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Zum Parkhaus «hinter der Mauer»

Logisches Denken, mit einem kleinem Quäntchen von Mathematik ist gefragt und nicht sportlicher Erfolg, wer ist der Schnellste, vielleicht auch der Erste.

Es scheint in Eisenach gegenwärtig keine anderes Thema die Aufmerksamkeit so zu erregen, wie das geplante Parkhaus «Hinter der Mauer», beschäftigt sich nunmehr eine 3. Sitzung des Stadtrates mit diesem Thema. Eigens die Sommerpause und verschlossene Türen werden hierfür genutzt.

Richtig ist, dass wir froh über jeden Investoren sind, der Geld in die Hand nimmt, um unsere Eisenach ein wenig attraktiver zu machen. Geht es dabei zudem um die Schaffung von Arbeitsplätzen und der Sanierung von Gebäuden, ist er uns umso mehr willkommen und die Wege werden unbürokratisch geebnet.

Anders im Fall des Parkhauses «Hinter der Mauer». Hier sollen die Stadträte innerhalb von wenigen Tagen, vielleicht auch Stunden eine finanzielle Entscheidung für die nächsten 25 Jahre tragen, wo eventuell die Zeche der Bürger zahlen muss.

Für die Investition des Parkhauses sind ca. 3 Mill. EUR vorgesehen, für das Grundstück 500000 EUR. Die Miete kostet der Stadt über die gesamte Laufzeit 6,75 Mio. EUR, nicht eingerechnet die laufende Unterhaltung und Personal. Gewinne sollen mit dem Investor geteilt werden, Verluste muss die Stadt, also der Bürger tragen.

250 Stellplätze sind vorgesehen. Parkhausgesellschaften berechnen eine Auslastung mit 30%.

Stellt sich die Frage, sind hier monatliche Einnahmen von 270000 EUR für den monatlichen Mietzins zu erwirtschaften? Was passiert mit den Personal- und Nebenkosten? Wird es gegebenenfalls eine weitere Investitionsruine, wie das Parkhaus in der Uferstrasse?

Eine hohe Verantwortung lastet auf unseren Stadträten, werden hier Entscheidungen getroffen, die weiter über gegenwärtige und zukünftige Legislaturen hinausgehen.

Lassen Sie uns die Türen aufstoßen, um die Logik und Sinnhaftigkeit, auch unter Einbeziehung der Öffentlichkeit zu vermitteln.

Rainer Beichler |

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