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 | Bildquelle: Stadtarchiv

Beschreibung:
Bildquelle: Stadtarchiv

„Zug der Erinnerung“ kommt nach Eisenach

Der „Zug der Erinnerung“ kommt am 18. und 19. Mai nach Eisenach. Er erinnert im Bahnhof an die Verschleppung von Kindern im Nationalsozialismus. Er besteht aus einer Dampflok und mehreren Ausstellungswagen, in denen Fotos und Briefe der Deportierten gezeigt werden. Ziel des Zuges ist die Gedenkstätte Auschwitz, wo die bundesweite Fahrt im Mai enden soll.

Begleitend zur Ausstellung im Zug werden am Bahnsteig und im Zug selbst folgende Dokumentationen auf Schautafeln zu sehen sein: „Jüdisches Leben in Eisenach“ (Elisabeth-Gymnasium ), „Geschichte der jüdischen Bevölkerung Eisenachs“ (Goetheschule), „Jüdische Kinder in Eisenach – Marianne Spangenthal“ (Oststadt-Schule) sowie „Die Eisenacher Synagoge und ihre Geschichte“ (Wartburg-Schule).
Überdies sind weitere Veranstaltungen zum Thema Deportation geplant.

Der „Zug der Erinnerung“ startete am 8. November in Frankfurt/Main. Er verkehrt auf Strecken, auf denen früher Menschen in Reichsbahn-Zügen deportiert wurden. Alleine rund 12000 Kinder wurden von 1940 bis 1944 in die Vernichtungslager verschleppt.
Haltestationen des Zuges waren bisher schon unter anderem Darmstadt, Mannheim, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen. Insgesamt soll der „Zug der Erinnerung“ über 3000 Kilometer zurücklegen. An den Halte-Orten gibt es jeweils lokale Projekte zur Spurensuche nach deportierten Kindern und Jugendlichen. Ihre Lebenszeugnisse wird der Zug am Ende der mehrmonatigen Reise zur Gedenkstätte Auschwitz (Oswiecim) bringen.
Massendeportationen von Kindern und Jugendlichen fanden auch in den von den Nationalsozialisten besetzten Staaten statt. Darin erinnert die fahrende Ausstellung mit Biografien aus Norwegen, Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Italien, Griechenland und Osteuropa. Bis zu 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche könnten es nach Schätzungen gewesen sein, die nie mehr zurückkehrten.

Im Zusammenhang mit dem „Zug der Erinnerung“ sind weitere Veranstaltungen geplant, die an die Verbrechen der Nazis und insbesondere an die Deportation von Kindern aus Eisenach erinnern. Den Auftakt machte die Vorführung des Films „Der Zug des Lebens“ im Kino „Capitol“.

Weitere Veranstaltungen rund um den Aufenthalt des „Zugs der Erinnerung“ in Eisenach:

Mittwoch, 14. Mai, 16 Uhr, Ratssaal im Rathaus, Markt 1:
Lesung „Anne Frank – die letzten Tage“ mit Sarah Topfstädt und Susanne Schwannecke.

Donnerstag, 15. Mai, 17 Uhr, Gedenkstätte „Goldener Löwe“ (Marienstraße 57):
Lesung mit der Schauspielerin Ursula Illert „Lyrik gegen das Vergessen“; eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung und der August-Bebel-Gesellschaft

Freitag, 16. Mai, 18 Uhr, Wartburg-Radio 96,5:
Themenabend „Zug der Erinnerung“

Sonntag 18. Mai, 9 Uhr, Bahnhof:
Offizielle Eröffnung „Zug der Erinnerung“ (geöffnet 9 bis 19 Uhr)

Sonntag 18. Mai, 9.30 Uhr, Bahnhof:
Kunstverein übergibt ein Buch und ein Gemälde von Wladimir Belajew an den Verein „Zug der Erinnerung“

Montag 19. Mai, 8 bis 19 Uhr, Bahnhof:
Zug der Erinnerung
Begleitend zur Ausstellung im Zug werden am Bahnsteig und im Zug selbst Dokumentationen auf Schautafeln zu sehen sein: „Jüdisches Leben in Eisenach“, „Geschichte der jüdischen Bevölkerung Eisenachs“ „Jüdische Kinder in Eisenach – Marianne Spangenthal“ sowie „Die Eisenacher Synagoge und ihre Geschichte“

Montag 19. Mai, 15 Uhr, Wartburg-Radio 96,5:
Sondersendungen zum „Zug der Erinnerung“
Montag, 19. Mai, 19 Uhr:
Film „Das Leben ist schön“ in der Gaststätte Bellevue, Stresemannstraße 1 (Veranstaltung der Jusos Eisenach/Wartburgkreis)

Mehr Informationen zum Zug der Erinnerung gibt es auf der Homepage http://www.zug-der-erinnerung.eu(www.zug-der-erinnerung.eu)

Rainer Beichler | | Quelle:

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