möchte allen Bürgermeistern danken, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und sich schon auf den Weg zu neuen und größeren Gemeinden und Städten gemacht haben. Das trifft oft auf Gegenwind und braucht viel Mut und Kraft. Ich hoffe, dass weitere Bürgermeister folgen. Bei den weiter sinkenden Einwohnerzahlen geht kein Weg an der Gebietsreform vorbei. Je früher, desto besser, schließt Klotzbach ab.

Andrea T. | | Quelle:

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  • vigilando ascendimus

    Die rot-rot-grüne Gebietsreform ist gescheitert. Lasst doch endlich die Propaganda-Aufrufe. Ist ja wie in der Zone!

    • Felix Berg

      Immerhin war die Zone trotz ihrer Mängel für den Bürger gegenüber den schwarzen Hinterlassenschaften ein kleines Paradies, reale Vollbeschäftigung und das ohne Suppenküchen und ganz wichtig zu erwähnen- die Bürger wurden zwar ausgeschüffelt aber das geht heute noch viel intensiver. Behörden setzen Sozialdetektive ein und Arbeitgeber Privatdetektive oder schlicht die Arbeitskollegen. Im übrigen ist die neuerlich notwendige Gebietsreform eine Hinterlassenschaft der schwarzen Politik. Kann sich wer erinnern ob in der DDR je ein Bürger die Straßenbeleuchtung mit samt der Straße zu bezahlen hatte ? Die Zeit der Fördermittel Aufbau Ost neigt sich dem Ende und dennoch haben unendlich viele Orte nur das Wort Fördermittel gehört aber nicht einen Cent gesehen. Es gab mal einen Anlauf aufzuzeigen wo wer wie viel Fördergelder erhalten hat, dies wurde rasch wieder eingestellt. Zum wohle des Volkes – diesem Satz verpflichten sich alle Politiker, von daher ist es untergeordnet wer regiert.

      • vigilando ascendimus

        Glauben sie den Mist, den sie hier schreiben, eingentlich selber?

        Die Zone als „kleines Paradies“!

        Unfassbar!

        • Felix Berg

          Gehen sie doch mal in die Städte und vor allem unter Menschen, hören sie dann einfach zu. Sie erinnern mich dagegen sehr an die DDR, ignorant der Bevölkerung gegenüber bis zum geht nicht mehr und dann kam eben was kommen musste. Wenn sie Menschen aber scheuen dann machen sie sich eine Liste was vor und nach der Wende den Bürger betraf, von der Straßenlampe bis zu Betriebsfeiern ( Frauentag inbegriffen) , Bäcker, Konsum, Arbeit, von mir aus auch den Löchern in der Straße. Unfassbar sagte übrigens auch das Politbüro.

  • Felix Berg

    Das keiner mehr in die Politik (Kommunalpolitik) möchte ist doch nur verständlich, unter schwarzen Segeln gab es doch nur eines „Platt machen“ und das gründlich. Da diesem Platt machen nichts neues folgen konnte außer den Dingen die der Bürger zu tragen hat ist die Karre tief im Dreck gelandet. Nun ist es so- wer die Karre in den Dreck gefahren hat soll diese auch wieder raus holen, können sie aber nicht und andere wollen nicht.

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